{"id":16233,"date":"2019-01-08T17:07:14","date_gmt":"2019-01-08T16:07:14","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=16233"},"modified":"2019-02-08T17:13:06","modified_gmt":"2019-02-08T16:13:06","slug":"altbauwohnungen-in-zuerich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2019\/01\/08\/altbauwohnungen-in-zuerich\/","title":{"rendered":"Altbauwohnungen im alten und neuen Z\u00fcrich. Zwischen Statussymbolen und &#8222;Bruchbuden&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Altbauwohnungen sind bei vielen Wohnungssuchenden\u00a0sehr beliebt und gelten auch bei jungen Menschen oft als hip. Doch wer lebt schlussendlich tats\u00e4chlich darin? In Z\u00fcrich gibt es viele solcher alten Wohngeb\u00e4ude, die auch wesentlich zum heute bekannten Stadtbild beitragen. Ein genauerer Blick auf diese Wohngeb\u00e4ude und deren Bewohner zeigt, dass Altbau in Z\u00fcrich nicht immer gleich Altbau ist.<\/strong><\/h3>\n<h6>Oliver Roos, 06.01.2019<\/h6><p>&nbsp;<\/p><p>Am Altbau scheiden sich oft die Geister. F\u00fcr die einen verf\u00fcgen Wohnungen in solchen Geb\u00e4uden \u00fcber viel mehr Charme und Charakter als jene in irgendeinem Neubau. Mit den hohen Decken, sch\u00f6nen Aussenfassaden und alten, tollen Parketb\u00f6den entz\u00fcckt die &#8222;Traum-Altbauwohnung&#8220; fast jeden. Sie k\u00f6nnen aber auch sehr teuer sein und werden somit auch zu einem Statussymbol. In der Altstadt Z\u00fcrichs steht so auch gut und gerne mal eine <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/stadt\/Die-Altstadtwohnung-die-niemand-will\/story\/18538000\">schicke Altbauwohnung wegen einer \u00fcberrissenen Miete f\u00fcr \u00fcber ein Jahr frei<\/a>.\u00a0<span style=\"font-size: 16px;\">Des Weiteren sind Altbauwohnungen schlussendlich selten so, wie man es sich ausgemalt hat. So sehen andere in ihnen alles das,\u00a0was besonders viel \u00c4rger macht und immer mehr Kosten als geplant verursacht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch was ist ein Altbau \u00fcberhaupt? Jeder scheint eine Vorstellung zu haben, aber dennoch gibt es keine fixe Definition daf\u00fcr. Laut <a href=\"https:\/\/www.baunetzwissen.de\/altbau\/fachwissen\/baualtersstufen\/was-ist-ein-altbau-650028\">Baunetz_Wissen_<\/a>\u00a0ist ein Altbau ein Geb\u00e4ude im letzten Lebensabschnitt seiner Nutzungsdauer. Eine solche liegt bei einem Geb\u00e4ude bei ca. 80-90 Jahren. Somit begrenze ich meine Altbau-Definition hier auf alle Geb\u00e4ude die vor 1950 erbaut worden sind, da angenommen werden darf, dass gut 70-j\u00e4hrige Geb\u00e4ude in ihren letzten Abschnitt eintreten.<\/p><p>Vor allem in Deutschland sind Altbauten <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/29\/altbauwohnungen-neubau-vorliebe-deutschland\">popul\u00e4r<\/a>. Doch wie sieht das in der Schweiz aus? Schaut man sich Z\u00fcrich an, so stellt man fest, dass sich der \u00f6ffentliche Diskurs,\u00a0statt um alte Geb\u00e4ude, viel mehr um Neubauten dreht. Man diskutiert und streitet gerne \u00fcber den Bau gemeinn\u00fctziger Wohnungen oder ein neues Fussballstadium. Altbauten erhalten dahingegen seltener Aufmerksamkeit, obwohl sie omnipr\u00e4sent sind.\u00a0Die Bedeutsamkeit von Altbauten l\u00e4sst sich gut an der Stadtentwicklung Z\u00fcrichs beobachten. In der unteren Grafik wird diese veranschaulicht, indem f\u00fcr jedes Jahrzehnt, von 1850 bis heute, der Anteil an Geb\u00e4uden, die auch heute noch stehen und bewohnt sind, angezeigt wird.<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/media.giphy.com\/media\/7NUukN1Gm54Px2nKHn\/giphy.gif\" width=\"480\" height=\"448\" \/><\/p>\n<p class=\"wp-caption-text\">Baugeschichtliche Entwicklung der Stadt Z\u00fcrich von 1850 bis Stand 2010 (Daten: Statistik Stadt Z\u00fcrich; Grafik: Oliver Roos)<\/p>\n<\/div>\n<h3 class=\"article__title\"><strong>\u00abDie Stadt ist gebaut.\u00bb<\/strong><\/h3><p>Man erkennt rasch, wie sich die Stadt im Laufe ihrer Geschichte langsam um den alten mittelalterlichen Kern herum ausgebreitet hat. Als besonders einflussreiche Etappen der Baut\u00e4tigkeiten m\u00fcssen wohl die beiden\u00a0Eingemeindungen von 1889 und 1934 angesehen werden. Dabei wurden schrittweise die damals noch unabh\u00e4ngigen Ortschaften ausserhalb der Stadt einverleibt und zu neuen Quartieren gemacht. Dies trug schlussendlich auch zu deren raschen Urbanisierung bei. Nach einem weiteren Bauboom in den Nachkriegsjahren, kam es zu Beginn der 80er Jahre langsam zu einer Verlangsamung und Blockierung der Baut\u00e4tigkeiten. Mit dem bekannten <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/zuerich\/zuercher-strassen\/in-den-strassen-von-zuerich-neuzuzueger-in-zuerich-bevorzugen-diese-quartiere-ld.8353\">Zitat der ehemaligen Z\u00fcrcher Stadtr\u00e4tin Ursula Koch vor genau 30 Jahren<\/a>:\u00a0&#8222;Die Stadt ist gebaut&#8220;, legte Z\u00fcrich den Grundstein f\u00fcr einen Trendwechsel hin zu Verdichtung und Umbau. Diese Aussage zeigt sch\u00f6n, dass bei der verbauten Fl\u00e4che der Stadt nicht einfach tabula rasa gemacht werden kann. Alte Geb\u00e4ude verbleiben.<\/p><p>Aufgrund der Verlagerung der Bauentwicklung in die neueren Aussenquartiere, zeigt sich Z\u00fcrich heute besonders\u00a0facettenreich und hat viele Gesichter. Ein &#8222;altes Z\u00fcrich&#8220; mit seiner Altstadt und Hochschulen und ein &#8222;neues Z\u00fcrich&#8220; am Stadtrande. Witikon ist dabei das Quartier mit dem j\u00fcngsten Altersdurchschnitt seiner Geb\u00e4ude, gefolgt von H\u00f6ngg und Affoltern (alles Quartiere der zweiten Eingemeindung 1934).<\/p><p><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?attachment_id=16773\" rel=\"attachment wp-att-16826\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-16773 \" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/ridge_plot-2.png\" alt=\"\" width=\"738\" height=\"474\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/ridge_plot-2.png 4200w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/ridge_plot-2-300x193.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/ridge_plot-2-768x494.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/ridge_plot-2-1024x658.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><\/a><\/p><p>Nichtsdestotrotz stellt man noch genauer auf der Grafik unten fest, dass doch alle Quartiere alte Geb\u00e4ude aufweisen. Dass Altbauten mehr als die H\u00e4lfte (fast 60%) der in der Stadt bewohnten Geb\u00e4ude ausmachen, ist doch sehr eindr\u00fccklich. \u00a0Dies erm\u00f6glicht es, dass wir Altbauten miteinander vergleichen und uns anschauen k\u00f6nnen, was f\u00fcr Leute sich entschieden haben, in solchen zu wohnen. Unterscheiden sich diese Bewohner wesentlich von den nicht in Altbau Wohnenden?<\/p><p>Eine \u00dcberpr\u00fcfung aller Z\u00fcrcher Quartiere scheint zur Veranschaulichung nicht die beste L\u00f6sung zu sein um Muster zu erkennen, weshalb ich meinen Blick auf zwei Arten von Stadtteilen werfen werden. Zum einen auf solche, die das &#8222;neue&#8220; Z\u00fcrich repr\u00e4sentieren und zum andere auf die \u00e4ltesten Quartiere der Stadt.<\/p>\n<h3>Zuhause f\u00fcr tiefe Einkommen<\/h3><p>Ob eine Altbauwohnung nun gut renoviert, schick und somit eher reichere Leute anzieht, oder auf Umgangssprache eine \u201eBruchbude\u201c ist, l\u00e4sst sich nicht im Generellen sagen. Es gibt beides. Um dieser Fragen f\u00fcr Z\u00fcrich nachzugehen, lohnt sich ein Blick auf die Anteile der hohen und tiefen Einkommen in verschiedenen Z\u00fcrcher Quartieren zu werfen. Dadurch erf\u00e4hrt man mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr \u00fcber den Ausbaustandard von Altbauwohnungen. So ist zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass jemand mit hohem Einkommen in einer Wohnung mit heruntergekommenen Ausstattung lebt.<\/p><p><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?attachment_id=17235\" rel=\"attachment wp-att-17233\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-17235 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/einkommen_plot-6.png\" alt=\"\" width=\"4800\" height=\"3000\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/einkommen_plot-6.png 4800w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/einkommen_plot-6-300x188.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/einkommen_plot-6-768x480.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/einkommen_plot-6-1024x640.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 4800px) 100vw, 4800px\" \/><\/a><\/p><p>Bei der Betrachtung der guten (zwischen 180&#8217;000 und 360&#8217;000 CHF) \u00a0und sehr hohen (mehr als 360&#8217;000 CHF) Einkommen f\u00e4llt gleich ins Auge, dass in den neueren Aussenquartieren (rechte Seite der Grafik) die besser Verdienenden weniger oft im Altbau wohnen. In den Quartieren der Stadtmitte ist dieses Bild nicht so eindeutig. So zieht es in den Quartieren Hochschule, City, Langstrasse und Rathaus die gut Verdienenden tendenziell \u00f6fters in \u00e4ltere Geb\u00e4ude zum Leben, w\u00e4hrend auch dort die sehr hohen Einkommen relativ weniger oft in Altbauten zu finden sind. Der Anteil Menschen mit guten Einkommen im City Quartier, welche im Altbau leben, ist gut 10% h\u00f6her gegen\u00fcber den sp\u00e4ter errichteten Geb\u00e4uden. Das k\u00f6nnte dadurch erkl\u00e4rt werden, dass eine Altbauwohnung im Zentrum, in der sch\u00f6nen Altstadt, eher noch als Prestigeobjekt wahrgenommen wird.<\/p><p>Man erkennt weiter, dass es in allen Quartieren, abgesehen von der Langstrasse und dem Rathaus, wo die Mieten wohl allgemein unerschwinglich sind, prozentuell einen h\u00f6heren Anteil von Menschen niedriger Einkommen in Altbauwohnungen gibt. Dies zeigt, dass Altbauwohnungen mit oft auch veralteten Ausbaustandard in der Regel wohl noch erschwinglicher sind, als solche in neueren Geb\u00e4uden. In einer Stadt wie Z\u00fcrich, mit durchschnittlich hohen Mieten, ist jemand, der auf sein Geld schauen muss, froh um jede derartige Wohnung.<\/p><p>Diese Vermutung best\u00e4tigt sich auch bei der Betrachtung der Haushaltstypen. In allen Quartieren (abgesehen von Escher Wyss) gibt es verh\u00e4ltnism\u00e4ssig mehr Wohngemeinschaften, die oft von jungen, noch nicht so gut verdienenden Menschen gebildet werden, in Altbauwohnungen. Dahingegen ziehen Paare ohne Kinder, von denen angenommen werden kann, dass sie finanziell am Besten dastehen, verh\u00e4ltnism\u00e4ssig \u00f6fters den Einzug in neuere Geb\u00e4ude vor.<\/p><p><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?attachment_id=17236\" rel=\"attachment wp-att-17236\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-17236\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Haushaltstypen_plot-3.png\" alt=\"\" width=\"3000\" height=\"2100\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Haushaltstypen_plot-3.png 3000w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Haushaltstypen_plot-3-300x210.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Haushaltstypen_plot-3-768x538.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Haushaltstypen_plot-3-1024x717.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3000px) 100vw, 3000px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?attachment_id=17236\"><br \/>\n<\/a><\/p><p>Mit der voranschreitenden Verdichtung der Stadt und\u00a0dem Umbau alter Geb\u00e4ude mahnt\u00a0sich f\u00fcr die bestehenden Verh\u00e4ltnisse aber eine Entwicklung an. \u00a0&#8222;Z\u00fcrich darf nicht \u00fcberall gleich umgebaut und verdichtet werden&#8220;, erkl\u00e4rt\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/stadt\/Witikon-ist-kein-Boom-Quartier-mehr\/story\/17647724\">Stadtforscher Philipp Klaus<\/a>, &#8222;denn Verdichtung bedeutet in der Regel Neubauten und das bedeutet wiederum h\u00f6here Mieten.&#8220;\u00a0Verdichtung stellt somit die Gefahr der Verdr\u00e4ngung f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in Altbauten dar, die oft noch bezahlbare Mieten haben. Logischerweise k\u00f6nnen viele Altbauten nicht f\u00fcr immer stehen bleiben. Doch w\u00e4re es wichtig, bei der Umgestaltung den sozialen Status eines Quartiers zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<h3>Altbau ist <em>trendy<\/em><\/h3><p>Nicht zuletzt treffen Altbauwohnungen aber auch ein wenig den Nerv der Zeit. Sie stehen in einer Phase, in der sich vor allem j\u00fcngere Menschen wieder von der Masse absetzen m\u00f6chten, f\u00fcr Individualit\u00e4t und heben sich oft von den sp\u00e4ter so monoton errichteten Blockbauten ab. Dies, und wie oben schon besprochen gemeinhin tiefere Mieten, zieht deshalb auch junge Leute an, wie es in der letzten Grafik verdeutlicht wird. 20 &#8211; 29 J\u00e4hrige sind quartier\u00fcbergreifend oft in Altbauten zu finden.<\/p><p><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?attachment_id=17242\" rel=\"attachment wp-att-17241\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-17242 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Alterskohorten_plot-1.png\" alt=\"\" width=\"3600\" height=\"3000\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Alterskohorten_plot-1.png 3600w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Alterskohorten_plot-1-300x250.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Alterskohorten_plot-1-768x640.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Alterskohorten_plot-1-1024x853.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3600px) 100vw, 3600px\" \/><\/a><\/p><p>&nbsp;<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><b>Informationen zum Beitrag<\/b><br \/>\nBlogbeitrag im Rahmen des Seminars \u00abPolitischer Datenjournalismus\u00bb (HS 2018)<\/p><p>Eingereicht am 06.01.2018.<\/p><p><strong>Dozierende<\/strong>: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Dr. Bruno W\u00fcest, Alexandra Kohler<\/p><p><strong>Titel<\/strong>: \u201eAltbauwohnungen im alten und neuen Z\u00fcrich. Zwischen Statussymbolen und &#8222;Bruchbuden\u201c<\/p><p><strong>Anzahl W\u00f6rter <\/strong>(exkl. Lead, Anh\u00e4nge und Literaturverzeichnis)<strong>:\u00a0<\/strong>1111<\/p><p><strong>Verfasser<\/strong>: Oliver Roos, Matr. Nr. 15-710-890 | oliver.roos@bluewin.ch<\/p><p><strong>Selbstst\u00e4ndigkeitserkl\u00e4rung:<\/strong><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?attachment_id=16767\"> hier klicken<\/a><\/p><p>&nbsp;<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Daten und Methodische Anmerkungen:<\/strong><\/h5><p>&nbsp;<\/p><p>Die f\u00fcr diesen Blog verwendeten Daten wurden vom Amt f\u00fcr Statistik des Kantons Z\u00fcrich zur Verf\u00fcgung gestellt. Es wurde haupts\u00e4chlich mit dem <strong>Geb\u00e4udedatensatz<\/strong> gearbeitet, der seit 2008 auf einer j\u00e4hrlichen Basis alle Geb\u00e4ude der Stadt Z\u00fcrich mit Geb\u00e4udenummer und Baujahr erfasst. Dieser Datensatz wurde durch weitere Variablen aus anderen Datens\u00e4tzen erg\u00e4nzt, um Aussagen \u00fcber die Bev\u00f6lkerung und deren \u00a0Einkommen machen zu k\u00f6nnen. Mittels der Geb\u00e4udenummern, zum Beispiel, konnte f\u00fcr jedes Geb\u00e4ude auch ein Quartier zugeteilt werden<\/p><p>Aus dem <strong>Finanzdatensatz<\/strong>\u00a0kam das\u00a0Haushalts\u00e4quivalenzeinkommen, welches berechnet wird durch\u00a0die Summe aller Einkommen eines Haushalts geteilt durch die Haushalts\u00e4quivalenzpersonen (Kinder z\u00e4hlen nur proportional und nicht ganz), hinzu. Diese Variable wurde in vier grobe Kategorien eingeteilt &#8211; tiefes Einkommen, mittleres Einkommen, gutes und sehr hohes Einkommen &#8211; um die Visualisierungen \u00fcbersichtlicher zu machen.\u00a0Sowohl die Haushaltstypen als auch die Altersgruppen aus dem <strong>Bev\u00f6lkerungsdatensatz<\/strong> wurde zur besseren \u00dcbersicht in gr\u00f6ssere Kategorien umcodiert. Es muss zudem angemerkt werden, dass nicht alle Personen in diesem Datensatz auch eine Geb\u00e4udenummer zugeteilt hatten, weshalb sie der Untersuchung entfielen.<\/p><p>Um einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ob beispielsweise besonders viele Reiche in Altbauten leben, wurde in allen dies betreffenden Grafiken als Vergleichsm\u00f6glichkeit auch der Anteil f\u00fcr alle anderen Geb\u00e4ude, die nicht Altbau sind, hinzugef\u00fcgt.<\/p><p>Der Beitrag kommt bez\u00fcglich Validit\u00e4t dadurch an seine Grenzen, dass er nur einen kleinen Einblick gibt und keine generell g\u00fcltigen Zusammenh\u00e4nge machen kann. Es muss betont werden, dass es sich bei der Datenauswertung um rein deskriptive Statistik handelt.<\/p><p>Zur besseren Veranschaulichung und auch hinsichtlich der Machbarkeit wurde eine Auswahl getroffen. So ist unter anderem auch die Wahl der Quartiere entscheidend f\u00fcr die getroffenen Aussagen und kann auch nicht mit v\u00f6lliger Sicherheit repr\u00e4sentativ f\u00fcr alle \u201eneuen\u201c Quartiere stehen. Es wurde allerdings versucht, mit Escher-Wyss als modernes Trendquartier, H\u00f6ngg als Ort f\u00fcr Familien und Schwamendingen als Quartier mit hohem Ausl\u00e4nderanteil ein m\u00f6glichst vielf\u00e4ltiges Bild des &#8222;neuen&#8220; Z\u00fcrichs wiederzugeben.<\/p><p>Alle pr\u00e4sentierten Visualisierungen f\u00fcr diesen Blogbeitrag wurden mit RStudio erstellt. F\u00fcr die Einsicht ins R-Script:\u00a0<a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?attachment_id=16951\" rel=\"attachment wp-att-16951\">hier klicken.<\/a><\/p>\n<h5><strong>Folgende Quellen wurden f\u00fcr den Beitrag benutzt:<\/strong><\/h5><p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Albrecht, Philipp (Tagesanzeiger) (2011): Die Altstadtwohnung, die niemand will. (https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/stadt\/Witikon-ist-kein-Boom-Quartier-mehr\/story\/17647724 [04.01.2019]).<\/li>\n<li>Baunetz_Wissen_ (2008):\u00a0<span style=\"font-size: 16px;\">Was ist ein Altbau? (https:\/\/www.baunetzwissen.de\/altbau\/fachwissen\/baualtersstufen\/was-ist-ein-altbau-650028 [30.12.2018]).<\/span><\/li>\n<li>Kohler, Alexandra (NZZ) (2016):\u00a0<span style=\"font-size: 16px;\">Neuzuz\u00fcger bevorzugen diese Z\u00fcrcher Quartiere. (https:\/\/www.nzz.ch\/zuerich\/zuercher-strassen\/in-den-strassen-von-zuerich-neuzuzueger-in-zuerich-bevorzugen-diese-quartiere-ld.8353 [05.01.2019]).<\/span><\/li>\n<li>Lau, Thomas (2012): Kleine Geschichte Z\u00fcrichs. Friedrich Pustet Verlag, Regensburg.<\/li>\n<li>Rohrer, J\u00fcrg (Tagesanzeiger) (2017): &#8222;Witikon ist kein Boom-Quartier mehr&#8220;. (https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/stadt\/Witikon-ist-kein-Boom-Quartier-mehr\/story\/17647724 [02.01.2019]).<\/li>\n<li>Salm, Karin (Hochparterre) (2018):\u00a0<span style=\"font-size: 16px;\">Tr\u00e4f und prophetisch: \u00abDie Stadt ist gebaut.\u00bb (https:\/\/www.hochparterre.ch\/nachrichten\/planung-staedtebau\/blog\/post\/detail\/traef-und-prophetisch-die-stadt-ist-gebaut\/1521191057\/ [04.01.2019]).<\/span><\/li>\n<li>Schumacher, Claudia (Zeit-Online) (2018):\u00a0<span class=\"article-heading__kicker\" style=\"font-size: 16px;\">Altbauwohnungen<\/span><span class=\"visually-hidden\" style=\"font-size: 16px;\">: <\/span><span class=\"article-heading__title\" style=\"font-size: 16px;\">Abrei\u00dfen! Neu bauen! (https:\/\/www.zeit.de\/2018\/29\/altbauwohnungen-neubau-vorliebe-deutschland [04.01.2019]).<\/span><\/li>\n<\/ul><p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altbauwohnungen sind bei vielen Wohnungssuchenden\u00a0sehr beliebt und gelten auch bei jungen Menschen oft als hip. Doch wer lebt schlussendlich tats\u00e4chlich darin? In Z\u00fcrich gibt es viele solcher alten Wohngeb\u00e4ude, die auch wesentlich zum heute bekannten Stadtbild beitragen. Ein genauerer Blick auf diese Wohngeb\u00e4ude und deren Bewohner zeigt, dass Altbau in Z\u00fcrich nicht immer gleich Altbau [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":121,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-16233","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/121"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16233"}],"version-history":[{"count":62,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16233\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16906,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16233\/revisions\/16906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}