{"id":13765,"date":"2017-12-16T11:43:26","date_gmt":"2017-12-16T10:43:26","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=13765"},"modified":"2018-01-12T12:31:21","modified_gmt":"2018-01-12T11:31:21","slug":"13765","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2017\/12\/16\/13765\/","title":{"rendered":"Z\u00fcrcherIn (29), single, sucht&#8230;"},"content":{"rendered":"<h2>Eine Analyse der alleinlebenden Z\u00fcrcherInnen zeigt, in welchen Quartieren sie sich am wohlsten f\u00fchlen, wie alt sie sind, woher sie kommen und wohin sie gehen.<\/h2>\n<h4>Die Karte l\u00e4sst es bereits erahnen: Die Singles der Stadt Z\u00fcrich sind keineswegs zuf\u00e4llig \u00fcber die Standquartiere hinaus verteilt, vielmehr scheint die Verteilung einem Muster zu folgen. Weibliche Singles scheinen die Quartiere Seefeld und Hottingen zu bevorzugen, w\u00e4hrend sich m\u00e4nnliche Singles an der Langstrasse, in der City und am Lindenhof wohlzuf\u00fchlen scheinen. Im folgenden Beitrag werden die Alleinlebenden der Stadt Z\u00fcrich hinsichtlich ihrer Verteilung, ihres Alters und ihrer Herkunft analysiert.<\/h4><p><!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ --><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/rpubs.com\/magiov\/singlesZuerich\" width=\"900\" height=\"450\" any_other_empty_param scrolling=\"yes\" class=\"iframe-class\" frameborder=\"0\"><\/iframe><br \/>\n(Singles-Karte: Je dunkler die Quartiere eingef\u00e4rbt sind, desto h\u00f6her der Anteil an Singles. Die Icons zeigen welches Geschlecht die Mehrzahl der Singles hat. Falls die Karte nicht angezeigt wird finden Sie diese unter: <a href=\"http:\/\/rpubs.com\/magiov\/singlesZuerich\">http:\/\/rpubs.com\/magiov\/singlesZuerich<\/a>)<\/p>\n<h3>Wo die meisten Singles leben<\/h3><p>Die Z\u00fcrcher Singles wohnen nahe am Stadtzentrum. Auf der Karte erkennt man einen deutlichen Unterschied zwischen den zentralen und den peripheren Standquartieren hinsichtlich ihrer Singles-dichte. In den Quartieren Langstrasse und Rathaus betr\u00e4gt deren Anteil an der Quartierbev\u00f6lkerung sogar \u00fcber 16 %. Beinahe jeder sechste Bewohner, zwischen 25 und 54 Jahren, lebt in diesen Quartieren folglich alleine.<\/p><p>Auch in Bezug auf die Geschlechter erkennt man auf der Karte eine klare Grenze. Alle Quartiere, in denen mehr als die H\u00e4lfte der Singles weiblich ist, liegen dicht beieinander. Zudem scheinen sich die weiblichen Singles eher im s\u00fcd-\u00f6stlichen Teil von Z\u00fcrich wohlzuf\u00fchlen. Sie sind in den Quartieren Hottingen, Hirslanden und Seefeld deutlich in der Mehrheit (\u00fcber 52 % weibliche Singles).<\/p><p>In allen anderen Quartieren sind die m\u00e4nnlichen Singles jedoch klar in der \u00dcberzahl. Im Quartier Leimbach betrug der Anteil an m\u00e4nnlichen Singles im Jahr 2016 sogar beinahe 63 %. Allerdings ist in diesem Quartier die Alleinlebenden-Dichte auch besonders tief (nur 4.3 % der Quartierbewohner sind Singles).<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center\">Anzahl Alleinlebende pro Geschlecht (Farben) und Altersklasse (Balken) f\u00fcr die verschiedenen Quartiere &#8211; \u00fcber 1000 Singles pro Quartier<\/h3>\n<div id=\"attachment_13875\" style=\"width: 795px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.G.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13875\" class=\"wp-image-13875\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.G.png\" alt=\"\" width=\"785\" height=\"561\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.G.png 4133w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.G-300x214.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.G-768x549.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.G-1024x731.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 785px) 100vw, 785px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13875\" class=\"wp-caption-text\">(Lesebeispiel: Im Quartier Seebach erkennt man die eindeutig einseitige Verteilung der Singles. Die deutlich l\u00e4ngeren gelben Balken deuten darauf hin, dass in diesem Quartier die m\u00e4nnlichen Alleinlebenden in der \u00dcberzahl sind. Zudem erkennt man an der roten Linie, welche den durchschnittlichen Anteil an Singles \u00fcber alle Altersklassen anzeigt, dass f\u00fcr beide Geschlechter oft mehr junge als \u00e4ltere Singles im Quartier wohnen. Wenn alle Singles gleichm\u00e4ssig \u00fcber die Altersklassen verteilt w\u00e4ren, w\u00e4ren alle Balken auf der H\u00f6he der roten Linie.)<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"background-color: lightgray;width: 1000;height: 200;padding: 20px\"><p>Der englische<span style=\"float: none;background-color: #d3d3d3;color: #444444;font-family: 'Open Sans',Arial,sans-serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px\"> Begriff<\/span> <em>&#8222;Single&#8220;<\/em> ist urspr\u00fcnglich in den 1970er Jahren in den USA entstanden. Als <em>&#8222;Singles&#8220;<\/em> wurden junge Menschen bezeichnet, welche auf eine traditionelle Ehe verzichteten, um bewusst und freiwillig alleine zu leben (Hradil, 2003). Heute wird der Begriff <em>&#8222;Singles&#8220;<\/em> allgemeiner f\u00fcr Alleinlebende benutzt. In diesem Beitrag wurden Singles als Alleinlebende ledige, im Alter von 25 bis 54 Jahren, bezeichnet. Dies entspricht weitgehend dem <em>&#8222;weiten Singlebegriff&#8220;<\/em> , nach der Definition von Hradil (2003) in seinem Buch <em>\u201e<a href=\"http:\/\/www.single-generation.de\/wissenschaft\/stefan_hradil.htm\">Die Singlegesellschaft<\/a>&#8222;<\/em>. Der Grundgedanke hinter dieser Definition ist, dass die meisten Menschen, welche ihr 25. Lebensjahr erreicht haben, nicht mehr in Ausbildung sind. Sie sind somit mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Lage, ihre Wohnsituation frei w\u00e4hlen zu k\u00f6nnen. Deswegen kann angenommen werden, dass diese Menschen absichtlich alleine wohnen, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6ht, dass sie in keiner festen Beziehung sind.<\/p>\n<\/div><p>&nbsp;<\/p><p>Tendenziell sind die meisten Alleinlebenden eher jung (25-39 Jahre), wobei die Unterschiede in den Altersklassen auch vom jeweiligen Quartier abh\u00e4ngig zu sein scheinen. Im Quartier Witikon beispielsweise, sind die \u00a050-54-J\u00e4hrigen Singles sogar leicht in der \u00dcberzahl. Allerdings ist Witikon auch das Quartier mit <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/prd\/de\/index\/statistik\/publikationen-angebote\/publikationen\/Quartierspiegel\/QUARTIER_074.html\">Z\u00fcrichs \u00e4ltester Bev\u00f6lkerung<\/a>. Aber auch in den Quartieren Fluntern, Weinegg, H\u00f6ngg und Hottingen scheinen die Alleinlebenden eher gleichm\u00e4ssiger \u00fcber die Altersklassen hinweg verteilt zu sein als in den \u00fcbrigen Quartieren (alle Werte nahe am Durchschnitt = rote Linie). In den Quartieren Schwamendingen-Mitte und Hirzenbach hingegen scheinen sich eher die ganz jungen Singles wohlzuf\u00fchlen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center\">Anzahl Alleinlebende pro Geschlecht (Farben) und Altersklasse (Balken) f\u00fcr die verschiedenen Quartiere &#8211; unter 1000 Singles pro Quartier<\/h3>\n<div id=\"attachment_13876\" style=\"width: 789px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.K.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13876\" class=\"wp-image-13876 \" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.K.png\" alt=\"\" width=\"779\" height=\"556\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.K.png 4133w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.K-300x214.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.K-768x549.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Alter_.K-1024x731.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 779px) 100vw, 779px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13876\" class=\"wp-caption-text\">(Lesebeispiel: Im Quartier Witikon lebten zwischen 2013 und 2016 mehr Singles \u00fcber 50 als solche unter 30 Jahren. Bei dieser Grafik muss jedoch beachtet werden, dass die Skala nur halb so gross ist, wie in der Grafik mit den gr\u00f6sseren Quartieren. Auch hier erkennt man an der roten Linie, welche den durchschnittlichen Anteil an Singles \u00fcber alle Altersklassen anzeigt, dass f\u00fcr beide Geschlechter oft mehr junge als \u00e4ltere Singles im Quartier wohnen. Wenn alle Singles gleichm\u00e4ssig \u00fcber die Altersklassen verteilt w\u00e4ren, w\u00e4ren alle Balken auf der H\u00f6he der roten Linie &#8211; \u00e4hnlich wie im Quartier Witikon.)<\/p>\n<\/div>\n<h3>Woher kommen all die Singles?<\/h3><p>Ein grosser Teil der Singles ist tats\u00e4chlich zugezogen. Etwa 50&#8217;000 Personen sind zwischen 2013 und 2016 aus dem Ausland nach Z\u00fcrich gezogen. Davon sind rund 4&#8217;600 (oder 9.4 %) in Einzelhaushalte gezogen.<\/p><p>Bei den ausl\u00e4ndischen M\u00e4nnern, die seit dem Jahr 2013 zugezogen sind, sind von den Briten anteilsm\u00e4ssig am meisten in Einzelhaushalte gezogen (13.5 %). Gefolgt von den Franzosen (13 %) und den Deutschen (12.8 %). Bei den ausl\u00e4ndischen Zuz\u00fcgerinnen scheinen anteilsm\u00e4ssig die Deutschen (12.8 %) am \u00f6ftesten in einen Einpersonenhaushalt gezogen zu sein, gefolgt von den Britinnen (12.5 %) und den Niederl\u00e4nderinnen (10.8 %).<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center\">Anzahl Zuz\u00fcgerInnen pro Herkunftsland (Balken), davon Anteil an Singles (Prozentangabe), zwischen 2013 und 2016<\/h3>\n<div id=\"attachment_13898\" style=\"width: 782px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Zuzug_.Land_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13898\" class=\"wp-image-13898 \" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Zuzug_.Land_.png\" alt=\"\" width=\"772\" height=\"579\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Zuzug_.Land_.png 4724w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Zuzug_.Land_-300x225.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Zuzug_.Land_-768x576.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Zuzug_.Land_-1024x768.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-13898\" class=\"wp-caption-text\">(Lesebeispiel: Aus Italien sind zwischen 2013 und 2016 rund 2&#8217;000 M\u00e4nner nach Z\u00fcrich gezogen. Davon waren 9.5 % ledige, welche in Einzelhaushalte gezogen sind.<\/p>\n<\/div><p>Wenn man allerdings den absoluten Anteil an Zuz\u00fcgerInnen betrachtet, sieht man schnell, dass die meisten Singles wohl aus Deutschland nach Z\u00fcrich kommen. \u00dcber die Geschlechter hinweg sind seit 2013 rund 1&#8217;500 Deutsche Singles nach Z\u00fcrich gezogen.<\/p><p>Insgesamt scheinen mehr m\u00e4nnliche als weibliche alleinstehende Ausl\u00e4nder nach Z\u00fcrich zu ziehen. Dies k\u00f6nnte als Hinweis daf\u00fcr dienen, dass m\u00e4nnliche Zuz\u00fcger mehr verdienen als ihre weiblichen Kolleginnen und sich so den Einzelhaushalt einfacher finanzieren k\u00f6nnen. F\u00fcr diese Annahme spricht auch eine <a href=\"https:\/\/www.zkb.ch\/media\/pub\/coporate\/zuerich-in-zahlen\/kt-zh-zahlen-223099.pdf\">Studie der ZKB<\/a>, welche besagt, dass gerade Alleinlebende oft in unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig grossen Wohnungen leben (sie haben bis zu 60 % mehr Wohnfl\u00e4che <span style=\"float: none;background-color: transparent;color: #444444;font-family: 'Open Sans',Arial,sans-serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;letter-spacing: normal;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px\">zur Verf\u00fcgung <\/span>als der Durchschnitt). Dass das Single-Leben wirklich teuer ist, zeigt alleine schon der Umstand, dass es eine eigene Interessensgemeinschaft f\u00fcr Singles gibt &#8211; <a href=\"https:\/\/prosingleschweiz.ch\/topics\/darum-gibt-es-pro-single-schweiz\/\">die Pro Single Schweiz<\/a> &#8211; welche sich f\u00fcr tiefere Kosten f\u00fcr Alleinlebende einsetzt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center\">Anteil an zugezogenen Singles\u00a0pro Herkunftskanton (Prozentangabe) zwischen 2013 und 2016<\/h3>\n<div id=\"attachment_14681\" style=\"width: 4734px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Kantone2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14681\" class=\"wp-image-14681 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Kantone2.png\" alt=\"\" width=\"4724\" height=\"3543\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Kantone2.png 4724w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Kantone2-300x225.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Kantone2-768x576.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Kantone2-1024x768.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 4724px) 100vw, 4724px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14681\" class=\"wp-caption-text\">(Lesebeispiel: Von allen Zuz\u00fcgern aus dem Kanton Graub\u00fcnden waren zwischen 2013 und 2016 durchschnittlich etwa 10 % Alleinlebende. Es gab in dieser Zeitperiode keine nennenswerten Schwankungen zwischen den verschiedenen Geschlechtern hinsichtlich des Anteils an Singles.)<\/p>\n<\/div><p>Nat\u00fcrlich ist ein Grossteil der zugezogenen Singles nicht aus dem Ausland, sondern aus der Schweiz nach Z\u00fcrich gezogen. Insgesamt sind zwischen 2013 und 2016 etwa 77\u2018500 Personen aus Schweizer Kantonen nach Z\u00fcrich gezogen. Rund 10\u2018000 (oder 13 %) davon sind in Einzelhaushalte gezogen. Mit Abstand am meisten Singles sind aus dem Kanton Z\u00fcrich in die Kantonshauptstadt gezogen. Der prozentuale Anteil an Singles scheint allerdings vom jeweiligen Kanton und Jahr abh\u00e4ngig zu sein. Im Schnitt waren zwischen 2013 und 2016 etwa 10 % der zugezogenen B\u00fcndner Singles. Von den Basler Zuz\u00fcgerInnen waren es in der selben Periode im Durchschnitt um die 18 %. Insgesamt scheinen sich die kleinen st\u00e4dtischen Kantone wie Basel-Stadt, Zug und Genf von den l\u00e4ndlichen abzuheben. Dieses Resultat wird dadurch gest\u00fctzt, dass gerade <a href=\"https:\/\/prosingleschweiz.ch\/media\/art_singles\/2017-08-26-BaZ.pdf\">Basel-Stadt<\/a> eine Single-Hochburg ist, was sich folglich auf den prozentualen Anteile an Singles unter den Zuz\u00fcgerinnen auswirken d\u00fcrfte. Zudem zeigt sich auch eine Tendenz, dass der Anteil an alleinstehenden Frauen, welche aus diesen st\u00e4dtischen Kantonen nach Z\u00fcrich kommen, leicht h\u00f6her ist als bei den Single-M\u00e4nnern.<\/p><p>Rund 75 % der zugezogenen (Ausl\u00e4nder und Schweizer) Singles sind unter 35 Jahre alt. Die Zuz\u00fcgerInnen tragen somit auch aktiv zur Verj\u00fcngung der Stadt bei, insofern sie anschliessend auch in der Stadt wohnen bleiben.<\/p>\n<h3>Was passiert mit den Singles?<\/h3><p>Da die Daten erst seit 2013 erfasst wurden, ist es noch zu fr\u00fch, um eine definitive Aussage dar\u00fcber zu machen, was mit den Singles genau passiert. Anhand der Ver\u00e4nderungen im angegebenen Haushaltstyp k\u00f6nnen allerdings einige Mutmassungen gemacht werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center\">Anteil an Alleinlebende (2013) welche bis 2016 mindestens ein Mal Haushaltstyp wechselten und in der Stadt geblieben sind<\/h3>\n<div id=\"attachment_14686\" style=\"width: 4734px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Wohnen2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14686\" class=\"wp-image-14686 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Wohnen2.png\" alt=\"\" width=\"4724\" height=\"3543\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Wohnen2.png 4724w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Wohnen2-300x225.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Wohnen2-768x576.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/1P.Wohnen2-1024x768.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 4724px) 100vw, 4724px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14686\" class=\"wp-caption-text\">(Lesebeispiel: Von denen welche 2013 in einem Einpersonenhaushalt gelebt hatten (Singles) und in der Stadt geblieben sind, sind im Jahr 2014 10.4 % in einen Zweipersonenhaushalt gezogen.)<\/p>\n<\/div><p>In der Grafik sieht man die Ver\u00e4nderung der Haushaltstypen aller Z\u00fcrcherInnen, die im Jahr 2013 noch Singles waren. Der h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr die Abnahme der Singles \u00fcber die gemessene Zeit scheint tats\u00e4chlich der Umzug in einen Zweipersonenhaushalt zu sein. Ob sie ihr Gl\u00fcck wohl gefunden haben?<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"background-color: lightgray;width: 1000;height: 200;padding: 20px\"><p><strong>Methoden:<\/strong><\/p><p>Die Daten wurden freundlicherweise von der <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/prd\/de\/index\/statistik.html\">Statistik Stadt Z\u00fcrich<\/a> zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p><p>Die gesamte Analyse beruht auf der Kodierung der Alleinlebenden\/Singles (siehe Kasten oben). Nachdem die Untersuchungseinheit definiert worden ist, wurden die Daten in drei Teile aufgeteilt: Singles in Z\u00fcrich im Jahr 2016 (f\u00fcr die Karte und die Alterspyramiden), zugezogene Singles von 2013 bis 2016 (f\u00fcr die Analyse der Zuz\u00fcgerInnen) und Singles von 2013 bis 2016 (f\u00fcr die Analyse der Wohnsituation).<\/p><p>Die Dokumentation der Analyse findet sich im folgenden R-Script: <a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Rcode_neuV8.txt\">Code.txt<\/a><\/p><p><strong>Anmerkung: <\/strong>Die <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/bevoelkerung\/familien\/paare.assetdetail.350506.html\">Studie<\/a> vom Bundesamt f\u00fcr Statistik zeigt zwar, dass tats\u00e4chlich ein Grossteil der 25-54 J\u00e4hrigen, welche in einer Beziehung sind, mit dem Partner\/der Partnerin unter einem Dach leben. Trotzdem bleibt die Schnittmenge zwischen denen, die in keiner Beziehung sind und denen, welche alleine wohnen, aber in einer Beziehung sind, relativ gross. Somit entspricht die hier gemachte Definition von Singles nicht der gebr\u00e4uchlichen Nutzung des Wortes, welche sich auf das &#8222;<em>nicht-Vorhandensein&#8220;<\/em>\u00a0 jeglicher Beziehungen bezieht.<\/p><p><strong>Zum Autor:<\/strong><\/p>\n<p style=\"line-height: 150%\">Titel: Z\u00fcrcherIn (29), single, sucht&#8230;<br \/>\nName: Mauro Giovanoli<br \/>\nE-Mail: mauro.giovanoli@uzh.ch<br \/>\nMatrikel-Nr: 14-736-144<br \/>\nAbgabetermin: 17.12.2017<br \/>\nVeranstaltung: Forschungsseminar Politischer Datenjournalismus, Universit\u00e4t Z\u00fcrich<br \/>\nDozierende: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Dr.\u00a0 Bruno W\u00fcest, Alexandra Kohler<br \/>\nW\u00f6rter: 1&#8217;026<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Analyse der alleinlebenden Z\u00fcrcherInnen zeigt, in welchen Quartieren sie sich am wohlsten f\u00fchlen, wie alt sie sind, woher sie kommen und wohin sie gehen. 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