{"id":13843,"date":"2017-12-14T15:31:42","date_gmt":"2017-12-14T14:31:42","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=13843"},"modified":"2018-04-05T16:25:12","modified_gmt":"2018-04-05T14:25:12","slug":"den-stadtzuerchern-vergeht-die-lust-am-heiraten-unabhaengig-der-nationalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2017\/12\/14\/den-stadtzuerchern-vergeht-die-lust-am-heiraten-unabhaengig-der-nationalitaet\/","title":{"rendered":"Den Stadtz\u00fcrchern vergeht die Lust am Heiraten \u2013 unabh\u00e4ngig von der Nationalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00e4hrend die Bedeutung der traditionellen Ehe auf dem R\u00fcckmarsch ist, sind neuere Lebensformen wie Ein-Eltern-Familien, Konkubinat, LAT-Partnerschaften nicht mehr un\u00fcblich. Daneben dr\u00e4ngt sich das Single-Leben vor allem in den gr\u00f6sseren St\u00e4dten wie Z\u00fcrich in den Vordergrund. Gilt dieser Trend der Ehem\u00fcdigkeit entgegen aller Vorurteile auch f\u00fcr Stadtz\u00fcrcher unterschiedlicher Nationalit\u00e4ten?<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_14115\" style=\"width: 952px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14115\" class=\"wp-image-14115\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Titel_Pic.jpg\" alt=\"\" width=\"942\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Titel_Pic.jpg 877w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Titel_Pic-300x117.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Titel_Pic-768x300.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 942px) 100vw, 942px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14115\" class=\"wp-caption-text\"><em>Grafik 1: Sedef Bi\u00e7er, Screenshot des Facebook-Profils der Autorin<\/em><\/p>\n<\/div><p>Chiara*, 36 und seit \u00fcber zehn Jahren mit ihrem Freund Lorenzo* zusammen, tippt noch schnell ein paar Termine in ihr Mobiltelefon ein. Im Gesch\u00e4ft sei viel los so kurz vor Weihnachten und sie entschuldigt sich wiederholt, dass sie nicht zeitlich flexibel sein konnte, da sie und Lorenzo erst vor zwei Wochen wieder von ihrer Afrika-Rundreise zur\u00fcck seien und dementsprechend vieles zu erledigen h\u00e4tten. Sie leitet mit einem herzlichen Lachen in unser eigentliches Interview ein: \u00abReisen ist definitiv ansteckend, Heiraten und Kinderkriegen nicht wirklich!\u00bb<br \/>\nMit dieser Meinung steht Chiara nicht alleine da. Um die Entwicklung des Zivilstandes der Stadtz\u00fcrcher \u00fcber die Zeit aufzuzeigen und somit die These der Ehem\u00fcdigkeit visuell zu unterstreichen, wurden die Alterskategorien von 20 bis 44 Jahren zusammengefasst, wobei eine Unterteilung zwischen \u00abAusl\u00e4nder\u00bb und \u00abSchweizer\u00bb gemacht wird. Es wird lediglich zwischen \u00abVerheiratet\u00bb, \u00abLedig\u00bb und \u00abGeschieden\u00bb differenziert, da die anderen Kategorien f\u00fcr die Darstellung des Trends nicht relevant sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_14398\" style=\"width: 2110px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14398\" class=\"wp-image-14398 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Zeitreihe-2-1.png\" alt=\"\" width=\"2100\" height=\"1200\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14398\" class=\"wp-caption-text\"><em>Grafik 2: Sedef Bi\u00e7er, Daten: Statistik Stadt Z\u00fcrich,\u00a0Link:\u00a0<a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Zeitreihe-2-1.png\">http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Zeitreihe-2-1.png<\/a><\/em><\/p>\n<\/div><p>Im Jahre 1993 waren 62 Prozent der Ausl\u00e4nder in der Stadt Z\u00fcrich zwischen 20 bis 44 Jahren verheiratet, 2016 waren es nur noch 37 Prozent. Die Quote der ledigen Ausl\u00e4nder stieg seit den neunziger Jahren von 36 Prozent stetig an und lag 2016 bei 61 Prozent. Bei den Schweizern ist der R\u00fcckgang an Verhei\u00adrateten weniger gut zu erkennen. Nichtsdestotrotz zeichnet sich auch hier die Tendenz zur Ehem\u00fcdigkeit mit einer Verringerung um 10 Prozent ab. Diese Unterteilung zwischen Ausl\u00e4ndern und Schweizern schliesst somit aus, dass der Trend der Ehem\u00fcdigkeit vor allem von Inl\u00e4ndern verursacht wird.<\/p><p><strong>\u00abDie traditionelle Lebensform ist eher eine Last\u00bb<\/strong><\/p><p>Chiara und Lorenzo sind Secondos, Kinder italienischer Gastarbeiter, geboren und aufgewachsen in Z\u00fcrich. Die Entscheidung gegen eine Heirat und Kinder fiel fr\u00fch in ihrer Beziehung. Es m\u00fcsse schliesslich nicht mehr sein, weil sie diese traditionelle Art des Lebens eher als Last empfinden w\u00fcrden und nicht als Bereicherung. Chiara hat nebenberuflich ihren Bachelor und Master an einer Fachhochschule absolviert und arbeitet im mittleren Kader. Lorenzo weist ungef\u00e4hr das gleiche Bildungsniveau auf und ist als Elektro\u00adingenieur t\u00e4tig. An der finanziellen Situation l\u00e4ge es definitiv nicht. Es sei nun mal anders als fr\u00fcher als man die Heirat als eine Absicherung sah. Aber wieso sollten sie Zeit in die Familienplanung investieren oder sich trotz erheblichen Steuernachteilen mit einer offiziellen Unterschrift f\u00fcreinander entscheiden, wenn es heute gen\u00fcgend andere M\u00f6glichkeiten der Selbstverwirklichung und des Zusammenlebens g\u00e4be, die sie gl\u00fccklicher machen w\u00fcrden?<br \/>\nDiese Frage stellen sich nicht nur Chiara und Lorenzo. Dass der Trend zur Ehem\u00fcdigkeit keiner Nationalit\u00e4t zuzuordnen und als kulturell unabh\u00e4ngiges Ph\u00e4nomen zu betrachten ist, zeigen die folgenden Zeitreihen. Demnach wird dargelegt wie sich die Kategorien \u00abVerheiratet\u00bb, \u00abLedig\u00bb sowie \u00abGeschieden\u00bb in den einzelnen Altersklassen von 1993 bis 2016 entwickelt haben. Neben \u00abSchweizer\u00bb wurden vor allem Staatsangeh\u00f6rigkeiten in der Stadt Z\u00fcrich ber\u00fccksichtigt, die als gr\u00f6ssere Einwanderer-Gruppe und als heiratsaffiner gelten.<\/p>\n<div id=\"attachment_14197\" style=\"width: 5410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14197\" class=\"wp-image-14197 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples.png\" alt=\"\" width=\"5400\" height=\"5400\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples.png 5400w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples-150x150.png 150w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples-300x300.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples-768x768.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples-1024x1024.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples-60x60.png 60w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples-220x220.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 5400px) 100vw, 5400px\" \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-14197\" class=\"wp-caption-text\"><em>Grafik 3: Sedef Bi\u00e7er, Daten: Statistik Stadt Z\u00fcrich, Link:\u00a0<a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples.png\">http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples.png<\/a><\/em><\/p>\n<\/div><p>Von den 25 bis 29-J\u00e4hrigen Italienern waren 1993 42 Prozent verheiratet, 2016 nur noch 7.7 Prozent \u2013 rund 0.3 Prozent weniger als Schweizer in der gleichen Alterskategorie. Die Zahl der ledigen Italiener belief sich in derselben Altersklasse anfangs auf 55 Prozent und steigerte sich bis auf 92 Prozent. Im Alter von 30 bis 34 verzeichneten die Italiener eine Abnahme in der Kategorie \u00abVerheiratet\u00bb sowie eine Zunahme in der Kategorie \u00abLedig\u00bb von \u00fcber 40 Prozent.<br \/>\nGanz \u00e4hnlich sieht es bei anderen vorwiegend katholisch-s\u00fcdl\u00e4ndischen Kulturen aus: Im Jahre 1993 waren 68 Prozent der 25 bis 29-j\u00e4hrigen und 81 Prozent der 30 bis 34-j\u00e4hrigen Spanier verheiratet. Zwei Jahrzehnte sp\u00e4ter befanden sich lediglich 9 Prozent der 25 bis 29-J\u00e4hrigen und 26 Prozent der 30 bis 34-J\u00e4hrigen in der Kategorie \u00abVerheiratet\u00bb. In den neunziger Jahren waren 75 bis 85 Prozent der 25 bis 29-j\u00e4hrigen Portugiesen verheiratet, 2016 \u00fcber 50 Prozent weniger.<br \/>\nObwohl die Balkanl\u00e4nder h\u00f6here Prozentzahlen in Bezug auf die Kategorie \u00abVerheiratet\u00bb aufweisen, ist auch hier ein R\u00fcckgang im Laufe der Zeit zu sehen. Bei den 25 bis 29-j\u00e4hrigen wie auch bei den 30 bis 34-j\u00e4hrigen Schweizern waren im Jahre 2016 nur um die 13 Prozent weniger verheiratet als am Anfang der neunziger Jahre. Hierbei ist zu beachten, dass die Prozentzahlen der \u00abSchweizer\u00bb in der Kategorie \u00abVerheiratet\u00bb vergleichsweise schon immer tief waren.<\/p><p><strong>\u00abDie Familienplanung h\u00e4tten wir gerne erst mit 30 oder 35 gemacht\u00bb<\/strong><\/p><p>Als Vertreterin der mehrheitlich islamisch-nicht abendl\u00e4ndischen Kultur dient die T\u00fcrkei: In der Zeit\u00adspanne von 1993 bis 2016 waren anf\u00e4nglich 78 Prozent der T\u00fcrken zwischen 25 und 29 verheiratet, sp\u00e4ter nur noch 50 Prozent. Die 30 bis 34-j\u00e4hrigen T\u00fcrken waren zu 85 Prozent verheiratet. 23 Jahre sp\u00e4ter lag die Zahl der Verheirateten bei 61 Prozent. Die Zahl der ledigen T\u00fcrken zwischen 30 und 34 belief sich 2016 auf 27 Prozent \u2013 knapp 19 Prozent mehr als noch am Anfang der neunziger Jahre.<\/p><p>Die T\u00f6chter von Sevim* und Mehmet* w\u00e4ren 1993 also eine Ausnahme gewesen. Beide \u00fcber 30, geboren und aufgewachsen in Z\u00fcrich, kinderlos, studiert und l\u00e4nger mit ihren Partnern nicht t\u00fcrkischer Herkunft zusammen. Mehmet findet es lustig, dass ich die Nicht-T\u00fcrkische-Herkunft der Partner speziell hervorhebe. Sie w\u00fcnschten sich schliesslich genauso wie andere Eltern auch ihren T\u00f6chtern alles Gl\u00fcck auf der Welt und wenn sie gl\u00fccklich seien mit ihren Entscheidungen, seien sie es als Eltern auch. Das Konzept der t\u00fcrkischen Hochzeit mit vielen G\u00e4sten, Verwandten und einer Party, die \u00fcber Tage, N\u00e4chte andauert, empf\u00e4nden seine T\u00f6chter schon bei der blossen Vorstellung als erm\u00fcdend. Wenn es nach Sevim und Mehmet ginge, h\u00e4tten sie selbst auch viel sp\u00e4ter geheiratet. Gerne h\u00e4tten sie beide ihr akademisches Potential ausgesch\u00f6pft und vielleicht erst so mit 30 oder 35 die Familienplanung in Angriff genommen anstatt mit 21 und 22. Was h\u00e4tten sie sich nur dabei gedacht? \u00abNicht viel! Andere haben f\u00fcr uns gedacht\u00bb, am\u00fcsiert sich Mehmet \u00fcber ihre damalige Naivit\u00e4t. Das sei jetzt schon \u00fcber 36 Jahre her. \u00abZaman \u00e7abuk ge\u00e7iyor\u00bb, sagt Sevim lachend, was so viel bedeutet wie \u00abdie Zeit vergeht wie im Flug\u00bb.<\/p><p>Auf die Frage ob die Stadtz\u00fcrcher die Lust am Heiraten verlieren, kann man zweifelsohne mit \u00abJa\u00bb antworten. Nur gilt dieser Trend entgegen aller Vorurteile f\u00fcr Stadtz\u00fcrcher unterschiedlicher Staatsangeh\u00f6rigkeiten, die bis anhin als traditioneller respektive als heiratsaffiner galten. Die Verbindung von einzelnen Personen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit geschieht demnach durch den Lebensstil, der prim\u00e4r von der jeweiligen Stadt beeinflusst wird.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>[Anzahl W\u00f6rter: 1009 (exkl. Titel, Lead, Grafikbeschriftungen, Methodenbox)]<\/p><p><em>\u00a0<\/em><em>*Die Namen aller befragten Personen sind der Autorin bekannt.<\/em><\/p><p><em>**Im Blogbeitrag wurde f\u00fcr das bessere Leseverst\u00e4ndnis die m\u00e4nnliche Form (z.B. Stadtz\u00fcrcher, Italiener, T\u00fcrken usw.) benutzt. Selbstverst\u00e4ndlich ist hiermit immer auch die weibliche Form gemeint.<\/em><\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"wp_b_box\"><strong>Methodenbox<\/strong><br \/>\nPersonendaten wurden von der Statistik Stadt Z\u00fcrich (SSZ) bez\u00fcglich der Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Politikwissenschaft der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (IPZ) zur Verf\u00fcgung gestellt. Sie enth\u00e4lt \u00fcber 30 Variablen in mehreren Datens\u00e4tzen zur Stadt Z\u00fcrich: Bev\u00f6lkerung, Wegzug, Zuzug (1993 bis 2016) und ab 2008 bis 2013 f\u00fcr Geb\u00e4ude und Umzug. Der Jahresabschluss wurde zum Stichtag 31. Dezember des jeweiligen Jahres gemacht. Die Anonymisierung der Daten erfolgte durch die SSZ bevor diese dem Forschungsseminar \u00abDatenjournalismus\u00bb weitergeleitet wurden. Dementsprechend konnten keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf Einzelpersonen bei der Auswertung der Daten erfolgen.<\/p><p><strong>Validit\u00e4t der Datenauswertung<\/strong><br \/>\nAllgemein: Alle Variablen wurden dem Datensatz \u00abBev\u00f6lkerung\u00bb entnommen. Die Beobachtungen \u00abUnbekannt\u00bb der Variable \u00abZivilstand\u00bb wurden von der Datenauswertung ausgeschlossen.<\/p><p>Grafik 2: Die Alterskategorien von 20 bis 44 Jahren wurden zusammengefasst, wobei die Kategorie der 15 bis 19-J\u00e4hrigen wegen den 15 bis 17-J\u00e4hrigen nicht miteinbezogen wurde. Eine Unterteilung zwischen \u00abAusl\u00e4nder\u00bb und \u00abSchweizer\u00bb wurde bei der Visualisierung ber\u00fccksichtigt um auszuschliessen, dass der Trend der Ehem\u00fcdigkeit vor allem von Inl\u00e4ndern verursacht wird. Die Kategorien \u00abIn eingetragener Partnerschaft\u00bb sowie \u00abAufgel\u00f6ste Partnerschaft\u00bb wurden weggelassen, weil diese erst 2007 erfasst werden konnten und die Vergleichbarkeit fehlt. Die Kategorie \u00abVerwitwet\u00bb wurde ausser Acht gelassen, da es nicht wirklich zur Aussage bez\u00fcglich der These \u00abTrend zur Ehem\u00fcdigkeit\u00bb beitr\u00e4gt.<\/p><p>Grafik 3: Die Schweizer wurden in die Auswertung miteinbezogen, weil sie als Vergleich resp. \u00abBaseline\u00bb dienen. Die anderen Staatsangeh\u00f6rigkeiten wurden vor allem wegen ihrem Status als \u00abTop-Einwanderungsland\u00bb sowie der angeblichen \u00abHeiratsaffinit\u00e4t\u00bb ausgew\u00e4hlt. Obwohl die Nationalit\u00e4t \u00abSerbien, Montenegro, Kosovo\u00bb ab 2010 anders kategorisiert wurde (d.h. als voneinander unabh\u00e4ngige Nationalit\u00e4ten), wurde sie wegen ihrer vergleichsweise grossen Zahl an Beobachtungen trotzdem bis und mit 2009 ausgewertet.<\/p><p><strong>Abbildungsverzeichnis<\/strong><br \/>\nBeitragsbild: Screenshot des Facebook-Profils der Autorin. (http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Titel_Pic-Copy.png [16.12.2017]).<\/p><p>Grafik 1: Screenshot des Facebook-Profils der Autorin. (http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Titel_Pic.jpg [16.12.2017]).<\/p><p>Grafik 2: Sedef Bi\u00e7er, Daten: Statistik Stadt Z\u00fcrich: \u00abZivilstand der Stadtz\u00fcrcher im Alter von 20 &#8211; 44 Jahren. Anteil verheiratet, ledig und geschieden unterteilt in Ausl\u00e4nder und Schweizer, 1993 &#8211; 2016\u00bb. (http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Zeitreihe-2-1.png [29.12.2017]).<\/p><p>Grafik 3: Sedef Bi\u00e7er, Daten: Statistik Stadt Z\u00fcrich: \u00abZivilstand nach Alterskategorie und Nationalit\u00e4t. Anteil verheiratet, ledig und geschieden, 1993 &#8211; 2016\u00bb. (http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/smallMulitples.png [16.12.2017]).<\/p><p><strong>Inspirationsquelle<\/strong><br \/>\nStatistisches Amt des Kantons Z\u00fcrich, Statistik Info 14\/09 (2009): Trend zu h\u00f6herem Heiratsalter h\u00e4lt an. Ledige heiraten im Schnitt f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter als noch 1970. (http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/si_2009_14_heiratsalter.pdf [17.12.2017]).<\/p><p><strong>Anmerkungen zum Blogbeitrag<\/strong><br \/>\nTitel: Den Stadtz\u00fcrchern vergeht die Lust am Heiraten \u2013 unabh\u00e4ngig von der Nationalit\u00e4t<br \/>\nSedef Bi\u00e7er (sedef.bicer@uzh.ch)<br \/>\nForschungsseminar: Politischer Datenjournalismus (HS 2017)<br \/>\nDozierende: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Dr. Bruno W\u00fcest, Alexandra Kohler<br \/>\nAbgabedatum: 17.12.2017<br \/>\nKommentiertes R-Script: <a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/R_Script_Sedef_Bicer-2.txt\">R_Script_Sedef_Bicer<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die Bedeutung der traditionellen Ehe auf dem R\u00fcckmarsch ist, sind neuere Lebensformen wie Ein-Eltern-Familien, Konkubinat, LAT-Partnerschaften nicht mehr un\u00fcblich. Daneben dr\u00e4ngt sich das Single-Leben vor allem in den gr\u00f6sseren St\u00e4dten wie Z\u00fcrich in den Vordergrund. Gilt dieser Trend der Ehem\u00fcdigkeit entgegen aller Vorurteile auch f\u00fcr Stadtz\u00fcrcher unterschiedlicher Nationalit\u00e4ten?Chiara*, 36 und seit \u00fcber zehn Jahren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":89,"featured_media":14244,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[333,337,336,338,335,334],"class_list":["post-13843","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-ehemuedigkeit","tag-geschieden","tag-ledig","tag-stadtzuercher","tag-verheiratet","tag-zivilstand"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13843","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/89"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13843"}],"version-history":[{"count":70,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13843\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14878,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13843\/revisions\/14878"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14244"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13843"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13843"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}