{"id":12313,"date":"2017-05-24T11:39:26","date_gmt":"2017-05-24T09:39:26","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=12313"},"modified":"2018-01-12T12:24:19","modified_gmt":"2018-01-12T11:24:19","slug":"titel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2017\/05\/24\/titel-2\/","title":{"rendered":"Was Tweets \u00fcber journalistische Inhalte aussagen"},"content":{"rendered":"<p><strong>In der Schweiz wird Twitter von der breiten Bev\u00f6lkerung zwar eher weniger genutzt. Doch zwei Berufsgruppen, die relativ h\u00e4ufig twittern sind PolitikerInnen und JournalistInnen. Da die \u00f6ffentliche Diskussion in letzter Zeit auch die Qualit\u00e4t des Journalismus in der Schweiz betraf und JournalistInnen eine nicht unerhebliche Rolle in der \u00f6ffentlichen Meinungsbildung haben, ist es spannend, herauszufinden, \u00fcber welche Themen JournalistInnen in ihrem Alltag twittern, da angenommen werden kann, dass diese Themen in der Folge auch h\u00f6here journalistische Aufmerksamkeit geniessen.<\/strong><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ --><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"650\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/plot_interactive_FINAL.html\" scrolling=\"no\" style=\"margin-top:-95px\" class=\"iframe-class\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p><p>Eine statistische Analyse von Tweets aller JournalistInnen, die in diversen reichweitestarken Zeitungen der Schweiz (20 Minuten, Blick, NZZ, Die Suedostschweiz, Tagesanzeiger, Aargauer Zeitung, Berner Zeitung, Watson, Luzerner Zeitung, BAZ, St. Galler Tagblatt, WOZ und Weltwoche) f\u00fcr Wirtschaftsnachrichten, nationale und internationale Ressorts sowie in der Chefredaktion t\u00e4tig sind, f\u00fchrt zu relativ klar abgegrenzten Themen, die in der oben abgebildeten interaktiven Grafik auch \u00fcber die Zeit verfolgt werden k\u00f6nnen. Wenn sich ein Thema \u00fcber der horizontalen, schwarz gestrichelten Linie befindet, bedeutet dies, dass das Thema von den JournalistInnen \u00fcberdurchschnittlich oft auf Twitter behandelt wurde. Diese Themen k\u00f6nnen dann in einer sogenannten \u201eWord Cloud\u201c oder Wortwolke dargestellt werden:<\/p>\n<div id=\"attachment_12326\" style=\"width: 349px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12326\" class=\"wp-image-12326\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_26.png\" alt=\"\" width=\"339\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_26.png 1709w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_26-300x255.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_26-768x653.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_26-1024x871.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12326\" class=\"wp-caption-text\">Wortwolke Thema Russland \/ Ukrainekrise. Gr\u00f6sse der W\u00f6rter entspricht Wahrscheinlichkeit des Vorkommens in diesem Thema. W\u00f6rter sind in ihrer Stammform und ohne Umlaute.<\/p>\n<\/div><p>Ein Thema, das durch die Analysemethode gefunden wurde, hat mit Putin, Russland und Krieg zu tun. Die gr\u00f6sse der W\u00f6rter steht f\u00fcr die H\u00f6he der Wahrscheinlichkeit, dass ein Wort im jeweiligen Thema vorkommt. Das Wort \u201eUkraine\u201c kommt mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit diesem Thema vor. Deshalb kann aus der Wortwolke gefolgert werden, dass es sich hier unter anderem um Tweets im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise 2014 handelt. Im obigen Zeitverlauf wird dies verifiziert: Das Thema wurde von den JournalistInnen auf Twitter \u00fcberdurchschnittlich oft behandelt zwischen Ende 2013 und Anfangs 2015. Analog sind alle anderen im Zeitverlauf dargestellten Themen relativ klar an aktuelle Events gegliedert. Es wird hier darauf verzichtet, alle Wortwolken zu diesen Themen darzustellen. Die Wortwolken f\u00fcr die restlichen Themen k\u00f6nnen mit folgenden Links\u00a0abgerufen werden: <a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_7.png\">DSI \/ Umsetzung MEI<\/a>, <a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_11.png\">US-Wahlen 2016<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_18.png\">EU in der Krise: Fl\u00fcchtlingskrise \/ Terrorismus \/ Griechenlandkrise<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_24.png\">T\u00fcrkei \/ Erdogan \/ Syrien<\/a>, <a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_34.png\">Beziehung Schweiz &#8211; EU<\/a>.<\/p><p>Doch die zeitlichen Verl\u00e4ufe und Wortwolken der Themen sind nicht die einzige M\u00f6glichkeit, wie diese Daten dargestellt werden k\u00f6nnen. Besonders im Lichte der aktuellen Diskussionen um Journalismusqualit\u00e4t (siehe z.B. die Lancierung des Crowdfundings <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/\">der Republik<\/a> am 26. April 2017) ist es besonders spannend zu sehen, \u00fcber welche Themen die JournalistInnen verschiedener Zeitungen auf Twitter diskutieren. Denn man kann annehmen, dass dies teils auch die Themen sind, mit denen sich die JournalistInnen auch im Rahmen ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit vermehrt besch\u00e4ftigen. Trotzdem muss die folgende Analyse mit sehr viel Vorsicht genossen werden, denn Tweets von JournalistInnen k\u00f6nnen nat\u00fcrlich nicht mit den redaktionellen Inhalten, die von denselben JournalistInnen erstellt werden, gleichgesetzt werden.<\/p><p>Um ihre Funktion als Wachhunde der Gesellschaft wahrzunehmen, sollten JournalistInnen in der Lage sein, m\u00f6glichst sachlich und differenziert \u00fcber relevante politische Themen sowohl im internationalen als auch im nationalen Kontext zu berichten und zu diskutieren. Ein seit l\u00e4ngerer Zeit relevantes Thema ist die Fl\u00fcchtlingskrise und die damit verbundene humanit\u00e4re Katastrophe im Mittelmeerraum. Die Wortwolke zu diesem Thema sieht folgendermassen aus:<\/p>\n<div id=\"attachment_12328\" style=\"width: 380px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12328\" class=\" wp-image-12328\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_18.png\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"289\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_18.png 1919w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_18-300x234.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_18-768x600.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_18-1024x799.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12328\" class=\"wp-caption-text\">Wortwolke Thema &#8222;Fl\u00fcchtlingskrise in Europa&#8220;.<\/p>\n<\/div><p>Die W\u00f6rter &#8222;Fl\u00fcchtling&#8220; und &#8222;Europa&#8220; haben die gr\u00f6sste Wahrscheinlichkeit, in diesem Thema vorzukommen. \u00a0Es kommen nur sehr wenige Namen oder W\u00f6rter vor, die nicht direkt im Zusammenhang mit dem Thema stehen.\u00a0Es sieht deshalb danach aus, dass dieses Thema relativ sachlich behandelt wurde. Die folgende Darstellung zeigt, wie oft dieses Thema von JournalistInnen der verschiedenen Zeitungen auf Twitter behandelt wurde:<\/p>\n<div id=\"attachment_12663\" style=\"width: 747px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12663\" class=\" wp-image-12663\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fluechtling.png\" alt=\"\" width=\"737\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fluechtling.png 4724w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fluechtling-300x187.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fluechtling-768x480.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fluechtling-1024x640.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12663\" class=\"wp-caption-text\">Relative Anteile des Themas &#8222;Fl\u00fcchtlingskrise&#8220; nach Zeitungen. Journalisten der Zeitungen mit gr\u00fcnen Balken haben \u00fcberdurchschnittlich, die mit roten Balken unterdurchschnittlich viel \u00fcber das Thema getwittert. Die schwarzen Balken zeigen an, dass in etwa durchschnittlich \u00fcber die Fl\u00fcchtlingskrise getwittert wurde.<\/p>\n<\/div><p>Die JournalistInnen der Wochenzeitung WOZ, der NZZ und des Tagesanzeigers haben das Thema &#8222;Fl\u00fcchtlingskrise&#8220;\u00a0auf Twitter besonders intensiv behandelt. Allerdings muss mit Bezug auf den Zeitverlauf (erste, interaktive Darstellung im Artikel, gr\u00fcne Linie) darauf hingewiesen werden, dass dieses Thema ab anfangs 2016 unterdurchschnittlich oft behandelt wurde auf Twitter, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/fluechtlingsdrama-mittelmeer-103.html\">obwohl es in der Realit\u00e4t nicht an Relevanz verloren hat<\/a>.<\/p><p>In Bezug auf die Schweiz sind beispielsweise Wahlen ein relevantes Thema. Da Wahlen in der Schweiz relativ stark personenbezogen sind, ist es wichtig, dass die Zeitungen auch \u00fcber die PolitikerInnen\u00a0berichten, die weniger stark mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen k\u00f6nnen. Folgende Wortwolke repr\u00e4sentiert das Thema Wahlen in der Schweiz:<\/p>\n<div id=\"attachment_12530\" style=\"width: 364px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12530\" class=\"wp-image-12530\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_5.png\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_5.png 1345w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_5-285x300.png 285w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_5-768x810.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_5-971x1024.png 971w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12530\" class=\"wp-caption-text\">Wortwolke zum Thema &#8222;Wahlen in der Schweiz&#8220;<\/p>\n<\/div><p>Auff\u00e4llig ist, dass das Wort\u00a0&#8222;SVP&#8220; mit Abstand am wahrscheinlichsten in diesem Thema vorkommt. Einige Politiker sind auch repr\u00e4sentiert: Roger K\u00f6ppel, Guy Parmelin, Oskar Freysinger, Didier Burkhalter und Christoph Blocher sind einige davon. Guy Parmelin und Didier Burkhalter wurden wahrscheinlich vor allem im Zusammenhang\u00a0mit ihren \u00c4mtern als Bundesr\u00e4te erw\u00e4hnt. Aber die anderen oben genannten Politiker sind erstens alle aus der SVP und zweitens alles relativ umstrittene Pers\u00f6nlichkeiten. Es gibt also eine gewisse Verzerrung der Tweets \u00fcber die Wahlen in der Schweiz in Richtung der SVP und ihrer aufmerksamkeitsst\u00e4rksten Exponenten. Aufgeschl\u00fcsselt nach Zeitungen ergibt sich folgendes Bild:<\/p>\n<div id=\"attachment_12532\" style=\"width: 746px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12532\" class=\"wp-image-12532\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_wahlench.png\" alt=\"\" width=\"736\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_wahlench.png 4724w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_wahlench-300x187.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_wahlench-768x480.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_wahlench-1024x640.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 736px) 100vw, 736px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12532\" class=\"wp-caption-text\">Relative Anteile des Themas &#8222;Wahlen in der Schweiz&#8220; nach Zeitungen.<\/p>\n<\/div><p>JournalistInnen der Weltwoche, des St. Galler Tagblatts, des Tagesanzeigers und der S\u00fcdostschweiz twittern besonders oft \u00fcber die Wahlen in der Schweiz und erw\u00e4hnen dabei oft\u00a0die SVP und ihre Vertreter. Bei Watson ist dies am seltensten der Fall.<\/p><p>Politik und Gesellschaft sind komplex und f\u00fcr wenige gesellschaftliche und politische Probleme gibt es eine einfache L\u00f6sung. Es ist deshalb wichtig, dass gute JournalistInnen komplexe Probleme zwar erkl\u00e4ren und einordnen, aber nicht grunds\u00e4tzlich einfache L\u00f6sungen pr\u00e4sentieren. Folgende Wortwolke impliziert aber, dass einige JournalistInnen auf Twitter durchaus genau dies tun:<\/p>\n<div id=\"attachment_12534\" style=\"width: 311px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12534\" class=\"wp-image-12534\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_1.png\" alt=\"\" width=\"301\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_1.png 1442w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_1-271x300.png 271w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_1-768x852.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_1-923x1024.png 923w\" sizes=\"auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12534\" class=\"wp-caption-text\">Wortwolke zum Thema &#8222;Vereinfachung komplexer Sachverhalte&#8220;<\/p>\n<\/div><p>Das Wort \u201eeinfach\u201c kommt sogar mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in diesem Thema vor. Andere Worte sind \u201efalsch\u201c, \u201erichtig\u201c, \u201eklar\u201c, \u201erecht\u201c und \u201efinden\u201c. Das Thema ist folgendermassen auf die Zeitungen verteilt:<\/p>\n<div id=\"attachment_12535\" style=\"width: 747px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12535\" class=\"wp-image-12535\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_einfachheit.png\" alt=\"\" width=\"737\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_einfachheit.png 4724w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_einfachheit-300x187.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_einfachheit-768x480.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_einfachheit-1024x640.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12535\" class=\"wp-caption-text\">Relative Anteile des Themas &#8222;Vereinfachung komplexer Sachverhalte&#8220; nach Zeitungen<\/p>\n<\/div><p>JournalistInnen der Weltwoche twittern mit Abstand am meisten \u00fcber einfache L\u00f6sungen, gefolgt von JournalistInnen der Basler Zeitung und der S\u00fcdostschweiz.<\/p><p>Einige der JournalistInnen twittern \u00fcbrigens (selbstverst\u00e4ndlich) auch \u00fcber private Dinge, wie z.B. Fussball:<\/p>\n<div id=\"attachment_12536\" style=\"width: 329px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12536\" class=\"wp-image-12536\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_19.png\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_19.png 1737w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_19-300x266.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_19-768x680.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/cloud_Topic_19-1024x907.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12536\" class=\"wp-caption-text\">Wortwolke zum Thema &#8222;Fussball&#8220;<\/p>\n<\/div><p>Darunter scheinen besonders viele Fans des FC Basel und des FC Luzern zu sein. Dies zeigt sich auch daran, dass das Thema bei Tweets von JournalistInnen der Luzerner Zeitung besonders wichtig zu sein scheint:<\/p>\n<div id=\"attachment_12537\" style=\"width: 747px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12537\" class=\"wp-image-12537\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fussball.png\" alt=\"\" width=\"737\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fussball.png 4724w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fussball-300x187.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fussball-768x480.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/differenceplot_fussball-1024x640.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-12537\" class=\"wp-caption-text\">Relative Anteile des Themas &#8222;Fussball&#8220; nach Zeitungen<\/p>\n<\/div><p>Darauf folgen JournalistInnen von Watson und dem Blick. Besonders selten \u00fcber Fussball twittern die JournalistInnen der beiden Wochenzeitungen Weltwoche und WOZ.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Methodische Informationen:<\/strong><\/p><p><a href=\"http:\/\/www.structuraltopicmodel.com\">Moderne statistische Analysemodelle<\/a> erlauben es, Texte so zu analysieren, dass Themen, die in diesen Texten vorkommen, herausgefiltert werden k\u00f6nnen. Das Prinzip dahinter ist, dass m\u00f6glichst alle W\u00f6rter, die zwar f\u00fcr die Syntax eines Textes wichtig sind, aber nicht auf die Thematik eines Textes hinweisen, sogenannte Stoppw\u00f6rter, herausgel\u00f6scht werden. \u00dcbrig bleibt nur noch die W\u00f6rter, die etwas mit der Thematik des Textes zu tun haben. Diese werden zus\u00e4tzlich automatisch in ihre Stammformen umgewandelt und Umlaute werden entfernt, damit z.B. \u201eInitiative\u201c und \u201eInitiativen\u201c als dasselbe Wort gez\u00e4hlt werden. Nun kann anhand eines statistischen Modells berechnet werden, welche W\u00f6rter in den Texten\u00a0besonders oft miteinander auftreten. Diese Wortgruppen repr\u00e4sentieren dann oft Themen, die in den Texten vorkommen.<\/p><p>Diese Methode kann, in etwas abgewandelter Form, auch auf Tweets angewendet werden. Das wurde schon mit Politikern und anderen \u00f6ffentlichen Personen gemacht \u2013 aber noch nie mit JournalistInnen. In diesem Artikel wurden alle JournalistInnen\u00a0durchsucht, die in der Chefredaktion, der nationalen und internationalen Nachrichtenredaktion und der Wirtschaftsredaktion von allen reichweitenstarken Zeitungen und Wochenzeitungen der Schweiz t\u00e4tig sind. Bei Watson konnte diese Unterscheidung nicht gemacht werden, da im Impressum auf der Website gar nicht unterschieden wird zwischen unterschiedlichen Ressorts. Folgende Zeitungen wurden dabei beachtet:\u00a020 Minuten,\u00a0Blick, NZZ, Die Suedostschweiz, Tagesanzeiger, Aargauer Zeitung,\u00a0Berner Zeitung, Watson, Luzerner Zeitung, BAZ, St. Galler\u00a0Tagblatt, WOZ und Weltwoche. Es wurden alle Journalisten und Journalistinnen aus den erw\u00e4hnten Ressorts (wenn m\u00f6glich) erhoben, die\u00a0schon mindestens 50 Beitr\u00e4ge auf ihrem Twitter-Account haben.<\/p><p><strong>Informationen zum Blogbeitrag:<\/strong><\/p><p>Verfasser: David Kr\u00e4henb\u00fchl, Matr. Nr: 12-709-135 | david.kraehenbuehl@uzh.ch<\/p><p>Abgabe am 28.05.2017 im Rahmen des Forschungsseminars Politischer Datenjournalismus (Fr\u00fchlingssemester 2017)<\/p><p>Dozierende: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Dr. Michael Hermann, Dr. des. Bruno W\u00fcest, Dr. Sarah B\u00fctikofer<\/p><p>Wort-Anzahl: 974<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz wird Twitter von der breiten Bev\u00f6lkerung zwar eher weniger genutzt. 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