{"id":20869,"date":"2021-03-01T19:00:23","date_gmt":"2021-03-01T18:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=20869"},"modified":"2021-03-01T19:00:26","modified_gmt":"2021-03-01T18:00:26","slug":"corona-und-medienkonsum-wo-sich-massnahmenkritiker-ihre-meinung-bilden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2021\/03\/01\/corona-und-medienkonsum-wo-sich-massnahmenkritiker-ihre-meinung-bilden\/","title":{"rendered":"Corona und Medienkonsum: Wo sich Massnahmenkritiker ihre Meinung bilden"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kritiker der Corona-Massnahmen halten wenig von der Berichterstattung der Schweizer Medien. Das spiegelt sich in ihrem Medienkonsum. Zwei Informationskan\u00e4le spielen dabei eine zentrale Rolle.<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit Mai 2020 finden in verschiedenen Schweizer St\u00e4dten Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen statt. So bunt gemischt die Teilnehmer dieser Demos sind, so vielf\u00e4ltig und teils skurril sind ihre Parolen. S\u00e4tze wie \u00abDie Panik-Macher&nbsp;\u2013 Schweizer Medien\u00bb, \u00abGrundrechte sind unantastbar, insbesondere in Krisen\u00bb oder \u00abBundesrat = Volksverrat\u00bb prangen auf den Schildern der Demonstrierenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Teilnehmer einer Demo berichtete im Mai der <a href=\"https:\/\/www.luzernerzeitung.ch\/schweiz\/die-polizei-loest-vor-dem-bundeshaus-eine-kundgebung-gegen-den-bundesrat-auf-doch-bereits-wird-fuer-friedenstauben-geworben-ld.1217203\">\u00abLuzerner Zeitung\u00bb<\/a>: \u00abAn dieser Kundgebung haben Leute aus einem breiten Spektrum der Bev\u00f6lkerung teilgenommen, die selber und kritisch denken, sich auf alternativen Kan\u00e4len informieren und den Mainstream-Medien nicht alles glauben\u00bb. Ein weiterer Demonstrant schlug im selben Monat gegen\u00fcber der <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2020\/05\/30\/der-malwiederstand-der-corona-rebellen\">\u00abRepublik\u00bb<\/a> \u00e4hnliche T\u00f6ne an. Als er den Medien Interviews gab und sp\u00e4ter die Ausstrahlung sah, f\u00fchlte er sich nicht richtig wiedergegeben. Sein Vertrauen in die sogenannten \u00abMainstream-Medien\u00bb ist gebrochen. Mittlerweile sucht er sich seine Informationen im Internet zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ablehnung gegen\u00fcber den \u00abMainstream-Medien\u00bb und der Vorwurf, die Medien w\u00fcrden Panik verbreiten, z\u00e4hlen zu den h\u00e4ufigsten \u00dcberzeugungen der Corona-Demonstrierenden. Es stellt sich daher die Frage, wie sich Massnahmenkritiker informieren. Und inwiefern sich ihr Konsumverhalten von jenem der Bef\u00fcrworter unterscheidet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kommunikation wird zunehmend negativ bewertet<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eine repr\u00e4sentative Umfrage der Forschungsstelle <a href=\"https:\/\/sotomo.ch\/site\/\">sotomo<\/a> gibt Aufschluss \u00fcber den Medienkonsum der Schweizer Bev\u00f6lkerung und deren Einsch\u00e4tzung der \u00f6ffentlichen Kommunikation w\u00e4hrend der Corona-Pandemie. Die Umfragewerte zwischen M\u00e4rz und Oktober zeichnen ein klares Bild. Sowohl Bef\u00fcrworter als auch Gegner der Corona-Massnahmen sind zunehmend unzufrieden mit der Kommunikation durch Regierung und Verwaltung. Besonders im Oktober b\u00fcsst die \u00f6ffentliche Kommunikation an Reputation ein. Obschon die Kritiker die Beh\u00f6rdenkommunikation grunds\u00e4tzlich schlechter bewerten, l\u00e4sst sich bei beiden Gruppen eine klare negative Tendenz beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beh\u00f6rdenkommunikation wird immer schlechter bewertet<\/strong><br><em>Wie beurteilen Sie die Kommunikation durch Regierung und Verwaltung? (1 sehr schlecht &#8211; 5 sehr gut)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Beh\u00f6rdenkommunikation-1024x731.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23751\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Neben der staatlichen Kommunikation durch Regierung und Beh\u00f6rden spielen die Medien eine Schl\u00fcsselrolle im \u00f6ffentlichen Diskurs rund um die Corona-Pandemie. Selten war ein Thema so stark pr\u00e4sent in den Schweizer Medien. Doch Massnahmenbef\u00fcrworter und -gegner bewerten die Medienberichterstattung zum Coronavirus unterschiedlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders bei den Kritikern wird zunehmend eine Ablehnung gegen\u00fcber den etablierten Medien sichtbar. Die grosse Mehrheit der Massnahmenkritikerinnen findet, Schweizer Medien tragen zu Panik bei und \u00fcbertreiben mit ihrer Dauerberichterstattung. So waren im Oktober gerade mal f\u00fcnf Prozent der befragten Massnahmengegner der Ansicht, dass die Medien Informationen zum Coronavirus sachlich einordnen. Massnahmenbef\u00fcrworter beobachten die Medienberichterstattung zwar ebenfalls kritisch, jedoch sind im Oktober immer noch fast die H\u00e4lfte der Meinung, Medien w\u00fcrden umfassend \u00fcber die Pandemie informieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laut Massnahmen-Gegner verbreiten die Medien immer mehr Panik<\/strong><br><em>Wie beurteilen Sie die Berichterstattung der Schweizer Medien zum Coronavirus insgesamt? (Mehrere Antworten m\u00f6glich)<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienberichterstattung-1024x717.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23752\" width=\"809\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienberichterstattung-1024x717.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienberichterstattung-300x210.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienberichterstattung-768x538.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienberichterstattung-1536x1075.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienberichterstattung-2048x1434.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 809px) 100vw, 809px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unterschiede verdeutlichen sich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht nur die Einsch\u00e4tzung der Medienberichterstattung unterscheidet sich zwischen den beiden Gruppen, sondern auch die Art und Weise, wie sie sich informieren. Besonders aufschlussreich ist ein Blick auf die zeitliche Entwicklung des Medienkonsums. Im April unterscheiden sich Kritiker und Bef\u00fcrworter noch kaum. Die Pandemie hat vor wenigen Wochen die Schweiz erreicht, der landesweite Shutdown wurde verh\u00e4ngt und verl\u00e4ssliche Informationen zum Coronavirus und den getroffenen Massnahmen findet man vor allem auf offiziellen Kan\u00e4len. Demnach sind zu dieser Zeit auch klassische Medien, sowie die offiziellen Webseiten des Bundes f\u00fcr beide Gruppen die wichtigsten Informationskan\u00e4le.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Medienkonsum entwickelt sich unterschiedlich<\/strong><br><em>Welche der folgenden Informationskan\u00e4le sind in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie besonders wichtig f\u00fcr ihr Verhalten? (Mehrere Antworten m\u00f6glich)<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienkonsum-Entwicklung-1-1024x717.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23754\" width=\"819\" height=\"573\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienkonsum-Entwicklung-1-1024x717.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienkonsum-Entwicklung-1-300x210.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienkonsum-Entwicklung-1-768x538.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienkonsum-Entwicklung-1-1536x1075.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Medienkonsum-Entwicklung-1-2048x1434.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Doch mit dem Fortschreiten der Pandemie, entwickelt sich das Konsumverhalten der beiden Lager unterschiedlich. W\u00e4hrend im Juni mehr als drei Viertel der Massnahmenbef\u00fcrworter klassische Medien f\u00fcr ihr Verhalten als wichtig einstufen, sind es bei den Kritikern lediglich die H\u00e4lfte. Bei den offiziellen Webseiten des Bundes sieht es \u00e4hnlich aus. Massnahmenbef\u00fcrworter bewerten diese als weitaus wichtiger f\u00fcr ihr Verhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls auffallend: Im Verlauf der Pandemie gewannen f\u00fcr beide Gruppen die sozialen Medien und das pers\u00f6nliche Umfeld an Wichtigkeit. Doch nicht in gleichem Masse. Im Juni stufen rund ein Drittel der Massnahmenkritiker die beiden Kan\u00e4le als wichtige Informationsquellen ein. Bei den Bef\u00fcrwortern sind es lediglich 18 beziehungsweise 21 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kritiker bevorzugen die sozialen Medien und das pers\u00f6nliche Umfeld<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders im <strong>Juni<\/strong> sind die Unterschiede zwischen Massnahmengegnern und Bef\u00fcrwortern auffallend gross. Eine genauere Betrachtung der Umfragewerte in diesem Monat zeigt: Massnahmenkritiker informieren sich bedeutend mehr \u00fcber die sozialen Medien und ihr pers\u00f6nliches Umfeld. Sind f\u00fcr die Massnahmenkritikerinnen also die klassischen Medien und die offiziellen Webseiten des Bundes zunehmend irrelevant? Nicht ganz. Beide Kan\u00e4le wurden bei den Kritikern am h\u00e4ufigsten als wichtige Informationsquelle genannt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Soziale Medien und pers\u00f6nliches Umfeld f\u00fcr Gegner wichtiger<\/strong><br><em>Welche der folgenden Informationskan\u00e4le sind in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie besonders wichtig f\u00fcr ihr Verhalten? (Mehrere Antworten m\u00f6glich<\/em>) [Anteil in %]<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dumbbell-Plot-1024x652.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-23755\" width=\"808\" height=\"514\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dumbbell-Plot-1024x652.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dumbbell-Plot-300x191.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dumbbell-Plot-768x489.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dumbbell-Plot-1536x977.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dumbbell-Plot-2048x1303.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 808px) 100vw, 808px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Doch gerade hier besteht ihre gr\u00f6sste Diskrepanz im Vergleich zu den Bef\u00fcrwortern. Bei den Massnahmen-Bef\u00fcrwortern wurden klassische Medien und die Webseiten des Bundes mit Abstand am meisten genannt. Der Medienkonsum bei den Massnahmengegnern ist hingegen ausgeglichener. Die klassischen Medien sind zwar an der Spitze, doch die offiziellen Webseiten des Bundes, die sozialen Medien und das pers\u00f6nliche Umfeld wurden von den Kritikern ungef\u00e4hr gleich oft genannt. Einzig die offiziellen Warn- und Informationsapps, sowie Informationen des Hausarztes werden selten als wichtig erachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Klar ist, Massnahmengegner halten wenig von der Berichterstattung der Schweizer Medien. Wahrscheinlich informieren sie sich genau deswegen \u00f6fter \u00fcber die sozialen Medien oder lassen sich von ihrem pers\u00f6nlichen Umfeld beeinflussen. Trotzdem, immer noch jeder zweite Kritiker stuft die Informationen aus den klassischen Medien als wichtig ein. Das ist erstaunlich, da im Juni nur gerade zehn Prozent der Kritiker die Medienberichterstattung als sachlich einstuften. <\/p>\n\n\n\n<p> Die Befragungsdaten zeigen, dass Massnahmenkritiker andere Informationskan\u00e4le als wichtig erachten, als Bef\u00fcrworter. Es stellt sich jedoch  die Frage, welche Inhalte auf den einzelnen Kan\u00e4len von den Kritikern konsumiert werden. Anhand der Umfragedaten ist dies leider nicht ersichtlich. Auch ist fraglich, welchen klassischen Medien die Kritiker ihre Aufmerksamkeit schenken. Denn auch bei den etablierten Medien gibt es massnahmenkritischere Medientitel. <\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in der zweiten Welle scheint die Spaltung der zwei Lager immer gr\u00f6sser zu werden. In der Bev\u00f6lkerung ist zunehmend eine gewisse \u00abCorona-M\u00fcdigkeit\u00bb zu sp\u00fcren. Die Einsch\u00e4tzung der Medienberichterstattung und der beh\u00f6rdlichen Kommunikation hat sich wahrscheinlich weiter verschlechtert. Die vorliegende Analyse deutet darauf hin, dass mit dem Fortschreiten der Pandemie, die Differenzen zwischen Massnahmenkritikern und -bef\u00fcrwortern gr\u00f6sser werden. Ob sich jedoch der Graben im Medienkonsum zwischen Bef\u00fcrwortern und Gegnern weiter vergr\u00f6ssert, wird die Zeit zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Informationen zum Blogbeitrag<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-pale-cyan-blue-background-color\"><strong>Name:<\/strong> Valentin Kathriner<br><strong>Matrikelnummer:<\/strong> 14-703-482<br><strong>E-Mail:<\/strong> valentin.kathriner@uzh.ch<br><br><strong>Seminar:<\/strong> Vorbereitungsseminar Politischer Datenjournalismus (HS 2020)<br><strong>Leitung:<\/strong> Fabrizio Gilardi, Alexandra Kohler, Bruno W\u00fcest<br><br><strong>Abgabedatum:<\/strong> 3. Januar 2021<br><strong>Anzahl W\u00f6rter:<\/strong> 927<br><br><a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Selbststaendigkeitserklaerung_kathriner.pdf\">Selbst\u00e4ndigkeitserkl\u00e4rung<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Methode<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-pale-cyan-blue-background-color\"><strong>Daten<\/strong><br><br>F\u00fcr die Analyse wurden die Daten des Corona-Monitors der Forschungsstelle <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"sotomo (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/sotomo.ch\/site\/\" target=\"_blank\">sotomo<\/a> verwendet. Die Daten enthalten die Ergebnisse von f\u00fcnf Umfragewellen (M\u00e4rz, April, Mai, Juni, Oktober) zur Corona-Pandemie in der Schweiz. Die Befragungen gew\u00e4hren einen Einblick in die Auswirkungen der Krise auf den Alltag, die Stimmungslage und die Haltungen der Bev\u00f6lkerung in der Corona-Krise. Die Ergebnisse der Befragung sind repr\u00e4sentativ f\u00fcr die sprachlich integrierte Wohnbev\u00f6lkerung der Schweiz ab 15 Jahren.<br><br><strong>Analyse<\/strong><br><br>Der vorliegende Beitrag untersucht prim\u00e4r die Unterschiede im Medienkonsum und der Einsch\u00e4tzung der \u00f6ffentlichen Kommunikation zwischen den Bef\u00fcrwortern und Gegnern der Corona-Massnahmen. Die Angaben zur Wichtigkeit der einzelnen Informationskan\u00e4le wurden jedoch nur in Befragungswelle zwei bis vier erhoben. Deshalb konnte auch nur der Zeitraum zwischen April und Juni f\u00fcr diese Auswertung genauer betrachtet werden.  <br><br>Als Massnahmenbef\u00fcrworter wurden Personen definiert, die mit den (zum Zeitpunkt der Befragung geltenden) <em>bewegungseinschr\u00e4nkenden<\/em> Massnahmen einverstanden waren oder strengere Massnahmen forderten. Massnahmengegner sind Personen, welche die Massnahmen als \u00fcbertrieben einstuften. Da sich die Massnahmen \u00fcber den Befragungszeitraum ver\u00e4nderten, sollten die Ergebnisse dieser Analyse im Kontext der jeweils geltenden Massnahmen betrachtet werden.<br><br>Die Zustimmung zu wirtschaftlichen Massnahmen (z.B. Lockdown) wurde nicht in die Analyse integriert.  Bei wirtschaftlichen Massnahmen besteht die Gefahr, dass pers\u00f6nliche Interessen (z.B. Existenz\u00e4ngste) h\u00e4ufiger Einfluss auf die Zustimmung oder Ablehnung nehmen. Bewegungseinschr\u00e4nkende Massnahmen hingegen betreffen alle Teile der Bev\u00f6lkerung fast gleichermassen.<br><br>Die Ergebnisse der Analyse k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich als valide betrachtet werden, da die Umfragewerte repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Schweizer Bev\u00f6lkerung sind. Es ist jedoch anzumerken, dass keine statistischen Verfahren angewendet wurden, um die Unterschiede auf ihre Signifikanz zu \u00fcberpr\u00fcfen.<br><br>Die Dokumentation der Analyse findet sich unter folgendem <a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/R-Code_kathriner-final.html\">Link<\/a>.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-pale-cyan-blue-background-color\">Ritscher, A. (2020, 30. Mai). Der Malwiderstand. https:\/\/www.republik.ch\/2020\/05\/30\/der-malwiederstand-der-corona-rebellen<br><br>Von Matt, O. (2020, 2. Mai). Die Polizei l\u00f6st vor dem Bundeshaus eine Kundgebung gegen den Bundesrat auf &#8211; doch bereits wird f\u00fcr Friedenstauben geworben. https:\/\/www.luzernerzeitung.ch\/schweiz\/die-polizei-loest-vor-dem-bundeshaus-eine-kundgebung-gegen-den-bundesrat-auf-doch-bereits-wird-fuer-friedenstauben-geworben-ld.1217203<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kritiker der Corona-Massnahmen halten wenig von der Berichterstattung der Schweizer Medien. Das spiegelt sich in ihrem Medienkonsum. Zwei Informationskan\u00e4le spielen dabei eine zentrale Rolle.Seit Mai 2020 finden in verschiedenen Schweizer St\u00e4dten Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen statt. So bunt gemischt die Teilnehmer dieser Demos sind, so vielf\u00e4ltig und teils skurril sind ihre Parolen. 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