{"id":14889,"date":"2018-04-27T22:09:36","date_gmt":"2018-04-27T20:09:36","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=14889"},"modified":"2018-06-21T08:31:56","modified_gmt":"2018-06-21T06:31:56","slug":"blog-eritrea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2018\/04\/27\/blog-eritrea\/","title":{"rendered":"Eritreer*innen in der Schweiz: Chronologie einer Debatte"},"content":{"rendered":"<h3>Der Bundesrat pr\u00fcft den Fl\u00fcchtlingsstatus von \u00fcber 3000 Eritreer*innen mit dem Ziel m\u00f6gliche Ausweisungen in die Wege zu leiten. Hier lesen Sie, wie es dazu kam, wie sich die politische Rhetorik von der Realit\u00e4t unterscheidet und wie sich die \u00f6ffentliche Debatte ver\u00e4ndert hat.<\/h3><p>Der politische Diskurs \u00fcber Gefl\u00fcchtete aus Eritrea wird in der Schweiz von zwei Extrempositionen dominiert. Die eine Seite verweist auf die unklare Menschenrechtslage in Eritrea und m\u00f6chte die Asylsuchenden besser integrieren. Die andere argumentiert, dass die Flucht vor dem Wehr- und Arbeitsdienst keinen Asylgrund darstellt und die R\u00fcckkehr in das ostafrikanische Land prinzipiell zumutbar sei. Angesichts dieser teils polemisch gef\u00fchrten Debatte kommt die Frage auf, wer eigentlich entlang der Fakten argumentiert und wie sich der \u00f6ffentliche Diskurs entwickelt hat.<\/p><p><strong>SVP greift die Thematik als erste Partei auf<\/strong><\/p><p>Die Schweizerische Volkspartei hat das Thema 2008 als erste Partei in ihren Communiqu\u00e9s aufgegriffen. Seither hat die SVP mehr Medienmitteilungen mit den Stichworten Eritrea und Eritreer ver\u00f6ffentlicht als alle anderen Parteien zusammen.\u00a0 Auch die Gr\u00fcnen und die CVP \u00e4ussern sich zum Thema. Abgeschlagen sind hingegen die FDP und die SP, die sich erst sp\u00e4t und zur\u00fcckhaltend zur Debatte \u00e4ussern. Ab 2010 hat auch der Bundesrat die Thematik in seinen Medienmitteilungen aufgegriffen. Die SVP hat einen Stein ins Rollen gebracht hat.<\/p>\n<div class=\"infogram-embed\" data-id=\"f0c4df3d-f56b-4b64-bc41-ebff688a32b7\" data-type=\"interactive\"><\/div><p><script>!function(e,t,s,i){var n=\"InfogramEmbeds\",o=e.getElementsByTagName(\"script\"),d=o[0],r=\/^http:\/.test(e.location)?\"http:\":\"https:\";if(\/^\\\/{2}\/.test(i)&&(i=r+i),window[n]&&window[n].initialized)window[n].process&&window[n].process();else if(!e.getElementById(s)){var a=e.createElement(\"script\");a.async=1,a.id=s,a.src=i,d.parentNode.insertBefore(a,d)}}(document,0,\"infogram-async\",\"\/\/e.infogram.com\/js\/dist\/embed-loader-min.js\");<\/script><\/p><p>Doch wie sieht die Entwicklung der Asylzahlen aus? 2006 wurden zum ersten Mal mehr als 1000 Asylantr\u00e4ge von eritreischen Staatsangeh\u00f6rigen der zweiten Fl\u00fcchtlingsgruppe gestellt. 2007 f\u00fchrte Eritrea die Asylstatistik der Schweiz zum ersten Mal an, seit 2011 nun durchgehend. Die Zahl der Asylantr\u00e4ge ist allerding seit 2015 gesamthaft r\u00fcckg\u00e4ngig, auch f\u00fcr Eritreer*innen. Dieser Trend geht laut dem <a href=\"https:\/\/www.sem.admin.ch\/sem\/de\/home\/aktuell\/news\/2018\/2018-04-17.html\">Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM)<\/a> voraussichtlich auch 2018 so weiter.<\/p>\n<div class=\"infogram-embed\" data-id=\"f0e44f61-27e4-4300-9989-3f025754199c\" data-type=\"interactive\"><\/div><p><script>!function(e,t,s,i){var n=\"InfogramEmbeds\",o=e.getElementsByTagName(\"script\"),d=o[0],r=\/^http:\/.test(e.location)?\"http:\":\"https:\";if(\/^\\\/{2}\/.test(i)&&(i=r+i),window[n]&&window[n].initialized)window[n].process&&window[n].process();else if(!e.getElementById(s)){var a=e.createElement(\"script\");a.async=1,a.id=s,a.src=i,d.parentNode.insertBefore(a,d)}}(document,0,\"infogram-async\",\"\/\/e.infogram.com\/js\/dist\/embed-loader-min.js\");<\/script><\/p><p><strong>Menschenrechtslage in Eritrea umstritten<\/strong><\/p><p>Ohne die Menschenrechtslage in Eritrea zu beleuchten, ist die Untersuchung der Thematik weder sinnvoll noch zielf\u00fchrend. Letztere ist schliesslich ausschlaggebend, wenn es um die Entscheidung geht, ob eine Ausweisung grunds\u00e4tzlich zumutbar ist oder nicht.<\/p><p>Folter, Verschleppungen und sexueller Missbrauch sind laut Amnesty International nach wie vor verbreitete Unterdr\u00fcckungsmethoden seitens der eritreischen Beh\u00f6rden. Besonders gef\u00e4hrdet seien jene, die geflohen sind um\u00a0dem Arbeits- und Milit\u00e4rdienst zu entkommen. Deren Verfolgung wird heute durch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte als politische eingestuft und internationale Gremien haben seit Jahren keinen Zutritt zu den Strafanstalten mehr. Die <a href=\"http:\/\/www.giveahand.ch\/files\/giveahand\/PDF\/1610-27_statement-keitarut_UNONewYork.pdf\">UNO<\/a> spricht von Folter und bezeichnet R\u00fcckf\u00fchrungen als unsicher.<\/p><p>Andere Stimmen sprechen von Verbesserungen der Lage. So zum Beispiel ein umstrittener <a href=\"https:\/\/www.nyidanmark.dk\/NR\/rdonlyres\/B28905F5-5C3F-409B-8A22-0DF0DACBDAEF\/0\/EritreareportEndeligversion.pdf\"><u>Bericht<\/u><\/a> einer d\u00e4nischen Untersuchungskommission, der ein relativ positives Bild der Lage zeichnet. Die Menschenrechtslage in Eritrea ist demnach umstritten. Eine Mehrheit der Berichte und die Erz\u00e4hlungen von Asylsuchenden zeigen allerdings, dass gerade f\u00fcr junge Gefl\u00fcchtete eine mehr als heikle Lage vorherrscht. Somit sind R\u00fcckf\u00fchrungen nach Eritrea ein Risiko f\u00fcr die betroffenen Personen oder zumindest von einer grossen Ungewissheit \u00fcber die Zukunft der Menschen begleitet.<\/p><p><strong>Die Debatte in der Schweiz<\/strong><\/p><p>Seit der Lancierung durch die SVP hat die Debatte an Quantit\u00e4t gewonnen. Parallel dazu nimmt die Anzahl der Asylgesuche ab und die Menschenrechtslage in Eritrea bleibt unklar bis unzumutbar. Die \u00f6ffentliche Debatte orientiert sich jedoch, wie der folgende Zeitstrahl zeigt, nur bedingt an dieser Realit\u00e4t.<\/p>\n<div class=\"infogram-embed\" data-id=\"fdfab68a-c50b-4196-b6cd-fb5411b820a5\" data-type=\"interactive\"><\/div><p><script>!function(e,t,s,i){var n=\"InfogramEmbeds\",o=e.getElementsByTagName(\"script\"),d=o[0],r=\/^http:\/.test(e.location)?\"http:\":\"https:\";if(\/^\\\/{2}\/.test(i)&&(i=r+i),window[n]&&window[n].initialized)window[n].process&&window[n].process();else if(!e.getElementById(s)){var a=e.createElement(\"script\");a.async=1,a.id=s,a.src=i,d.parentNode.insertBefore(a,d)}}(document,0,\"infogram-async\",\"\/\/e.infogram.com\/js\/dist\/embed-loader-min.js\");<\/script><\/p><p>Wie von der <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/1815\/asylpolitik\/jahrzehnt-der-schikanen\">Wochenzeitung<\/a> beschrieben, wird die politische Debatte 2006\/2007 vom damaligen Justizminister Christoph Blocher ausgel\u00f6st. Seine SVP greift die Thematik entsprechend fr\u00fch auf. Zusammen mit der CVP, die sich bald schon einbringt, spricht sie von \u00abMassenasylgesuchen\u00bb und \u00abasylfremden Motiven\u00bb. Das b\u00fcrgerliche Lager beschreibt Gefl\u00fcchtete, auch aus Eritrea, prim\u00e4r als eine Einheit. Die Gr\u00fcnen bedienen sich ebenfalls eines aggressiven Stils und attackieren die SVP inhaltlich. Dabei <a href=\"https:\/\/www.svp.ch\/news\/artikel\/editorials\/bitte-ein-flugticket-nach-eritrea-einfach\/\">framt<\/a> die Gr\u00fcne Partei das Thema anders: Sie unterstreicht, dass gefl\u00fcchtete Eritreer*innen wegen unsicheren Menschenrechtslage aufgenommen werden m\u00fcssen und kritisieren die Entrechtung von Fl\u00fcchtlingen. Die Gr\u00fcnen betonen die politischen Rechte der einzelnen gefl\u00fcchteten Personen.<\/p>\n<div class=\"infogram-embed\" data-id=\"508dd349-5304-469c-a539-1ac9f39280e1\" data-type=\"interactive\"><\/div><p><script>!function(e,t,s,i){var n=\"InfogramEmbeds\",o=e.getElementsByTagName(\"script\"),d=o[0],r=\/^http:\/.test(e.location)?\"http:\":\"https:\";if(\/^\\\/{2}\/.test(i)&&(i=r+i),window[n]&&window[n].initialized)window[n].process&&window[n].process();else if(!e.getElementById(s)){var a=e.createElement(\"script\");a.async=1,a.id=s,a.src=i,d.parentNode.insertBefore(a,d)}}(document,0,\"infogram-async\",\"\/\/e.infogram.com\/js\/dist\/embed-loader-min.js\");<\/script><\/p><p>In den darauffolgenden Jahren versch\u00e4rft sich die Wortwahl der Debatte: Auf der rechtsb\u00fcrgerlichen Seite wird vermehrt von &#8222;Asylchaos&#8220;, &#8222;Asylmissbrauch&#8220; und &#8222;Schengendebakel&#8220; gesprochen. SVP und CVP fordern eine Beschleunigung der Asylverfahren. Die SVP argumentiert mit dem Volkswillen und spricht sich explizit gegen die Aufnahme von Eritreer*innen aus. Die Thematik der eritreischen Asylsuchenden und die allgemeine Situation im Asylwesen werden f\u00fcr Angriffe auf Bundesr\u00e4tin Simonetta Sommaruga instrumentalisiert, die laut der SVP durch die Einf\u00fchrung der Kontingente ihr &#8222;wahres Gesicht gezeigt&#8220; habe.<\/p><p>Die CVP betont, dass bedrohte Personen trotz der Asylgesetzrevision auch in Zukunft Schutz erhalten werden. Die Gr\u00fcnen hingegen nutzen erneut ein anderes Frame als die b\u00fcrgerlichen Parteien: Sie sprechen von politisch engagierten Menschen, denen es Schutz zu gew\u00e4hren gilt und weisen auf Folter in Eritrea hin. Es f\u00e4llt auf, dass sich die Deutung der Situation im Rahmen der Debatte je nach politischer Ausrichtung unterscheidet. Bei der b\u00fcrgerlichen Forderung nach R\u00fcckf\u00fchrungen wird ignoriert, dass die Menschenrechtslage in Eritrea keine erwiesene Besserung durchgemacht hat und dass Eritrea keine ausgeschafften Personen aufnimmt.<\/p>\n<div class=\"infogram-embed\" data-id=\"e1b7a4f5-1f2a-4fc1-9696-8d20b79629e5\" data-type=\"interactive\"><\/div><p><script>!function(e,t,s,i){var n=\"InfogramEmbeds\",o=e.getElementsByTagName(\"script\"),d=o[0],r=\/^http:\/.test(e.location)?\"http:\":\"https:\";if(\/^\\\/{2}\/.test(i)&&(i=r+i),window[n]&&window[n].initialized)window[n].process&&window[n].process();else if(!e.getElementById(s)){var a=e.createElement(\"script\");a.async=1,a.id=s,a.src=i,d.parentNode.insertBefore(a,d)}}(document,0,\"infogram-async\",\"\/\/e.infogram.com\/js\/dist\/embed-loader-min.js\");<\/script><\/p><p>Zwischen 2015 und 2018 wird der Tonfall erneut geh\u00e4ssiger. Die Gr\u00fcnen greifen die SVP direkt an und werfen ihr vor, auf Kosten der Schutzbed\u00fcrftigen auf Stimmenfang zu gehen und bezeichnen dies als sch\u00e4ndlich. Die CVP scheint sich, nach der Wahl von Gerhard Pfister zum neuen Parteipr\u00e4sidenten 2016, verst\u00e4rkt mit dem Thema zu besch\u00e4ftigen:\u00a0 Die Zahl der Communiqu\u00e9s mit dem Stichwort Eritrea steigt leicht an, im Parlament werden zudem themenverwandte Vorst\u00f6sse eingereicht. Sowohl die SP als auch die FDP beginnen sich in ihren Medienmitteilungen zur Debatte zu \u00e4ussern. Das Thema ist definitiv im politischen Mainstream angekommen.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.svp.ch\/wp-content\/uploads\/26C5CF76-F903-485D-AB99123B055C780A-720x385.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" \/><\/div><p><em>Eine emotional gef\u00fchrte Debatte. Illustration in einem <a href=\"https:\/\/www.svp.ch\/news\/artikel\/editorials\/bitte-ein-flugticket-nach-eritrea-einfach\/\">Artikel<\/a> von SVP-Nationalr\u00e4tin Fl\u00fcckiger-B\u00e4ni (2015).<\/em><\/p><p>Der Bundesrat verst\u00e4rkt derweil seine Bem\u00fchungen zu Entwicklungszusammenarbeit, prim\u00e4r um Perspektiven zu schaffen. Dabei bleibt die Menschenrechtslage stets ein Thema. So wird beispielsweise der Zugang zu eritreischen Gef\u00e4ngnissen gefordert. Die Reisen von Beamten und Politiker*innen nach Eritrea zeigen, dass die Diskussion an Relevanz gewonnen hat &#8211; trotz den sinkenden Fl\u00fcchtlingszahlen. 2017 entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen, dass f\u00fcr gewisse Eritreer*innen die R\u00fcckkehr zumutbar sei, 2018 wird die Ausweisung von 3200 Gefl\u00fcchteten gepr\u00fcft.<\/p><p><strong>Was bleibt, ist die Unsicherheit<\/strong><\/p><p>Der Tonfall versch\u00e4rft sich und die Forderung, Eritreer*innen auszuweisen, wird zur einer allt\u00e4glichen politischen Haltung. W\u00e4hrend die Debatte immer sch\u00e4rfer wird, kann zur Situation in Eritrea keine eindeutige Aussage gemacht werden. Es scheint klar, dass die Menschenrechtslage mehr als problematisch ist. Die Mehrheit der NGOs und internationalen Akteure sprechen sich deshalb daf\u00fcr aus, dass Fl\u00fcchtlinge nicht ausgeschafft werden sollten: Es drohen ihnen Folter, Vergewaltigungen und unerkl\u00e4rtes Verschwinden.<\/p><p>Die politische Debatte hat \u00fcber die Zeit an Intensit\u00e4t gewonnen. Nicht nur haben die Medienmitteilungen von den Parteien und dem Bundesrat zugenommen, auch ist der Tonfall geh\u00e4ssiger geworden. Die Parteien nutzen die Methode des Framings um ihre Position zu st\u00e4rken: Die eine Seite spricht von Asylchaos und Dienstverweigerern, die andere von gefolterten politischen Aktivist*innen. Weiter f\u00e4llt auf, dass die SVP die Debatte seit ihren Anf\u00e4ngen pr\u00e4gt und lediglich in den Gr\u00fcnen einen politischen Gegenspieler gefunden hat. Die CVP ist nachgezogen und \u00fcber die Zeit sowohl im Tonfall als auch in den Forderungen radikaler geworden. All dies geschieht seit 2015 analog zu einer abnehmenden Zahl von eritreischen Asylgesuchen.<\/p><p>W\u00e4hrend die politische Debatte in der Schweiz hochkocht, blieb eines konstant: Eritrea ist ein Staat, der im besten Falle eine unklare Menschenrechtslage aufweist, im schlimmsten Fall foltert, Menschen verschwinden l\u00e4sst und erzwungene Abtreibungen durchf\u00fchrt. Die Debatte in der Schweiz entfernt sich somit immer mehr vor der Tatsache, dass Eritrea keine Gefl\u00fcchteten zur\u00fccknimmt und die unklare Lage keine R\u00fcckschaffungen erlauben.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"height: 601px\" width=\"232\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 575px;background-color: #d0f5a9\">\n<h4><strong>Datengrundlage und Methodik<br \/>\n<\/strong><\/h4><p>&nbsp;<\/p><p>Die Datengrundlage dieses Beitrags besteht aus allen verf\u00fcgbaren Medienmitteilungen der f\u00fcnf Parteien SVP, SP, FDP, CVP und Gr\u00fcne sowie des Bundesrats. Diese wurden gescrapt und als .txt File gespeichert. Jene Medienmitteilungen, die das Stichwort &#8222;Eritrea&#8220; oder &#8222;Eritreer&#8220; beinhalten, wurden anschliessend qualitativ auf Thematik, Ereignis, Tonalit\u00e4t und Wortwahl hin untersucht. Der Verlauf der Debatte wurde visualisiert und mit Medienberichten sowie Positionen von weiteren Akteur*innen erg\u00e4nzt und unterstrichen.<\/p><p>Die verwendeten Daten sind auf Anfrage beim Autor erh\u00e4ltlich.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Framing bezeichnet die Technik, mithilfe der Wortwahl bestimmte Gef\u00fchle und Assoziationen auszul\u00f6sen. Im politischen Rahmen geht es um eine konkrete Wortwahl, die die eigene Position st\u00e4rkt. Das Thema Flucht beispielsweise kann hinsichtlich der gef\u00e4hrlichen Migrationsrouten oder\u00a0 der Sicherung der Grenzen besprochen werden &#8211; je nach politischem Lager ist ein anderer Fokus dienlich.<\/p>\n<h4><strong>Anhang<br \/>\n<\/strong><\/h4><p>&nbsp;<\/p><p>Anzahl Worte exkl. Lead und Anhang: ca. 1150<\/p><p>Autor: Mathis Schnell (13-745-716)<br \/>\nKontakt: Mathis.schnell@uzh.ch<\/p><p>Eingereicht am 27.05.2018<\/p><p>Im Rahmen des Forschungsseminars Politischer Datenjournalismus bei Alexandra Kohler, und Dr. des. Bruno W\u00fcest am Institut f\u00fcr Politikwissenschaften der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, im Fr\u00fchlingssemester 2018.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p><strong>Datenverzeichnis<\/strong><\/p><p>Admin (2018): Medienmitteilungen des Bundesrats. (https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.html [05.05.2018]).<\/p><p>CVP Communiqu\u00e9s (2018). (https:\/\/www.cvp.ch\/index.php\/de\/taxonomy\/term\/71 [05.05.2018]).<\/p><p>Gr\u00fcne Schweiz Medientmitteilungen (2018). (http:\/\/www.gruene.ch\/gruene\/de\/die_gruenen\/medienmitteilungen.html [05.05.2018]).<\/p><p>FDP Medienmitteilungen (2018). (https:\/\/www.fdp.ch\/aktuell\/medienmitteilungen\/ [05.05.2018]).<\/p><p>SP Medienmitteilungen (2018). (https:\/\/www.sp-ps.ch\/de\/medienmitteilungen [05.05.2018]).<\/p><p>SVP Medienmitteilungen (2018). (https:\/\/www.svp.ch\/news\/artikel\/medienmitteilungen\/ [05.05.2018]).<\/p><p><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/p><p>Amnesty International (2015): Amnesty International Report 2014\/2015 &#8211; Eritrea. (http:\/\/www.refworld.org\/docid\/54f07df7c.html [17.05.2018]).<\/p><p>Asylrekurskommission (2006): Auszug aus dem Urteil der ARK vom 20. Dezember i.S. L.H., Eritrea. (http:\/\/www.ark-cra.ch\/emark\/2006\/03.htm [13.05.2018]).<\/p><p>BFM\/EJPD (2010): Die somalische und eritreeische Diaspora in der Schweiz. (https:\/\/www.sem.admin.ch\/dam\/data\/sem\/publiservice\/publikationen\/diaspora\/diasporastudie-eritrea-d.pdf [20.05.2018]).<\/p><p>Blick (2016): Eritrea ist nicht die H\u00f6lle. (https:\/\/www.blick.ch\/news\/exklusives-reisetagebuch-von-svp-nationalrat-thomas-aeschi-eritrea-ist-nicht-die-hoelle-id4663007.html [20.05.2018]).<\/p><p>Blocher, Christoph (2007): Fragen der Migration und Integration. Referat von Bundesrat Christoph Blocher an der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz, 30. Juni 2007, Liestal. (https:\/\/www.ejpd.admin.ch\/ejpd\/de\/home\/aktuell\/reden&#8212;interviews\/reden\/archiv\/reden_christoph_blocher\/2007\/2007-06-30.html [26.05.2018]).<\/p><p>Bundesverwaltungsgericht (2017): R\u00fcckkehr nach Eritrea zul\u00e4ssig und zumutbar. (https:\/\/www.bvger.ch\/dam\/bvger\/de\/dokumente\/2017\/09\/D-2311-2016_MM.pdf.download.pdf\/D-2311-2016_MM_dt.pdf [03.05.2018]).<\/p><p>EASO (2015): EASO-Bericht \u00fcber Herkunftsl\u00e4nderinformationen, L\u00e4nderfous Eritrea. (https:\/\/www.sem.admin.ch\/dam\/data\/sem\/internationales\/herkunftslaender\/afrika\/eri\/ERI-ber-easo-d.pdf [20.05.2018]).<\/p><p>Danish Immigration Service (2014): Eritrea \u2013 Drivers and Root Causes of Emigration, National Service and the Possibility of Return. (https:\/\/www.nyidanmark.dk\/NR\/rdonlyres\/B28905F5-5C3F-409B-8A22-0DF0DACBDAEF\/0\/EritreareportEndeligversion.pdf [05.05.2018]).<\/p><p>European Court of Human Rights (2017): Repors of Judgements and Decisions, Cumulative Index 1999-2014. (https:\/\/www.echr.coe.int\/Documents\/Index_1999-2014_ENG.pdf [04.05.2018]).<\/p><p>Fl\u00fcchtlingshilfe Schweiz: (2017): Fahrl\u00e4ssiges Urteil wider besseres Wissen. (https:\/\/www.fluechtlingshilfe.ch\/medien\/medienmitteilungen\/2017\/fahrlaessiges-urteil-wider-besseres-wissen.html [18.05.2018]).<\/p><p>Fl\u00fcckiger-B\u00e4ni, Sylvia (2015): &#8222;Bitte ein Flugticket nach Eritrea&#8220; &#8211; einfach! (https:\/\/www.svp.ch\/news\/artikel\/editorials\/bitte-ein-flugticket-nach-eritrea-einfach\/ [25.05.2018]).<\/p><p>Freedom House (2018): Freedom in Eritrea 2018. (https:\/\/freedomhouse.org\/report\/freedom-world\/2018\/eritrea [20.05.2018]).<\/p><p>NAU (2018): Andreas Glarner (SVP) h\u00e4tte bei Eritrea Demo alle \u00abeingesammelt und heimspediert\u00bb. (https:\/\/www.nau.ch\/politik-wirtschaft\/bundeshaus\/2018\/05\/18\/andreas-glarner-svp-hatte-bei-eritrea-demo-alle-eingesammelt-und-heimspediert-65340634 [25.05.2018]).<\/p><p>NZZ (2015): Eritreabericht ist eine &#8222;komplette Fehlleistung&#8220;. (https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/aktuelle-themen\/eritrea-bericht-ist-eine-komplette-fehlleistung-ld.1609 [21.05.2018]).<\/p><p>NZZ (2017): Die R\u00fcckkehr nach Eritrea ist nicht generell unzumutbar. (https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/bundesverwaltungsgericht-rueckkehr-nach-eritrea-nicht-generell-unzumutbar-ld.1313652 [04.05.2018]).<\/p><p>Politik und Kommunikation (2017): Wie Parteien politisches Framing im Wahlkampf nutzen. (https:\/\/www.svp.ch\/news\/artikel\/editorials\/bitte-ein-flugticket-nach-eritrea-einfach\/ [25.05.2018]).<\/p><p>Schick, Manon (AI) (2016): Schweizer Parlamentarier in Eritrea. Alles nur Fassasde. Kolummne im Tagesanzeiger vom 10.02.2016. (https:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/politblog\/index.php\/64517\/alles-nur-fassade\/ [03.05.2018]).<\/p><p>SEM (2018): Asylstatistik.<br \/>\n(https:\/\/www.sem.admin.ch\/sem\/de\/home\/publiservice\/statistik\/asylstatistik.html [12.05.2018]).<\/p><p>SEM (2018): Eritrea: H\u00e4ufig gestellte Fragen. (https:\/\/www.sem.admin.ch\/sem\/de\/home\/asyl\/eritrea\/faq.html [09.05.2018]).<\/p><p>SRF (1993): Eritrea ist unabh\u00e4ngig. (https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/me_schonvergessen\/video\/eritrea-ist-unabhaengig?id=81eae6fd-ba7f-4ba2-80fb-b6b192236aa6&station=69e8ac16-4327-4af4-b873-fd5cd6e895a7 [12.05.2018]).<\/p><p>SRF (2013): Asylgesetz klar angenommen (https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/abstimmungen\/abstimmungen\/asylgesetz\/asylgesetz-klar-angenommen [03.05.2018]).<\/p><p>SRF (2013): Chronologie: Asylrecht skuzessive versch\u00e4rft. (https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/abstimmungen\/abstimmung-vom-9-6-2013\/asylgesetz\/chronologie-asylrecht-sukzessive-verschaerft [20.05.2018]).<\/p><p>UNHCR (2014): Fact Finding Mission Report of the Danish Immigration Service,<br \/>\n\u201cEritrea \u2013 Drivers and Root Causes of Emigration, National Service and the Possibility of Return. Country of Origin Information for Use in the Asylum Determination Process\u201d, UNHCR\u2019s perspective. (www.ft.dk\/samling\/20141\/almdel\/uui\/bilag\/41\/1435206.pdf [04.05.2018]).<\/p><p>UNO (2016): Statement von der UNO zur Menschenrechtslage in Eritrea. (www.giveahand.ch\/files\/giveahand\/PDF\/1610-27_statement-keitarut_UNONewYork.pdf [21.05.2018]).<\/p><p>Wochenzeitung (2018): Jahrzehnt der Schikanen. (https:\/\/www.woz.ch\/1815\/asylpolitik\/jahrzehnt-der-schikanen [13.05.2018]).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrat pr\u00fcft den Fl\u00fcchtlingsstatus von \u00fcber 3000 Eritreer*innen mit dem Ziel m\u00f6gliche Ausweisungen in die Wege zu leiten. 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