{"id":13480,"date":"2017-12-16T14:16:26","date_gmt":"2017-12-16T13:16:26","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=13480"},"modified":"2018-01-12T12:22:57","modified_gmt":"2018-01-12T11:22:57","slug":"wer-von-der-gentrifizierung-profitiertverliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2017\/12\/16\/wer-von-der-gentrifizierung-profitiertverliert\/","title":{"rendered":"Wer von der Gentrifizierung profitiert &#8211; und wer verliert"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<h2 style=\"text-align: left\"><strong>Die Stadt Z\u00fcrich hat sich gewandelt. Dies zeigt der Blick in die aufgewerteten Trendquartiere der Kreise 3, 4 und 5. Dort haben vor allem die junge Schweizerische<span style=\"color: #003300\"> Mittelschicht und Deutsche die Menschen aus dem Balkan abgel\u00f6st.<\/span><\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_14744\" style=\"width: 1610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14744\" class=\"wp-image-14744 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/langstrasse.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"1042\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/langstrasse.jpg 1600w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/langstrasse-300x195.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/langstrasse-768x500.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/langstrasse-1024x667.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14744\" class=\"wp-caption-text\">Vom Arbeiterquartier zur trendigen Partymeile: Ecke Langstrasse\/Milit\u00e4rstrasse. (Bild: Alessandro Feller)<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p class=\"title title--content\">\u00abOisi Stadt, oisi Quartier!\u00bb <a href=\"https:\/\/barrikade.info\/Demo-OISI-STADT-OISI-QUARTIER-508\">Unter diesem Motto<\/a> zogen am Samstagnachmittag des 18. November 2017 Gegner der Stadtaufwertung durch die Kreise 4 und 5. Die rund 200 Personen demonstrierten gegen die ihrer Meinung nach rasant fortschreitende Aufwertung der ehemaligen \u00abB\u00fcezer-Quartiere\u00bb der Stadt Z\u00fcrich. Schuld am Gesichtswandel seien unter anderem bekannte Player aus der Immobilienbranche, welche mit ihren Projekten eine neue Klientel anzulocken versuchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Dass eine Ver\u00e4nderung stattgefunden hat, wird bei einem Spaziergang durch die Langstrasse deutlich. Wo vor rund 20 Jahren noch Arbeiterfamilien der unteren Einkommensschicht lebten, geniessen heute sogenannte \u00abYoung Urban Professionals\u00bb in \u00fcberteuerten Trendlokalen ihren Quinoa-Salat. Ehemals verruchte Ecken mussten dem <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/zuerich\/aktuell\/zuercher-europaallee-quartier-ohne-gesicht-ld.121549\">Bau der von der SBB finanzierten Europaallee<\/a> weichen und die <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/stadt\/Das-Ende-der-Gammelhaeuser\/story\/26490550\">Gammelh\u00e4user an der Neufrankengasse wurden geschlossen.<\/a> Mit der Initiierung des Programms <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/pd\/de\/index\/das_departement\/medien\/medienmitteilung\/2011\/april\/110419a.html\">\u00abLangstrasse Plus\u00bb<\/a> wurden Kriminalit\u00e4t, Dreck und der offene Drogenkonsum aus dem Quartier verbannt. Die Prostitution wurde an den Stadtrand nach Altstetten verschoben.<\/p>\n<div id=\"attachment_13703\" style=\"width: 338px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13703\" class=\"wp-image-13703 \" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AFeller_Plakat-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"328\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AFeller_Plakat-300x169.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AFeller_Plakat-768x432.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AFeller_Plakat-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AFeller_Plakat.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13703\" class=\"wp-caption-text\">Wiederstand gegen Aufwertung &#8211; Verschmiertes Werbeplakat in der Langstrassenunterf\u00fchrung. (Bild: Alessandro Feller)<\/p>\n<\/div><p>Die Aufwertung f\u00fchrte dazu, dass die Mieten und der Bodenpreis stiegen und eine neue Anwohnerschaft einzog. Im Gebiet um die Langstrasse hat sich <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/stadt\/wo-die-seefeldisierung-heute-stattfindet\/story\/20104182\">der Bodenpreis in den letzten Jahren fast verdoppelt. <\/a>Die Stadtaufwertung machte aber nicht nur vor dem Kreis 4 halt. Auch in Sihlfeld im Kreis 3, vor allem in der N\u00e4he des Idaplatzes wurden diverse Immobilien renoviert und <a href=\"https:\/\/tsri.ch\/zh\/idaplatz-paradebeispiel-einer-aufwertung\/\">die Mietpreise stiegen.<\/a> Die Anwohnerschaft hat sich dementsprechend gewandelt. Rund um den Platz reiht sich ein trendiges Caf\u00e9 an das n\u00e4chste und auf den Parkb\u00e4nken schl\u00fcrft die urbane Mittelschicht ihren Chai Latte. Ein \u00e4hnlicher Wandel ist auch in Z\u00fcrich West zu beobachten. Im fr\u00fcheren Industrie- und Arbeiterquartier mit der ehemals h\u00f6chsten Ausl\u00e4nderquote, liegt das <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/content\/prd\/de\/index\/statistik\/publikationen-angebote\/publikationen\/webartikel\/2017-08-29_Einkommen-in-der-Stadt-Zuerich-stiegen.html\">mittlere steuerbare Einkommen mittlerweile h\u00f6her als in den Quartieren des Z\u00fcrichbergs.<\/a><\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<h2><strong>Die junge Mittelschicht zieht ein<\/strong><\/h2><p>Wer sind \u00fcberhaupt die Menschen, die in den aufgewerteten Trendquartieren leben? Und hat sich die Anwohnerschaft wegen der Aufwertung im Verlaufe der Zeit ver\u00e4ndert? Um diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, lohnt sich ein Blick auf die Verteilung des Alters.<\/p>\n<div id=\"attachment_14741\" style=\"width: 3010px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14741\" class=\"wp-image-14741 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Alter_Trend.jpg\" alt=\"\" width=\"3000\" height=\"2100\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Alter_Trend.jpg 3000w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Alter_Trend-300x210.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Alter_Trend-768x538.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Alter_Trend-1024x717.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3000px) 100vw, 3000px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14741\" class=\"wp-caption-text\">(basierend auf Daten der Statistik Stadt Z\u00fcrich)<\/p>\n<\/div><p>Es ist deutlich erkennbar, dass in allen vier Trendquartieren im Vergleich zu 1993 der Anteil der 30- bis 39-J\u00e4hrigen stark angestiegen ist, w\u00e4hrend er f\u00fcr \u00e4ltere und j\u00fcngere Menschen in ihren Zwanzigern abgenommen hat. Die Ver\u00e4nderung des Anteils der Personen in ihren Dreissigern ist im Quartier Escher Wyss im Vergleich zu allen anderen Z\u00fcrcher Quartier mit einem Anstieg von 14,1 Prozentpunkten am gr\u00f6ssten. W\u00e4hrend der Anteil der 30- bis 39-J\u00e4hrigen vor 24 Jahren noch bei knapp 19% lag, ist er bis 2016 auf 33% der gesamten Quartierbev\u00f6lkerung angestiegen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\"><p>Bei den j\u00fcngeren Z\u00fcrchern, denjenigen in ihren Zwanzigern, zeigt sich genau das Gegenteil. Ihr Anteil hat in allen vier Trendquartieren abgenommen. Letztes Jahr war gut ein F\u00fcnftel der Bev\u00f6lkerung an der Langstasse 20 bis 29 Jahre alt, 1993 war noch beinahe jeder Vierte in diesem Alter. Z\u00fcrichweit ergab sich die diesbez\u00fcglich gr\u00f6sste Ver\u00e4nderung im oberen Kreis 5 im Quartier Gewerbeschule. In den 80er Jahren noch das Zentrum der Jugendunruhen mit der <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/zuerich\/stadt-zuerich\/zwischen-chaos-und-ordnung-1.18468964\">gr\u00f6ssten Hausbesetzung der Schweizer Geschichte<\/a>, hat sich auch dieses Quartier gewandelt und blieb nicht von der Aufwertung verschont. Auf dem Bus-Parkplatz am Sihlquai lieb\u00e4ugeln Privatinvestoren mit dem <a href=\"https:\/\/tsri.ch\/zh\/was-wird-bloss-aus-dem-industrie-quartier\/\">Bau eines Kongresszentrums<\/a> und die SBB will, quasi vis-\u00e0-vis von der Europaalle, weitere B\u00fcro- und Wohnh\u00e4user errichten.<\/p><p>Die junge Mittelschicht ist in die Trendquartiere eingezogen und hat die 20- bis 29-J\u00e4hrigen verdr\u00e4ngt. Letztere mussten ausweichen, zum Beispiel in die Quartiere Schwamendingen-Mitte und Saatlen. Im Kreis 12 ist ihr Anteil an der dortigen Bev\u00f6lkerung seit 1993 mit 27,5% am st\u00e4rksten gestiegen. Aber auch Rentner und Teenager sind davon betroffen. Im Quartier Escher Wyss hat der Anteil der \u00fcber 70-j\u00e4hrigen um 61% abgenommen, der Anteil an Teenagern ist um 57% gesunken und an der Langstrasse wohnten 2016 gar 63,8% weniger Jugendliche als noch vor rund 20 Jahren. Im Vergleich mit den restlichen Stadtquartieren sind es die gr\u00f6ssten Ver\u00e4nderungen f\u00fcr diese Alterskohorten.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<h2><strong>Weniger Ausl\u00e4nder in den Trendquartieren<\/strong><\/h2><p>An der Ausl\u00e4nderquote l\u00e4sst sich ebenfalls ablesen, wie sich ein Quartier gewandelt hat. Seit 1993 haben sich bez\u00fcglich des Ausl\u00e4nderanteils nicht nur die gesamte Stadt, sondern auch die Quartiere selbst ver\u00e4ndert. In der Limmatstadt, wo 2016 ungef\u00e4hr jeder dritte Bewohner kein Schweizer war, ist der Ausl\u00e4nderanteil \u00fcber die Jahre kontinuierlich gestiegen. Dies ist auch in der \u00fcberwiegenden Mehrheit der Quartiere der Fall. Ein anderes Bild zeigt sich in den aufgewerteten Trendquartieren. Dort ist die Ausl\u00e4nderquote im Verlgeich zu 1993 \u00fcberall gesunken, am st\u00e4rksten in den Quartieren Gewerbeschule, Escher Wyss und Langstrasse. W\u00e4hrend 1993 fast jeder zweite Bewohner des Langstrassenquartiers keinen Schweizer Pass hatte, waren 2016 noch circa 39% ausl\u00e4ndischer Nationalit\u00e4t.<\/p>\n<div id=\"attachment_14740\" style=\"width: 3010px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14740\" class=\"wp-image-14740 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ausla\u0308nderquote.jpg\" alt=\"\" width=\"3000\" height=\"2400\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ausla\u0308nderquote.jpg 3000w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ausla\u0308nderquote-300x240.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ausla\u0308nderquote-768x614.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ausla\u0308nderquote-1024x819.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3000px) 100vw, 3000px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14740\" class=\"wp-caption-text\">(basierend auf Daten der Statistik Stadt Z\u00fcrich)<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\"><p>Am gr\u00f6ssten ist die Differenz im Kreis 5. In den Quartieren Gewerbeschule und Escher Wyss nahm der Ausl\u00e4nderanteil mit 35 beziehungsweise 28% am st\u00e4rksten ab. Die Langstrasse rangiert auf dem dritten Platz, gefolgt von Wipkingen. Wie in der obenstehenden Grafik ersichtlich ist, nahm die Ausl\u00e4nderquote auch in Sihlfeld ab und zwar um rund 14%. Die ausl\u00e4ndische Stadtbev\u00f6lkerung scheint von den zentralen Trendquartieren also in die Randquartiere ausgewichen zu sein. So hat sich beispielsweise der Ausl\u00e4nderanteil in Leimbach verdoppelt, von 15 auf 31%.<\/p><p>Erstaunlicherweise sind es aber nicht unbedingt die Aussenquartiere hinter dem K\u00e4fer- und Z\u00fcrichberg, welche die gr\u00f6sste Ver\u00e4nderung (Anstieg zwischen 30 und 40%) erfahren haben. Die einkommensstarken Quartiere um das Seebecken und die Quartiere des Z\u00fcrichbergs weisen einen h\u00f6heren Anstieg der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung auf als zum Beispiel Seebach oder Schwamendingen.<\/p>\n<div id=\"attachment_14737\" style=\"width: 3310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14737\" class=\"wp-image-14737 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vera\u0308nderung_Ausla\u0308nderquote.jpg\" alt=\"\" width=\"3300\" height=\"4500\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vera\u0308nderung_Ausla\u0308nderquote.jpg 3300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vera\u0308nderung_Ausla\u0308nderquote-220x300.jpg 220w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vera\u0308nderung_Ausla\u0308nderquote-768x1047.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vera\u0308nderung_Ausla\u0308nderquote-751x1024.jpg 751w\" sizes=\"auto, (max-width: 3300px) 100vw, 3300px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14737\" class=\"wp-caption-text\">(basierend auf Daten der Statistik Stadt Z\u00fcrich)<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\"><p>Die obige Feststellung kann damit erkl\u00e4rt werden, dass in Saatlen, Schwamendingen-Mitte, Seebach und Oerlikon der Ausl\u00e4nderanteil seit jeher h\u00f6her ist als im Stadtzentrum. Zudem unterscheidet sich auch die Zusammensetzung der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung. In den einkommensstarken Quartieren stellen Deutsche, Italiener, Franzosen und Menschen aus dem \u00fcbrigen Europa die Mehrheit der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung, w\u00e4hrend in den Quartieren der Kreise 11 und 12 (mit Ausnahme Oerlikon) Personen aus dem Balkan den Grossteil der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung bilden.<\/p>\n<h2><strong>Deutsche l\u00f6sen Menschen aus dem Balkan ab<\/strong><\/h2><p>Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich festhalten, dass die Schweizerische Bev\u00f6lkerung in den Z\u00fcrcher Trendquartieren zugenommen hat, w\u00e4hrend wohl vor allem gutverdienende Ausl\u00e4nder in die einkommensstarken Quartiere am Fusse des Z\u00fcrichbergs gezogen sind. Es stellt sich hier aber auch die Frage, welche Nationalit\u00e4ten von der Aufwertung der Trendquartiere am direktesten betroffen waren. Ein Blick auf die untenstehenden Grafiken gibt Aufschluss dar\u00fcber. Abgebildet sind die Anteilsver\u00e4nderungen an der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die zehn Nationen, welche am st\u00e4rksten betroffen waren.<\/p>\n<div id=\"attachment_14747\" style=\"width: 3310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14747\" class=\"wp-image-14747 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis3und4.jpg\" alt=\"\" width=\"3300\" height=\"1950\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis3und4.jpg 3300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis3und4-300x177.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis3und4-768x454.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis3und4-1024x605.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3300px) 100vw, 3300px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14747\" class=\"wp-caption-text\">(basierend auf Daten der Statistik Stadt Z\u00fcrich)<\/p>\n<\/div><p>Im Langstrassenquartier beispielsweise sind es vor allem Menschen aus dem Balkan und Sri Lanka, Italiener, Asiaten, Spanier und T\u00fcrken, die von der Aufwertung betroffen waren. 1993 war dort noch rund jeder f\u00fcnfte Ausl\u00e4nder eine Person aus dem Balkan, 2016 sind es noch 7%. Das entspricht einem R\u00fcckgang von rund 15,2 Prozentpunkten oder 65%. Wie in der \u00fcberwiegenden Mehrheit der Z\u00fcrcher Quartieren stammen an der Langstrasse die meisten Ausl\u00e4nder aus Deutschland, seit 1993 hat sich ihr Anteil an der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung um fast 20 Prozentpunkte erh\u00f6ht.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_14746\" style=\"width: 3310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14746\" class=\"wp-image-14746 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis5.jpg\" alt=\"\" width=\"3300\" height=\"1950\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis5.jpg 3300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis5-300x177.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis5-768x454.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kreis5-1024x605.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3300px) 100vw, 3300px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14746\" class=\"wp-caption-text\">(basierend auf Daten der Statistik Stadt Z\u00fcrich)<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 5\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\"><p>Der Blick in den Kreis 5 zeigt ein ganz \u00e4hnliches Muster, wobei die Unterschiede zwischen 1993 und 2016 in Escher Wyss am gr\u00f6ssten sind. Auch das Quartier im unteren Kreis 5 ist bei Deutschen beliebt (nur in Fluntern, Oberstrass, Hottingen und Hirslanden leben mehr Deutsche). Im Vergleich zu 1993 ist ihr Anteil um 800% gestiegen, von urspr\u00fcnglich rund 4 auf 34%. Zugleich ist derjenige von Menschen aus dem Balkan am st\u00e4rksten gesunken, von knapp 30 auf lediglich 3,5%.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"height: 88px\" width=\"585\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 575px;background-color: #e6f0ff\">\n<h4><strong>Methodische Anmerkungen<br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<hr \/>\n<h6><\/h6><p><strong> Daten: <\/strong> Die in diesem Beitrag verwendeten Daten stammen von der <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/prd\/de\/index\/statistik.html\">Statistik Stadt Z\u00fcrich<\/a> und wurden\u00a0 f\u00fcr das Forschungsseminar \u00abPolitischer Datenjournalismus\u00bb zur Verf\u00fcgung gestellt. Beim Datensatz handelt es sich um eine statistische Gesamterhebung aller in Z\u00fcrich lebhaften Personen f\u00fcr den Zeitraum von 1993 bis 2016.<\/p><p><strong>Operationalisierung: <\/strong>Die urspr\u00fcnglich 21 Auspr\u00e4gungen der Altersvariable (Altersangabe jeweils in F\u00fcnferschritten) im Originaldatensatz wurden der \u00dcbersicht halber in acht Alteskategorien (Altersangabe jeweils in Zehnerschritten) zusammengefasst. Die Variable \u00abNationalit\u00e4t\u00bb wurde ebenfalls umcodiert. Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien wurden aufgrund neuer Staatenbildungen zur Kategorie \u00abBalkan\u00bb zusammengefasst. Des Weiteren wurde f\u00fcr jede Person jeweils diejenige Nationalit\u00e4t als \u00abHerkunftsland\u00bb angegeben, welche sie beim ersten Auftreten im Datensatz hatte. Mit anderen Worten bleibt die Nationalit\u00e4t jeder Person \u00fcber den Untersuchungszeitraum konstant. Damit soll verhindert werden, dass allf\u00e4llige Einb\u00fcrgerungen die Anteile der verschiedenen Nationalit\u00e4ten an der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung verzerren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table style=\"height: 88px\" width=\"585\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 575px;background-color: #e6f0ff\">\n<h4><strong>Informationen zum Beitrag<\/strong><\/h4>\n<hr \/>\n<h6><\/h6><p>Blogbeitrag im Rahmen des Forschungsseminars \u00abPolitischer Datenjournalismus\u00bb. Eingereicht am 17.12.2017.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p><p><strong>Anzahl Worte: <\/strong>ca. 1100<\/p><p><strong>R-Script: <\/strong><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/A_Feller_R_Script.rtf\">hier<\/a> laden.<\/p><p><strong>Verfasser:<\/strong> Alessandro Feller, Matr. Nr: 11-720-190 | alessandro.feller@uzh.ch<\/p><p><strong>Dozierende:<\/strong> Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Dr. des. Bruno W\u00fcest und Alexandra Kohler.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt Z\u00fcrich hat sich gewandelt. Dies zeigt der Blick in die aufgewerteten Trendquartiere der Kreise 3, 4 und 5. Dort haben vor allem die junge Schweizerische Mittelschicht und Deutsche die Menschen aus dem Balkan abgel\u00f6st. \u00abOisi Stadt, oisi Quartier!\u00bb Unter diesem Motto zogen am Samstagnachmittag des 18. November 2017 Gegner der Stadtaufwertung durch die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":84,"featured_media":14850,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[30,341,327,342,331,329,330,339,340,326,328,325],"class_list":["post-13480","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-auslanderanteil","tag-escher-wyss","tag-gentrifizierung","tag-gewerbeschule","tag-kreis-3","tag-kreis-4","tag-kreis-5","tag-langstrasse","tag-sihlfeld","tag-stadtaufwertung","tag-yuppies","tag-zuerich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/84"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13480"}],"version-history":[{"count":96,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14558,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13480\/revisions\/14558"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14850"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}