{"id":20797,"date":"2021-02-08T16:47:43","date_gmt":"2021-02-08T15:47:43","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=20797"},"modified":"2021-02-08T16:47:45","modified_gmt":"2021-02-08T15:47:45","slug":"der-corona-graben-gibt-es-ihn-wirklich-oder-ist-er-nur-ein-scheingebilde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2021\/02\/08\/der-corona-graben-gibt-es-ihn-wirklich-oder-ist-er-nur-ein-scheingebilde\/","title":{"rendered":"Der Corona-Graben: Gibt es ihn wirklich oder ist er nur ein Scheingebilde?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Im November wurden die Ursachen der stark steigenden Coronazahlen in der Romandie kontrovers diskutiert. Weder Wissenschaft noch Politik schienen hierf\u00fcr eine plausible Erkl\u00e4rung zu haben. Nun werden die g\u00e4ngigsten Thesen hierzu einem Faktencheck unterzogen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweiz wurde von der zweiten Corona-Welle hart getroffen. Ende Oktober respektive Anfang November erreichten die t\u00e4glich gemeldeten Neuinfektionen H\u00f6chstwerte von gegen zehntausend. Auffallend hierbei war, dass gerade die Romandie im Vergleich zur Deutschschweiz st\u00e4rker steigende Fallzahlen zu verzeichnen hatte trotz strengerer Corona-Massnahmen. <\/p>\n\n\n\n<p>Dementsprechend ratlos zeigten sich Experten aus Politik und Wissenschaft. \u00dcbrig blieben nur Spekulationen und Vermutungen zu den wahren Gr\u00fcnden der hohen Infektionszahlen in der Romandie, an denen sich auch die Medien rege beteiligten. So stellte beispielsweise der <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/warum-hat-die-westschweiz-so-viele-infektionen-948291745145\">Tagesanzeiger<\/a> konkrete Thesen zur Erkl\u00e4rung dieses Ph\u00e4nomens auf. <\/p>\n\n\n\n<p>Ob die Romands effektiv weniger Angst vor dem Virus haben, mehr in Feierlaune sind und weniger auf Eigenverantwortung setzen, wird hier mittels neu publizierten Daten der Forschungsstelle Sotomo zum Corona Monitoring \u00fcberpr\u00fcft. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Angst ist immer noch pr\u00e4sent<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr die steigenden Coronazahlen in der Romandie wurde wiederholt die schwindende Angst vor dem Virus angegeben. Die Argumentation hier: Nimmt die Angst vor dem Virus ab, so verh\u00e4lt man sich dementsprechend fahrl\u00e4ssig und riskiert damit eine Ansteckung. Ein Blick auf die Karte l\u00e4sst vermuten, dass dies f\u00fcr die Romandie, das Tessin und Graub\u00fcnden nicht zutrifft.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in der lateinischen Schweiz und in Graub\u00fcnden grassiert die Angst vor dem Virus nach wie vor. Lediglich der Jura tanzt hier ein wenig aus der Reihe und schliesst sich damit den Kantonen aus der Ost- und Zentralschweiz an, wo die Angst vor einer Covid-19-Erkrankung verh\u00e4ltnism\u00e4ssig gering ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4ss den Umfragedaten von Sotomo deutet folglich wenig daraufhin, dass die Angst vor einer Covid-19-Erkrankung ein massgeblicher Grund f\u00fcr die hohen Infektionszahlen in der Romandie darstellt. Umso mehr lassen die tiefen prozentualen Werte in der Ostschweiz aufhorchen. Gerade diese Regionen haben wenige Wochen sp\u00e4ter f\u00fcr Schlagzeilen gesorgt, da die Coronazahlen dort pl\u00f6tzlich rapide anstiegen. Greift hier wom\u00f6glich die schwindende Angst vor einer Ansteckung als Erkl\u00e4rung?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/angst_corona-2-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23657\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/angst_corona-2-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/angst_corona-2-300x150.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/angst_corona-2-768x384.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/angst_corona-2-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/angst_corona-2-2048x1024.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wo kein Kontakt ist,\nist auch kein \u201eTodesk\u00fcsschen\u201c <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere These, die von mehreren Medien aufgegriffen wurde, ist jene des sagenumwobenen \u201eTodesk\u00fcsschens\u201c. Gerade im Zusammenhang mit dem viel zitierten Corona-Graben wurde argumentiert, dass sich die Romands aufgrund ihrer kulturellen Tradition vermehrt zur Begr\u00fcssung K\u00fcsschen geben und sich damit einem erh\u00f6hten Risiko aussetzen w\u00fcrden, sich mit Corona zu infizieren. Ganz abgesehen davon, ob es bez\u00fcglich der Begr\u00fcssungsrituale effektiv grosse kulturelle Unterschiede gibt, h\u00e4lt dieses Argument ohnehin nur stand, wenn die Anzahl der Kontakte in der Romandie auch bedeutend h\u00f6her gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Schaut man sich die durchschnittliche Anzahl Personen an, mit denen die Befragten innert einer Woche ausser Haus Kontakt hatten, so f\u00e4llt Zweierlei auf. Zum einen zeigen sich nur marginale Unterschiede zwischen den Kantonen beziehungsweise den Regionen. Zum anderen ist der Durschnitt der Anzahl Kontakte mit einer Spannweite von 19.1 bis 26.2 auffallend hoch, was die stark steigenden Fallzahlen in der Romandie und sp\u00e4ter auch in der Deutschschweiz erkl\u00e4ren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"569\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_barplot-1-1024x569.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23656\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_barplot-1-1024x569.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_barplot-1-300x167.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_barplot-1-768x427.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_barplot-1-1536x853.jpg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_barplot-1-2048x1138.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei der genauen Verteilung der Anzahl Kontakte pro Kanton fallen Appenzell Innerrhoden, Glarus, Luzern, Neuenburg und Zug auf, in denen jeweils \u00fcber 30% der Befragten angegeben haben, sich mit mehr als 21 Personen getroffen zu haben.  Auch hier akzentuieren sich die Unterschiede prim\u00e4r innerhalb der Kantone und nicht zwischen den Regionen.                                                  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"796\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_multiples-1-1024x796.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23658\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_multiples-1-1024x796.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_multiples-1-300x233.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_multiples-1-768x597.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_multiples-1-1536x1195.jpg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Anzahl_Kontakte_multiples-1-2048x1593.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dieser Erkenntnis wird also das Argument entkr\u00e4ftet, dass die Feierlaune in der Romandie \u00fcberproportional gewesen w\u00e4re. Da die Anzahl der Kontakte schweizweit sehr hoch war, die Fallzahlen jedoch anfangs November insbesondere in der Romandie in die H\u00f6he schnellten, ist aber das Argument des Todesk\u00fcsschens nicht g\u00e4nzlich von der Hand zu weisen.  Auch wenn nat\u00fcrlich offen bleibt, ob die kulturellen Unterschiede in der Begr\u00fcssung effektiv bestehen.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fatale Staatsgl\u00e4ubigkeit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Motto \u201eVertrauen ist gut \u2013\nKontrolle ist besser\u201c wurde den Romands unterstellt, dass ihre \u201efatale\nStaatsgl\u00e4ubigkeit\u201c an den steigenden Coronazahlen schuld sei. Dieser Logik\nzufolge w\u00fcrden die staatsgl\u00e4ubigen Westschweizer\nerst dann reagieren, wenn ihre Kantonsregierungen klare Vorgaben machen und das\n\u00f6ffentliche Leben einschr\u00e4nken, w\u00e4hrend die Deutschschweizer die Kontrolle\nselbst in die Hand nehmen und auf Eigenverantwortung setzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Blick auf die folgende Grafik scheint diese These vorerst zu bekr\u00e4ftigen. So ist das Vertrauen in die Kantonsregierung in Bezug auf die Bew\u00e4ltigung der Corona-Krise in der lateinischen Schweiz zusammen mit Bern und Graub\u00fcnden deutlich gr\u00f6sser als in der Zentral- und Ostschweiz. Dabei stechen der Jura und das Tessin mit einem besonders grossen und der Kanton Schwyz mit einem besonders geringen Vertrauen ins Auge. Doch die entscheidende Frage ist hier: Ist dieses Vertrauen in die Kantonsregierung etwas Schlechtes? Wohl eher nicht. Denn in einer derartigen Krisensituation ist die ganze Gesellschaft darauf angewiesen, dass jemand die Z\u00fcgel in die Hand nimmt und uns sicher aus dieser Corona-Krise f\u00fchrt. Wie soll das ohne jegliches Vertrauen in die Regierung funktionieren? <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Karte_VertrauenKR-1-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23659\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Karte_VertrauenKR-1-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Karte_VertrauenKR-1-300x150.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Karte_VertrauenKR-1-768x384.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Karte_VertrauenKR-1-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Karte_VertrauenKR-1-2048x1024.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich\nist auch die Eigenverantwortung f\u00fcr eine nachhaltige Reduktion der Coronazahlen\nelementar. Darauf macht auch das SECO in einer im Juli erschienen <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Strukturwandel_Wachstum\/Wachstum\/wp_15_wirksamkeit_nicht_pharma_massnahmen_covid19.html\">Studie<\/a> aufmerksam:&nbsp; Die\nWirksamkeit der Corona-Massnahmen darf nicht isoliert von den freiwilligen\nVerhaltensanpassungen betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vertrauen in die Kantonsregierung in Bezug auf die Bew\u00e4ltigung der Corona-Krise und die damit wahrscheinlich einhergehende Einhaltung der beschlossenen Corona-Massnahmen funktioniert also nur, wenn auch die Bereitschaft, das Verhalten anzupassen, vorhanden ist. Das eine schliesst aber das andere nicht aus. Es kann also unabh\u00e4ngig vom Vertrauensgrad in die Kantonsregierung eine starke oder schwache Eigenverantwortung vorliegen. Sicher ist, dass Vertrauen in die Kantonsregierung nicht pauschal als etwas Schlechtes abgetan werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Worin liegt dann die\nErkl\u00e4rung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nUmfrage-Daten von Sotomo haben zwar gezeigt, dass Unterschiede zwischen den\nKantonen bestehen in Bezug auf die Angst vor einer Covid-19 Erkrankung, der\nAnzahl Kontakte und dem Vertrauen in die Regierung bez\u00fcglich der Bew\u00e4ltigung\nder Corona-Krise. Sie zeigen aber auch, dass diese Unterschiede nicht stur\nentlang des angeblichen Corona-Grabens verlaufen. <\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Kontext interessant ist, dass <a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.04.01.20050039v1.full.pdf\">Wissenschaftler <\/a>darauf aufmerksam machen, dass auch soziodemographische und sozio\u00f6konomische Eigenschaften einen entscheidenden Einfluss auf die Adaption von Corona-Massanahmen haben k\u00f6nnen. Plausibel scheint also ein Zusammenspiel von regionalen Unterschieden und sozialen Gegebenheiten. Die Erkl\u00e4rung der unterschiedlich steigenden Infektionszahlen nur im Argument eines \u201eCorona-Grabens\u201c zu suchen, greift demnach zu kurz. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-very-light-gray-background-color has-background\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p><strong>Informationen zum Blogbeitrag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Titel: Der Corona-Graben: Gibt es ihn wirklich oder ist er nur ein Scheingebilde?<\/p>\n\n\n\n<p>Name: Sophie Sch\u00e4fer<br>Matrikelnummer: 16-728-651<br>E-Mail: sophie.schaefer@uzh.ch<\/p>\n\n\n\n<p>Seminar: Politischer Datenjournalismus (HS 2020)<br>Leitung: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Alexandra Kohler, Bruno W\u00fcst<br>Abgabedatum:  03. Januar 2021<\/p>\n\n\n\n<p>Anzahl W\u00f6rter: 968<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Selbst\u00e4ndigkeitserkl\u00e4rung.pdf\">Selbst\u00e4ndigkeitserkl\u00e4rung<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-very-light-gray-background-color has-background\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Atchison, Christina J., Bowman, Leigh, Vrinten, Charlotte, Redd, Rozlyn, Prister\u00e0, Philippa, Eaton, Jeffrey W. und Ward, Helen (2020): Perceptions and behavioural responses of the general public during the COVID-19 pandemic: A cross-sectional survey of UK Adults. <em>medRxiv, <\/em>doi: https:\/\/doi.org\/10.1101\/2020.04.01.20050039.<\/p>\n\n\n\n<p>Reichen, Philippe (2020): Warum hat die Westschweiz so viele Infektionen? (https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/warum-hat-die-westschweiz-so-viele-infektionen-948291745145 [16.11.2020])<\/p>\n\n\n\n<p>Rutz, Samuel, Mattmann,  Matteo,  Crede, Ann-Kathrin, Funk,  Michael, Siffert, Anja und H\u00e4ner, Melanie (2020): \u00abWirksamkeit nicht-pharmazeutischer Massnahmen zur Eind\u00e4mmung des Coronavirus \u2013 Eine \u00dcbersicht\u00bb. Grundlagen f\u00fcr die Wirtschaftspolitik Nr. 15. Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO, Bern, Schweiz.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-very-light-gray-background-color has-background\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Analyse wurden die Daten des Corona-Monitorings der 5. Umfragewelle (06.11.2020) verwendet, die von der Forschungsstelle sotomo zur Verf\u00fcgung gestellt wurden. Der Datensatz enth\u00e4lt Einstellungen und Verhaltensweisen der Befragten in Bezug auf Corona und viele weitere Pandemie-bezogene Variablen. Die Befragung zum 5. SRG-Corona-Monitor dauerte insgesamt vom 23. Oktober bis zum 2. November 2020. In die Auswertung flossen damit die Antworten von insgesamt 42\u2019425 Befragten ein. Durch die statistische Gewichtung sind die Ergebnisse dieser Befragungsreihe repr\u00e4sentativ f\u00fcr die sprachlich integrierte Wohnbev\u00f6lkerung der Schweiz ab 15 Jahren.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-very-light-gray-background-color has-background\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p><strong>Analyse und Validit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Datenanalyse besteht vorwiegend aus deskriptiven Methoden. Alle untersuchten Einstellungen bez\u00fcglich Corona wurden pro Kanton aggregiert, um allf\u00e4llige Unterschiede zwischen den Kantonen feststellen zu k\u00f6nnen. Zudem flossen f\u00fcr jede untersuchte Variable jeweils die gewichteten Werte pro Kanton ein, um die Repr\u00e4sentativit\u00e4t der gefundenen Ergebnisse zu gew\u00e4hrleisten. <\/p>\n\n\n\n<p>Da der Kanton Appenzell Innerrhoden in der untersuchten Umfrage nur 49 Observationen aufweist, wurden die Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden in den Grafiken zusammengefasst, um die Repr\u00e4sentativit\u00e4t zu wahren. Eine Ausnahme bildet die Grafik der Small Multiples, wo die beiden Kantone wieder bewusst einzeln dargestellt wurden, um einen vertieften Einblick in die Situation der einzelnen Kantone zu gew\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Code zur Analyse und den Grafiken finden Sie <a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Blogbeitrag_Sch\u00e4fer.html\">hier<\/a>.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im November wurden die Ursachen der stark steigenden Coronazahlen in der Romandie kontrovers diskutiert. Weder Wissenschaft noch Politik schienen hierf\u00fcr eine plausible Erkl\u00e4rung zu haben. Nun werden die g\u00e4ngigsten Thesen hierzu einem Faktencheck unterzogen.Die Schweiz wurde von der zweiten Corona-Welle hart getroffen. Ende Oktober respektive Anfang November erreichten die t\u00e4glich gemeldeten Neuinfektionen H\u00f6chstwerte von gegen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":147,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[388,379,385],"class_list":["post-20797","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-corona-graben","tag-covid-19","tag-pandemie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20797","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/147"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20797"}],"version-history":[{"count":38,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20797\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23664,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20797\/revisions\/23664"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20797"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20797"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20797"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}