{"id":20585,"date":"2021-02-10T17:58:01","date_gmt":"2021-02-10T16:58:01","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=20585"},"modified":"2021-02-10T17:58:03","modified_gmt":"2021-02-10T16:58:03","slug":"wie-der-umgang-mit-dem-coronavirus-das-ansehen-des-bundesrates-veraendert-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2021\/02\/10\/wie-der-umgang-mit-dem-coronavirus-das-ansehen-des-bundesrates-veraendert-hat\/","title":{"rendered":"Wie der Umgang mit dem Coronavirus das Ansehen des Bundesrates ver\u00e4ndert hat"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Bundesrat ist seit dem Ausbruch des Coronavirus noch st\u00e4rker als \u00fcblich der \u00d6ffentlichkeit ausgesetzt. Eine Analyse zeigt, wie sich das auf das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung ausgewirkt hat \u2013 und wie das Urteil \u00fcber die Kommunikation ausf\u00e4llt.<\/h3>\n\n\n\n<p>Jonathan Progin<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/BR_Bundesratskarte_2021_Web.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22155\" width=\"770\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/BR_Bundesratskarte_2021_Web.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/BR_Bundesratskarte_2021_Web-300x211.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/BR_Bundesratskarte_2021_Web-768x541.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das offizielle Bundesratsfoto 2021: Die Landesregierung war im vergangenen Jahr stets unter Beobachtung (Bild: Markus Jegerlehner\/Schweizerische Bundeskanzlei).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Am 16. M\u00e4rz 2020 verk\u00fcndete der Bundesrat den Lockdown. L\u00e4den mussten schliessen, Schulen sattelten auf digitale Lehre um und wer konnte, arbeitete im Homeoffice. Bis zum Sommer fielen die Corona-Fallzahlen. Im Herbst stieg die Kurve wieder deutlich an: An Spitzentagen wurden t\u00e4glich bis zu achtmal mehr Neuinfektionen als im vergangenen Fr\u00fchling verzeichnet. Doch diesmal verzichtete die Politik auf einen Lockdown. Stattdessen sollten es die Kantone richten. <\/p>\n\n\n\n<p>Was folgte, war ein uneinheitliches Regelwerk zwischen den Regionen. Die Westschweiz verh\u00e4ngte den Lockdown; die Deutschschweiz w\u00e4hnte sich mit weniger Massnahmen in Sicherheit. Dass die Eind\u00e4mmung des Coronavirus Sache der Kantone sei, kam in der Bev\u00f6lkerung nicht \u00fcberall gut an. Es kristallisierte sich ein Nebeneffekt der Corona-Krise heraus: Die Autorit\u00e4t des Bundesrates begann zu br\u00f6ckeln.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Vertrauen in den Bundesrat hat stark abgenommen<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Auswertung von Umfragedaten zwischen M\u00e4rz und November zeigt nun, wie sich die Pandemie-Bek\u00e4mpfung auf das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung in den Bundesrat und auf das Urteil \u00fcber die beh\u00f6rdliche Kommunikation ausgewirkt hat. Die Teilnehmer*innen der Umfrage gaben an, wie gross ihr Vertrauen in die politische F\u00fchrung der Schweiz in Bezug auf die Bew\u00e4ltigung der Corona-Krise sei. In einer anderen Frage beurteilten die Befragten die Kommunikation durch Regierung und Verwaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich gaben die Teilnehmer*innen an, in welchem Kanton sie wohnhaft sind. Mit diesen Informationen lassen sich nun die unten stehenden Karten erstellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die folgende Abbildung zeigt das durchschnittliche Vertrauen in den Bundesrat vom 21. M\u00e4rz bis zum 2. November 2020 f\u00fcr die Schweiz. Die Karten sind nach den Zeitperioden gegliedert, in denen die Umfragedaten erhoben wurden. Insgesamt wurden die Befragungen w\u00e4hrend mehrerer Tage in f\u00fcnf Zeitperioden durchgef\u00fchrt, wodurch Meinungs\u00e4nderungen sichtbar werden. Aus diesem Grund sind f\u00fcnf Schweizerkarten abgebildet. Personen, die in dunkelblau eingef\u00e4rbten Kantonen wohnen, vertrauen dem Bundesrat mehr, als Personen in hellblau eingef\u00e4rbten Kantonen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_vertrauen-813x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23672\" width=\"750\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_vertrauen-813x1024.png 813w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_vertrauen-238x300.png 238w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_vertrauen-768x967.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_vertrauen-1220x1536.png 1220w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_vertrauen.png 1500w\" sizes=\"(max-width: 813px) 100vw, 813px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf den ersten Blick f\u00e4llt auf, dass die Bev\u00f6lkerung in der zweiten Corona-Welle weniger Vertrauen in den Bundesrat hatte als noch in der ersten Welle. Das zeigt die unterste hellblaue Karte, die die Werte von Ende Oktober bis Anfang November spiegelt. Besonders wenig Vertrauen hatten Tessiner*innen, Schwyzer*innen und Appenzeller*innen (Innerrhoden). <\/p>\n\n\n\n<p>Ausserdem f\u00e4llt die leichte Spaltung zwischen der lateinischen und deutschsprachigen Schweiz im M\u00e4rz auf. Die erste Karte zeigt, dass zu Beginn des Lockdown die Romandie und das Tessin dem Bundesrat weniger vertrauten als die \u00fcbrige Schweiz. Diese Spaltung hat sich allerdings aufgel\u00f6st. Im Juni brachten die Westschweizer*innen dem Bundesrat sogar mehr Vertrauen entgegen als die Deutschschweizer*innen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auch die Kommunikation der Beh\u00f6rden wird schlechter beurteilt<\/h3>\n\n\n\n<p>Nun folgt das Urteil \u00fcber die Kommunikation: Die folgenden Karten zeigen das durchschnittliche Urteil \u00fcber die Kommunikation durch Regierung und Verwaltung. Die f\u00fcnf Karten sind wiederum nach den Zeitperioden gegliedert, in denen die Umfragedaten erhoben wurden. Personen in dunkelrot eingef\u00e4rbten Kantonen beurteilen die Kommunikation besser als Personen in hellrot eingef\u00e4rbten Kantonen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_kommunikation-817x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23671\" width=\"750\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_kommunikation-817x1024.png 817w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_kommunikation-239x300.png 239w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_kommunikation-768x963.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_kommunikation-1226x1536.png 1226w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/map_kommunikation.png 1500w\" sizes=\"(max-width: 817px) 100vw, 817px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch hier springt die letzte Karte ins Auge, die zeigt, dass die Bev\u00f6lkerung der beh\u00f6rdlichen Kommunikation im Herbst ein schlechteres Zeugnis ausstellte als im Fr\u00fchling. Hotspots sind die Kantone Glarus und Schwyz, deren Einwohner*innen nicht gut auf die Kommunikation zu sprechen waren. Im Gegensatz dazu waren Tessiner*innen und die Romands milder in ihrem Urteil.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessanterweise l\u00e4sst sich im Kommunikationsurteil ebenfalls eine anf\u00e4ngliche Divergenz zwischen den Sprachregionen feststellen. So bewerteten im M\u00e4rz die West- und S\u00fcdschweizer*innen die Kommunikation eher schlechter als Deutschschweizer*innen. Von April bis Juni kam die Kommunikation der Beh\u00f6rden gut bis sehr gut an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Schl\u00fcsse erlauben diese Daten?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die anf\u00e4ngliche Spaltung zwischen den Sprachregionen kann an der geographischen Lage der Kantone liegen \u2013 die Tessiner*innen machten aufgrund ihrer N\u00e4he zu Norditalien schon fr\u00fch Erfahrungen mit dem Virus. Im Verlauf der ersten Welle r\u00fcckten die Regionen zusammen. Doch die beinahe harmonische Stimmung kippte in der zweiten Welle, als die Werte f\u00fcr Vertrauen und f\u00fcr Kommunikation abnahmen. Woran das liegt, zeigen die Karten nicht. Ein m\u00f6glicher Grund k\u00f6nnte sein, dass der Bundesrat im Gegensatz zum Fr\u00fchling nicht die Z\u00fcgel an sich riss.<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist, dass beide Werte im Herbst abnahmen. Daher stellt sich die Frage, ob das Vertrauen in den Bundesrat mit dem Urteil \u00fcber die beh\u00f6rdliche Kommunikation zusammenh\u00e4ngt \u2013 und ob dabei das Geschlecht, das Alter, das Bildungsniveau oder das Einkommen der Befragten eine Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu wurde eine weitere Analyse durchgef\u00fchrt, die den m\u00f6glichen Zusammenhang zwischen Vertrauen und Kommunikation aufzeigen kann. Die folgende Grafik bildet die Resultate dieser Analyse f\u00fcr die zweite Corona-Welle ab. Je gr\u00f6sser ein Wert ist, desto mehr Einfluss auf das Vertrauen in den Bundesrat hat dieser. Und je mehr Sterne den Wert begleiten, desto sicherer ist der Zusammenhang.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23668\" width=\"750\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat-1024x1024.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat-300x300.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat-150x150.png 150w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat-768x768.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat-1536x1536.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat-60x60.png 60w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat-220x220.png 220w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/plot_einfluss_vertrauen_bundesrat.png 1800w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Klar ersichtlich ist, dass das Urteil \u00fcber die Kommunikation mit 0.73 einen grossen Einfluss auf Vertrauen hat. Anders ausgedr\u00fcckt: Wenn wir das Vertrauen in den Bundesrat (Skala von 1 bis 5) um 1 erh\u00f6hen, dann steigt das Urteil \u00fcber die Kommunikation um 0.73 Skalenpunkte (Skala von 1 bis 5). Zudem ist dieser Wert hochsignifikant. Die drei Sterne bedeuten, dass die Wahrscheinlichkeit eines Irrtums bei diesem Wert unter 0.1 Prozent liegt. Im Gegensatz dazu scheint das Geschlecht keine Rolle zu spielen: M\u00e4nner (-0.01) scheinen dem Bundesrat zwar \u00e4usserst knapp weniger zu vertrauen als Frauen, aber dieser sehr kleine Unterschied ist vernachl\u00e4ssigbar. Zus\u00e4tzlich kommt hinzu, dass bei diesem Wert keine Sterne abgebildet sind, was auf keinen signifikanten Einfluss hinweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Alter der Befragten hat offenbar keinen Einfluss (-0.02 und 0.00) auf das Vertrauen. Der Einfluss ist hier zwar bei beiden Werten hochsignifikant, aber betr\u00e4gt ohnehin null oder fast null. Der Wert \u00abAlter quadriert\u00bb wurde f\u00fcr eine pr\u00e4zisere Analyse einbezogen, \u00e4ndert aber nichts am Einfluss auf das Vertrauen. Beim Bildungsniveau und dem monatlichen Haushaltseinkommen sieht die Sache wieder anders aus: Personen mit einem h\u00f6heren Bildungsniveau bringen dem Bundesrat mehr Vertrauen entgegen als diejenigen, die ein mittleres oder ein tiefes Bildungsniveau (nicht abgebildet) haben. Der mittlere Wert deutet aber auf keinen signifikanten Einfluss hin. Beim Haushaltseinkommen l\u00e4sst sich generell festhalten, dass Personen mit einem h\u00f6heren Einkommen dem Bundesrat mehr vertrauen als weniger gut verdienende. Bei beiden Werten sind drei Sterne abgebildet, was auf einen hochsignifikanten Effekt hinweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vertrauensverlust und das schlechtere Kommunikationsurteil in der zweiten Corona-Welle kommen nicht von ungef\u00e4hr: Die Werte weisen einen Zusammenhang auf; sie korrelieren positiv miteinander. Doch Korrelation bedeutet nicht Kausalit\u00e4t. Nur weil das Vertrauen in den Bundesrat und das Urteil \u00fcber die beh\u00f6rdliche Kommunikation zusammenh\u00e4ngen, heisst das nicht, dass das eine das andere verursacht. Trotzdem konnte die Analyse Tendenzen aufzeigen. In einer Krise sind Vertrauen und Kommunikation nicht voneinander zu trennen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"background-color:#dce0e4\" class=\"has-background\"><strong>Daten und Methode<\/strong><br>Die verwendeten Daten stammen aus dem Corona-Monitor von der Forschungsstelle <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/sotomo.ch\/site\/\" target=\"_blank\">sotomo<\/a> und wurden im Forschungsseminar zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Grundgesamtheit der Befragung bildet die Wohnbev\u00f6lkerung der Schweiz ab 15 Jahren. Die <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/dienstleistungen\/geostat\/geodaten-bundesstatistik\/administrative-grenzen\/generalisierte-gemeindegrenzen.assetdetail.14776419.html\" target=\"_blank\">Daten<\/a> f\u00fcr die Schweizerkarten (Kantonsgrenzen, usw.) stammen vom Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) und sind frei zug\u00e4nglich. Die Berechnungen und Erstellung der Karten und Grafiken wurden im Statistikprogramm R vorgenommen. Der Code kann <a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/DDJ-R-Code_jprogin.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">hier<\/a> eingesehen werden. <br><br>Zuerst wurde f\u00fcr die beiden Karten jeweils ein Datensatz erstellt, der die analysierten Variablen (Vertrauen, Kommunikation) und die Kantone beinhaltet. Um das Vertrauen in den Bundesrat und Kommunikationsurteil m\u00f6glichst proportional wiederzugeben, wurde der gewichtete Mittelwert pro Kanton berechnet. Ausserdem wurden in beiden Karten Auslandschweizer*innen exkludiert, da sie vom Coronavirus in der Schweiz nicht direkt betroffen sind. Danach wurden die berechneten Werte auf die Karte \u00fcbertragen und schliesslich visualisiert. <br><br>F\u00fcr die Regressionsanalyse wurde in einem ersten Schritt ein Datensatz erstellt, der nur Daten aus der f\u00fcnften Umfragewelle im Herbst und die zu untersuchenden Variablen (Vertrauen, Kommunikation, Einkommen, Bildung, Alter, Geschlecht) enthielt. Nach Bereinigung und Gewichtung der Daten konnten die Angaben von 30\u2019495 Personen verwendet werden. Die Variablen f\u00fcr Einkommen und Bildung wurden in drei Kategorien (hoch, mittel, tief) unterteilt. Im n\u00e4chsten Schritt wurde die Regression mit Gewichtung durchgef\u00fchrt und die Resultate f\u00fcr Interessierte in dieser <a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Tabelle_Vertrauen_Bundesrat.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Tabelle<\/a> zusammengefasst. Dort ist ersichtlich, dass beim Einkommen und bei der Bildung jeweils das tiefste Niveau als Referenzkategorie genommen wurde. Und beim Geschlecht wurden Personen, die ihr Geschlecht nicht angegeben haben, ebenfalls der Referenzkategorie zugeordnet. Ausserdem zeigt das Bestimmtheitsmass R-Quadrat einen Wert von 0.45 an. Das heisst, das etwa 45 Prozent des Vertrauens durch das Kommunikationsurteil \u00aberkl\u00e4rt\u00bb werden kann. Zuletzt wurde dann die im Blogbeitrag abgebildete Grafik erstellt.<br><br>Der Zusammenhang zwischen Vertrauen und Kommunikation ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen, da besonders die zweite Frage zur Kommunikation (\u00abWie beurteilen Sie die Kommunikation durch Regierung und Verwaltung?\u00bb) nicht direkt den Bundesrat adressiert. Ausserdem wurde der Zusammenhang ausschliesslich f\u00fcr die zweite Corona-Welle im Herbst festgestellt. Um mehr \u00fcber diesen Zusammenhang herauszufinden, w\u00fcrde sich eine Analyse \u00fcber den gesamten Zeitraum der Umfrage eignen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"background-color:#dce0e4\" class=\"has-background\"><strong>Informationen zum Blogbeitrag<\/strong><br><strong>Autor:<\/strong>&nbsp;Jonathan Progin, 16-703-209, jonathan.progin@uzh.ch<br><strong>Modul:<\/strong>&nbsp;Vorbereitung zum Forschungsseminar Politischer Datenjournalismus<br><strong>Dozierende:&nbsp;<\/strong>Fabrizio Gilardi, Bruno W\u00fcest, Alexandra Kohler<br><strong>Abgabedatum:<\/strong>&nbsp;03.01.2021<br><strong>Anzahl Worte:<\/strong>&nbsp;1038<br><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Selbststaendigkeitserklaerung_DDJ_Blog_HS20_jprogin.pdf\" target=\"_blank\">Selbst\u00e4ndigkeitserkl\u00e4rung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrat ist seit dem Ausbruch des Coronavirus noch st\u00e4rker als \u00fcblich der \u00d6ffentlichkeit ausgesetzt. 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