{"id":13448,"date":"2017-12-11T19:40:42","date_gmt":"2017-12-11T18:40:42","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=13448"},"modified":"2018-01-12T12:26:52","modified_gmt":"2018-01-12T11:26:52","slug":"yuppis-uebernehmen-den-kreis-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2017\/12\/11\/yuppis-uebernehmen-den-kreis-4\/","title":{"rendered":"Yuppis \u00fcbernehmen den Kreis 4"},"content":{"rendered":"<p>Das Projekt Pro Langstrass-Quartier soll den Abwertungstendenzen im Kreis 4 entgegenwirken. Durch das Projekt sind nicht nur mehr Nationalit\u00e4ten in den Kreis gezogen, sondern es haben auch verschiedene Baugesellschaften neue Wohnungen erbaut. Diese Aufwertung hat aber zur Folge, dass gewisse Nationalit\u00e4ten den neu hinzugezogenen Yuppis Platz machen m\u00fcssen.<\/p><p><!--more--><\/p><p>Der Kreis 4, rund um die Langstrasse, gilt als lebendigstes und intensivst genutztes Viertel der Stadt Z\u00fcrich. Doch das Ausgehviertel ist nicht nur durch seine vielen Restaurants und Bars bekannt. Auch die Einwohner hier sind bekannt f\u00fcr ihren nationalen und kulturellen Mix. Der Kreis 4 hat also eine typische Mischfunktion: Zum einen gilt er als ein althergebrachtes Arbeiter-Wohnquartier mit vergleichsweise g\u00fcnstigen Wohnungen, in denen bis etwa Mitte der 90er Jahre vorwiegend Volksvertreter aus S\u00fcd- (Italien, Spanien, Portugal, Griechenland) aber ebenso einige aus Osteuropa (Serbien, Montenegro, Kosovo, Mazedonien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kroaten) leben. Zum anderen ist er ein Gewerbe-, und Vergn\u00fcgungsgebiet. Jahrzehntelang zeigten sich jedoch klassische Probleme innenstadtnaher Gebiete durch mangelnde Investitionst\u00e4tigkeiten und Veralterung der Geb\u00e4ude (Schmidli 2011: 12). Sexgewerbe und Drogenmilieu fanden Platz im Kreis 4, was zu einem Verlust an Lebens- und Wohnqualit\u00e4t gef\u00fchrt hat. Der Beschluss der Aufwertung des Kreises kam mit dem Projekt Pro Langstrass-Quartier (Schmidli 2011: 12). Seit 1995 wird der Kreis 4 stetig aufgebessert. Diese bauliche Aufwertung lockt auch 15 Jahre sp\u00e4ter viele Yuppis, vor allem solche aus Westeuropa (Deutschland, \u00d6sterreich, Grossbritannien) und Nordamerika (US-B\u00fcrger und -B\u00fcrgerinnen) in den Kreis, die zu einer Gentrifizierung beitragen und gewisse Nationalit\u00e4ten, wie etwa Osteurop\u00e4er und Osteurop\u00e4erinnen, Platz machen m\u00fcssen, nicht zuletzt aufgrund von neuen Eigent\u00fcmerarten.<\/p><p><strong>Zuzug verschiedener Nationalit\u00e4ten<\/strong><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-13449\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse1_Plot-1-von-4-300x267.png\" alt=\"\" width=\"365\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse1_Plot-1-von-4-300x267.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse1_Plot-1-von-4-768x684.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse1_Plot-1-von-4.png 778w\" sizes=\"auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-13450\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse1_Plot-2-von-4-300x267.png\" alt=\"\" width=\"365\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse1_Plot-2-von-4-300x267.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse1_Plot-2-von-4-768x684.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse1_Plot-2-von-4.png 778w\" sizes=\"auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/><\/p><p>Gut 15 Jahre sp\u00e4ter erkennt man, dass die Aufbesserung der Wohnsituation im Kreis 4 dazu gef\u00fchrt hat, dass vor allem Nationalit\u00e4ten aus Westeuropa, insbesondere aus Deutschland, \u00d6sterreich und Grossbritannien, seit 2008 vorwiegend in den Kreis 4 gezogen sind und vermutlich hier zu einer Gentrifizierung in diesem Kreis beigetragen haben. Schweizer und Schweizerinnen sind zwar am meisten zugezogen, aber auch wieder weggezogen. Von dieser Bev\u00f6lkerung sind allerdings auch die meisten im Kreis wohnend, weshalb der enorme Wegzug dieser Nationalit\u00e4t seit 2015 keinen grossen Einfluss hat, wie weitere Analysen gezeigt haben. Nationalit\u00e4ten aus Osteuropa sind eher weniger h\u00e4ufig in diesem Kreis anzutreffen. Und auch S\u00fcdeurop\u00e4er und S\u00fcdeurop\u00e4erinnen, welche oft als die alteingesessene Bev\u00f6lkerung gilt oder auch als ehemalige Yuppis des Kreis 4 bezeichnet werden k\u00f6nnen, sind mehr und mehr weggezogen. Sie stellen aber weiterhin die zweitgr\u00f6sste Bev\u00f6lkerungsnation im Kreis 4 dar. Weitere Analysen haben jedoch auch gezeigt, dass der Trend nicht nur im Kreis 4 zu beobachten ist, sondern auch in den anderen Kreisen der Stadt Z\u00fcrich.<\/p><p><strong>Yuppis bereichern die Baugesellschaften <\/strong><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-13451\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse2_Plot-1-von-3-300x251.png\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse2_Plot-1-von-3-300x251.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse2_Plot-1-von-3-768x642.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse2_Plot-1-von-3.png 828w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Das Projekt Pro Langstrass-Quartier hat zur Folge, dass nicht nur mehr Menschen in den Kreis 4 ziehen, sondern auch, dass neue Wohnungen gebaut werden. Seit 2008 zeigt sich, dass \u00fcber die Jahre hinweg stetig mehr Geb\u00e4ude, in der Gesamtzahl 9, von verschiedenen Eigent\u00fcmerarten erbaut wurden. Haupts\u00e4chlich die Privat-Eigent\u00fcmer, vereinzelte Genossenschaften\u00a0und Aktiengesellschaften sind hier Eigent\u00fcmer der Geb\u00e4ude im Kreis 4.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Diese Erneuerung von Geb\u00e4uden durch private Investoren kann mit ein Grund daf\u00fcr sein, dass die Mieten\u00a0 in den einzelnen Wohnungen steigen und sich gewisse Nationalit\u00e4ten hier das Wohnen nicht mehr leisten k\u00f6nnen, weshalb sie wegziehen.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-13453\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Anlayse2_Plot-3-von-3-300x251.png\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Anlayse2_Plot-3-von-3-300x251.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Anlayse2_Plot-3-von-3-768x642.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Anlayse2_Plot-3-von-3.png 828w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p><p>Vergleicht man diese Entwicklung im Kreis 4 mit anderen Kreisen der Stadt Z\u00fcrich, wird diese Aufwertung sehr deutlich. So zeigt der Kreis 11, im Vergleich zum Kreis 4, eine deutliche Abnahme von Neubauten seit 2008. Und auch weitere Analysen haben gezeigt, dass die anderen Kreise ebenfalls keine steigende Entwicklung, wie sie im Kreis 4 zu finden ist, aufweisen. Daraus kann bereits gefolgert werden, dass das Projekt durchaus hier seinen Zweck erf\u00fcllt hat: Eine Aufwertung des Kreis 4 ist gegl\u00fcckt. Viele Nationalit\u00e4ten sind vermehrt in den Kreis hinzugezogen, woraus man auch schliessen k\u00f6nnte, dass die Baugesellschaften mehr Wohnungen erbaut haben. So kann durchaus von einer Gentrifizierung f\u00fcr gewisse Teile von Nationalit\u00e4ten die Rede sein: Es sind vor allem die Nationen aus Deutschland, \u00d6sterreich und Grossbritannien, die neu in den Kreis 4 gezogen sind und Volkszugeh\u00f6rigkeiten aus Osteuropa, die weggezogen sind.<\/p><p><strong>Westeurop\u00e4er und Westeurop\u00e4erinnen sind die neuen Yuppis im Kreis 4<\/strong><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-13452\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse4_Plot-1-von-1-300x251.png\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse4_Plot-1-von-1-300x251.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse4_Plot-1-von-1-768x642.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DGarner_Analyse4_Plot-1-von-1.png 828w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p><p>Viele neue Westeurop\u00e4er und Westeurop\u00e4erinnen ziehen nun in den trendigen Kreis. Sie sind die neuen Yuppis, welche sich im Durchschnitt die gr\u00f6ssten Wohnungen mit bis zu 125 Quadratmeter leisten k\u00f6nnen. Interessant bleibt aber, dass die Gentrifizierung nicht f\u00fcr alle stattgefunden hat. So sind es nicht die S\u00fcdeurop\u00e4er und S\u00fcdeurop\u00e4erinnen, welche vertrieben\u00a0werden. Denn im Durchschnitt wohnen sie auf einem Raum von circa 70 Quadratmeter, was sich kaum vom Wohnraum der meisten Westeurop\u00e4er und Westeurop\u00e4erinnen unterscheidet. Von denen bewohnen die meisten ebenfalls eine durchschnittliche Fl\u00e4che von rund 70 Quadratmeter. Die gr\u00f6sste Verteilung an Wohnfl\u00e4che ist bei den Schweizer und Schweizerinnen zu erkennen. Dies ist allerdings auch darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass von ihnen in der Anzahl insgesamt am meisten im Kreis 4 leben. Einen durchschnittlich kleineren Wohnraum besitzen Nationalit\u00e4ten aus Nordamerika und Osteuropa. Von den beiden Bev\u00f6lkerungsgruppen leben jedoch auch insgesamt weniger im Kreis 4.<\/p><p>Obwohl also Westeurop\u00e4er und Westeurop\u00e4erinnen insgesamt mehr in den Kreis 4 gezogen sind und auch im Durchschnitt die gr\u00f6sste Wohnfl\u00e4che bewohnen, hat nur eine &#8222;Teilgentrifizierung&#8220; stattgefunden. Es sind gr\u00f6sstenteils die Osteurop\u00e4er und Osteurop\u00e4erinnen, die hier nicht von der Aufwertung des Kreis 4 profitieren konnten. Grund daf\u00fcr k\u00f6nnte sein, dass sie bildungs- und einkommensniedriger sind \u2013 dies m\u00fcsste aber in einer weiteren Analyse untersucht werden. S\u00fcdeurop\u00e4er und S\u00fcdeurop\u00e4erinnen k\u00f6nnen sich weiterhin ein angemessenes Leben, was die Wohnsituation anbelangt, im Kreis leisten. Hier zeigen weitere Beobachtungen aber auch, dass diese Nationalit\u00e4ten haupts\u00e4chlich in Privateigentum leben, was wiederum den geringen Wegzug erkl\u00e4ren k\u00f6nnte und, dass hier die Gentrifizierung f\u00fcr diese Bev\u00f6lkerungsgruppe nicht zutrifft.<\/p><p>Ob eine Gentrifizierung auf den Dimensionen der sozialen und funktionalen Aufwertung des Kreis 4 eingetreten ist, l\u00e4sst sich auf dieser Datenlage jedoch nicht sagen.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>[Anzahl W\u00f6rter: 952 (inkl. Lead und einzelnen \u00dcberschriften, exkl. \u201eHinweise zur Methode\u201c)]<\/p>\n<div style=\"width: 800px;border: 1px solid #000;background-color: #f5f5f5;font-size: small;padding: 10px\"><span style=\"font-family: verdana;font-size: medium\"><b>Hinweise zur Methode<\/b><\/span><br \/>\nAutor: Dagmara Garner (dagmara.garner@uzh.ch)<br \/>\nMatrikelnummer: 13-706-023<br \/>\nSeminar: Politischer Datenjournalismus (Herbstsemester 2017)<br \/>\nDozierende: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Dr. Bruno W\u00fcest, Alexandra Kohler<br \/>\n<br class=\"blank\" \/>Basierend auf einer Kooperation zwischen der Statistik Stadt Z\u00fcrich (SSZ) und dem Institut f\u00fcr Politikwissenschaft Z\u00fcrich (IPZ) der Universit\u00e4t Z\u00fcrich wurde ein Datensatz zur Verf\u00fcgung gestellt, welcher folgende Variablen beinhaltet: Bev\u00f6lkerung, Zuzug, Wegzug, Umzug, Wohnung und Geb\u00e4ude der ganzen Z\u00fcrcher Stadtbev\u00f6lkerung f\u00fcr die Jahre 1993-2016. <br class=\"blank\" \/><br class=\"blank\" \/>F\u00fcr diesen Beitrag wurden folgende Quellen herangezogen:<\/p>\n<ul>\n<li>Bedetti, Joel (2011): Von Yuppies, Drogen und Kinderkurieren. (http:\/\/www.20min.ch\/ schweiz\/zuerich\/story\/Von-Yuppies-Drogen-\u00a0 und-Kinderkurieren-26395596 [Stand 01.12.2017]).<\/li>\n<li>D&#8217;Amato, Gianni (2008): Schweizerisches Jahrbuch f\u00fcr Entwicklungspolitik. The Graduate Institute Geneva 2008 27, 1-20.<\/li>\n<li>Kolly, Marie-Jos\u00e9, Lemcke, Anja und Rittmeyer, Balz (2017): Hipster machen sich in den Arbeiterquartieren breit.<br \/>\n(https:\/\/www.nzz.ch\/zuerich\/gentrifizierung-in-zuerich-der-auslaenderanteil-in-zuercher-kreisen-gleicht-sich-an-ld.604774 [Stand 01. 12.2017]).<\/li>\n<li>Schmidli, Marcel (2011): Projekt Langstrasse PLUS. Polizeidepartement der Stadt Z\u00fcrich, 1-159.<\/li>\n<\/ul><p><br class=\"blank\" \/>F\u00fcr die Idee des Blogbeitrags dienten unter anderem zwei Zeitungsartikel aus der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung (NZZ) (Kolly et al. 2017: o.S.) und der 20 Minuten (Bedetti 2011: o.S.). Die Nationalit\u00e4ten wurden zur Vereinfachung der Lesbarkeit der Grafiken in folgende L\u00e4nderkategorien eingeteilt: Schweiz, Westeuropa, Nordamerika, S\u00fcdeuropa, Osteuropa. Die Einteilung dient dazu die Nationalit\u00e4ten in sogenannte Pro-Gentrifizierungs-Nationalit\u00e4ten, also Volkszugeh\u00f6rigkeiten, welche man mit Gentrifizierung in Verbindung bringt, respektive die diese unter anderem mit verantworten, und in Kontra-Gentrifizierungs-Nationalit\u00e4ten, die das Gegenteil meinen, zu kategorisieren. Nationalit\u00e4ten aus der Schweiz, Westeuropa (Deutschland, \u00d6sterreich, Grossbritannien) und Nordamerika (US-B\u00fcrger und -B\u00fcrgerinnen) sind also Nationen, die mit Gentrifizierung konnotiert sind (D&#8217;Amato 2008: 6). Nationalit\u00e4ten, welche nicht als Gentrifizierungsverursacher in Verbindung gebracht werden sind Volksvertreter aus S\u00fcd- (Italien, Spanien, Portugal, Griechenland) und Osteuropa (Serbien, Montenegro, Kosovo, Mazedonien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien) (D&#8217;Amato 2008: 4). Da gewisse Variablen im Datensatz erst ab dem Zeitpunkt 2008 erfasst wurden, wurde f\u00fcr die ganze Analyse ein Zeitraum von 2008 bis 2016 eingegrenzt. F\u00fcr den Vergleich der Zu- und Wegz\u00fcge der verschiedenen Nationalit\u00e4ts-Kategorien wurden, um sich auf andere Kreise der Stadt Z\u00fcrich beziehen zu k\u00f6nnen, ebenfalls Small Multiples f\u00fcr alle Kreise der Stadt Z\u00fcrich erstellt. Ausserdem wurde die Entwicklung der Netto-Migration in verschiedenen Kreisen in der Stadt Z\u00fcrich von 2008 bis 2016 analysiert. Wie viele verschiedene Eigent\u00fcmerarten in welchen Jahren Neubauten errichtet haben wurde zus\u00e4tzlich f\u00fcr alle Kreise der Stadt Z\u00fcrich errechnet, um einen Vergleich f\u00fcr den Kreis 4 zu erhalten. F\u00fcr den Beitrag wurde jedoch nur Kreis 4 mit Kreis 11 verglichen, da hier der Kontrast am deutlichsten wurde. Ob ein Zusammenhang zwischen Zuzug verschiedener Nationalit\u00e4ten und Neubauten von Geb\u00e4uden allgemein vorhanden war wurde zwar berechnet, jedoch war dieses Ergebnis nicht f\u00fcr alle Nationalit\u00e4ten repr\u00e4sentativ, weshalb es f\u00fcr den Beitrag nicht verwendet wurde. Was allerdings als weitere Analyse f\u00fcr den Beitrag herangezogen wurde war die Wohnfl\u00e4che der verschiedenen Nationalit\u00e4ten in Geb\u00e4uden mit verschiedenen Eigent\u00fcmerarten. <br class=\"blank\" \/><br class=\"blank\" \/>Der verwendete R-Code zum Nachvollziehen der Datenmanipulation ist <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/sh\/x2jiwlfb9gkdo14\/AADvOKY1Oi8cY4wSoO-VH8x_a?dl=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier zu finden<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Projekt Pro Langstrass-Quartier soll den Abwertungstendenzen im Kreis 4 entgegenwirken. Durch das Projekt sind nicht nur mehr Nationalit\u00e4ten in den Kreis gezogen, sondern es haben auch verschiedene Baugesellschaften neue Wohnungen erbaut. 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