{"id":23893,"date":"2021-09-13T09:09:43","date_gmt":"2021-09-13T07:09:43","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=23893"},"modified":"2024-10-14T21:32:16","modified_gmt":"2024-10-14T19:32:16","slug":"der-blick-schreibt-ueber-netflix-serien-die-nzz-ueber-home-office-so-haben-deutschschweizer-medien-u%cc%88ber-das-coronavirus-berichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2021\/09\/13\/der-blick-schreibt-ueber-netflix-serien-die-nzz-ueber-home-office-so-haben-deutschschweizer-medien-u%cc%88ber-das-coronavirus-berichtet\/","title":{"rendered":"Der \u00abBlick\u00bb schreibt \u00fcber Netflix-Serien, die NZZ \u00fcber Home-Office \u2013 so haben Deutschschweizer Medien u\u0308ber das Coronavirus berichtet"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2020 dominierte das Coronavirus nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Schlagzeilen. Eine Analyse von Artikeln zeigt nun, wie ausgew\u00e4hlte Deutschschweizer Medien \u00fcber die Pandemie berichtet haben.<\/h3>\n\n\n\n<p>Die neusten Fallzahlen, unz\u00e4hlige Pressekonferenzen des Bundesrates oder die aktuellsten Studien zum Virus: Im letzten Jahr schrieben Schweizer Journalist*innen zigtausende Artikel zu einem grossen Thema, der Corona-Pandemie. Damit stiessen sie auf viele Abnehmer*innen, denn die Zugriffszahlen auf den Webseiten der Medien schnellten in die H\u00f6he. Das Informationsbed\u00fcrfnis in der Bev\u00f6lkerung war riesig.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wie sieht der Blick hinter die Schlagzeilen aus? Wie genau haben die Zeitungen und Online-Medien \u00fcber das Coronavirus geschrieben? Was stand f\u00fcr die Journalist*innen bei der \u00abNeuen Z\u00fcrcher Zeitung\u00bb, beim \u00abTages-Anzeiger\u00bb oder beim \u00abBlick\u00bb im Fokus? Und \u00fcberhaupt: Wie viele Artikel \u00fcber Corona sind eigentlich erschienen?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Corona-Begriffe dominieren die Berichterstattung im ganzen Jahr 2020<\/h3>\n\n\n\n<p>Antworten auf diese Fragen liefert eine Auswertung von \u00fcber 330&#8217;000 Artikel, die im letzten Jahr in Deutschschweizer Medien ver\u00f6ffentlicht wurden. Die verwendeten Artikel stammen aus der Schweizer Mediendatenbank (SMD); ein Archiv, das Texte aus Medien digital aufbewahrt. Mit diesen Text-Daten l\u00e4sst sich zeigen, wie ein bestimmtes Medium \u00fcber Corona berichtet hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Die folgende Abbildung zeigt die durchschnittliche H\u00e4ufigkeit von Corona-Begriffen in Deutschschweizer Medien f\u00fcr das vergangene Jahr. Auffallend: Besonders die erste Corona-Welle im M\u00e4rz und April 2020 schl\u00e4gt sich in der Verwendung von W\u00f6rtern wie \u00abCoronavirus\u00bb, \u00abPandemie\u00bb oder \u00abLockdown\u00bb nieder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"640\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_rel-1024x640.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-26186\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_rel-1024x640.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_rel-300x188.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_rel-768x480.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_rel-1536x960.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_rel-2048x1280.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Unmittelbar nach dem Lockdown vom 16. M\u00e4rz 2020 betrug der durchschnittliche Anteil von Corona-Begriffen pro Artikel am Tag mehr als zwei Prozent. Das Thema dominierte die Berichterstattung. Erst mit dem R\u00fcckgang der Fallzahlen im Mai nahm die Salienz des Themas ab; es wurden leicht weniger Corona-Begriffe benutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommer zeigte sich ein \u00e4hnliches Bild: Corona-W\u00f6rter waren mit einem durchschnittlichen Anteil von \u00fcber einem Prozent zwar immer noch stark in den Medien vertreten, aber sie wurden nicht mehr so oft verwendet wie im M\u00e4rz oder April. <\/p>\n\n\n\n<p>Ab Oktober verwendeten Deutschschweizer Medien wieder h\u00e4ufiger Corona-Begriffe; zur gleichen Zeit rollte die zweite Welle an. Bis zum Shutdown, der am 29. Oktober in Kraft trat, stieg der Anteil im Schnitt auf etwa zwei Prozent und erreichte damit fast das gleiche Niveau wie unmittelbar nach dem ersten Lockdown im Fr\u00fchling. Corona war also wieder in aller Munde. Danach nahm die Salienz zwar wieder etwas ab, aber kurz vor Jahresende stieg der Anteil von Corona-Begriffen wieder auf etwa zwei Prozent an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das SRF hat am meisten Corona-Begriffe verwendet, die \u00abWochenzeitung\u00bb am wenigsten<\/h3>\n\n\n\n<p>Klar ist also, dass die Corona-Pandemie die Schlagzeilen im letzten Jahr dominierte \u2013 und das fast durchgehend. Bei welchen Medien waren Corona-Begriffe aber am meisten in Gebrauch? Und wo am wenigsten? Die n\u00e4chste Grafik zeigt, wie gross der Anteil von Corona-W\u00f6rtern in den Artikeln von Deutschschweizer Medien ist, und zwar aufgeschl\u00fcsselt nach der durchschnittlichen H\u00e4ufigkeit pro 1000 W\u00f6rter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_medien-1024x768.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-26189\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_medien-1024x768.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_medien-300x225.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_medien-768x576.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_medien-1536x1152.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/plot_alle_medien-2048x1536.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf den ersten Blick f\u00e4llt auf, dass srf.ch mit fast 17 von 1000 W\u00f6rtern am h\u00e4ufigsten Corona-Begriffe benutzt hat. In anderen Worten: Von allen 1000 W\u00f6rter, die das SRF in Beitr\u00e4gen publiziert hat, sind knapp 17 Begriffe wie \u00abCorona-Test\u00bb, \u00abFFP-Maske\u00bb oder \u00abImpfung\u00bb.  Dass das SRF zuvorderst ist, kommt nicht ganz \u00fcberraschend: Als konzessionierter Sender hat SRF einen gesetzlichen Auftrag, die Bev\u00f6lkerung zu informieren. So hat das SRF beispielsweise regelm\u00e4ssig die neusten Fallzahlen als News-Meldung publiziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Am zweith\u00e4ufigsten hat der Internetauftritt von \u00ab20 Minuten\u00bb \u00fcber Corona berichtet. Dort sind es nicht ganz 15 Corona-Begriffe pro 1000 W\u00f6rter. Zum Vergleich: Dieser Blogbeitrag umfasst 1000 W\u00f6rter. Auch die Printausgabe von \u00ab20 Minuten\u00bb, swissinfo.ch, die \u00abBasler-Zeitung\u00bb und das Boulevard-Blatt \u00abBlick\u00bb haben oft Corona-Begriffe benutzt. Am unteren Ende der Skala befinden sich vier Wochen-Zeitschriften, darunter der \u00abSonntagsBlick\u00bb und die \u00abWeltwoche\u00bb. Eine Erkl\u00e4rung hierf\u00fcr k\u00f6nnte sein, dass Wochen-Zeitungen eher Hintergr\u00fcndiges liefern und somit auch weniger Schlagw\u00f6rter wie \u00abCorona-Regel\u00bb verwenden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie haben ausgew\u00e4hlte Medien \u00fcber Corona geschrieben?<\/h3>\n\n\n\n<p>Kein Medium konnte sich 2020 also vom Coronavirus entziehen. Doch wie haben sich die Medien in ihrer Corona-Berichterstattung unterschieden? Welche W\u00f6rter benutzt die NZZ, wenn sie \u00fcber Corona-Begriffe schreibt? Und welche das SRF oder der \u00abBlick\u00bb? Mit einer Keyness-Analyse wurde untersucht, welche aussagekr\u00e4ftigen W\u00f6rter am h\u00e4ufigsten von einem bestimmten Medium im Vergleich zu den anderen Medien verwendet werden. Man k\u00f6nnte dabei auch von typischen W\u00f6rtern sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Balkendiagramme zeigen die typischsten W\u00f6rter im Corona-Kontext von \u00abBlick\u00bb, NZZ, SRF, \u00abTages-Anzeiger\u00bb und \u00ab20 Minuten\u00bb an. Diese Titel geh\u00f6ren zu den reichweitenst\u00e4rksten Medien in der Deutschschweiz und sind unterschiedlich positioniert. Nicht zuletzt darum eignen sie sich gut, um zu vergleichen, wie sich die Corona-Berichterstattung unterscheidet. Als Wert, wie typisch ein Wort f\u00fcr ein Medium ist, dient das Chi-Quadrat-Assoziationsmass.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_bli-1024x384.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25825\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_bli-1024x384.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_bli-300x113.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_bli-768x288.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_bli-1536x576.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_bli-2048x768.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Beim \u00abBlick\u00bb f\u00e4llt auf, wie stark der Fokus auf Unterhaltungs- und Sportthemen ist, selbst im Kontext von Corona. W\u00f6rter wie \u00abSoundtrack\u00bb, \u00abNetflix-Serie\u00bb und \u00abNati\u00bb zeigen das sehr deutlich. Bemerkenswert ist aber auch, dass der \u00abBlick\u00bb trotz seiner Boulevard-Pr\u00e4gung auch \u00fcber Ungerechtigkeiten schreibt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_nzz-1024x384.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25826\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_nzz-1024x384.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_nzz-300x113.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_nzz-768x288.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_nzz-1536x576.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_nzz-2048x768.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Wirtschaftsblatt NZZ hat seine Lieblingsthemen: Zuvorderst ist das K\u00fcrzel f\u00fcr \u00abMilliarden\u00bb, dann kommt \u00abHome-Office\u00bb. Allein diese zwei typischen W\u00f6rter zeigen, dass die NZZ in ihrer Corona-Berichterstattung einen Fokus auf die Wirtschaft legt. Im Vergleich zu anderen Medien sind auch Begriffe wie \u00abWissenschafter\u00bb, \u00abAnalytiker\u00bb und \u00abamerikanisch\u00bb typisch f\u00fcr die NZZ \u2013 das unterstreicht ihr Selbstbildnis als ausf\u00fchrlich berichtende und international ausgerichtete Zeitung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_srf-1024x384.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25865\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_srf-1024x384.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_srf-300x113.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_srf-768x288.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_srf-1536x576.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_srf-2048x768.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Keyness-Analyse beim SRF zeigt, dass der Sender im Kontext von Corona vor allem \u00fcber die neusten Fallzahlen vom BAG berichtet oder einen Liveticker zu Pressekonferenzen der Beh\u00f6rden f\u00fchrt. Angesichts der bereits angesprochenen gesetzlichen Vorgaben ist das nicht weiter erstaunlich.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_tagi-1024x384.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25839\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_tagi-1024x384.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_tagi-300x113.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_tagi-768x288.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_tagi-1536x576.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_tagi-2048x768.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00abTriemli\u00bb, \u00abRickli\u00bb und \u00abFehr\u00bb sind die drei typischsten W\u00f6rter, die der \u00abTages-Anzeiger\u00bb im Corona-Kontext publiziert hat \u2013 ein Name eines Z\u00fcrcher Spitals und zwei Nachnamen von Z\u00fcrcher Politiker*innen also. \u00abStadtpolizei\u00bb und \u00abZ\u00fcrcherinnen\u00bb erg\u00e4nzen diese Liste und beweisen damit, dass der \u00abTages-Anzeiger\u00bb das lokale Geschehen in Z\u00fcrich vergleichsweise stark abdeckt. W\u00f6rter wie \u00abWuhan\u00bb, \u00abUS-Pr\u00e4sident\u00bb und \u00abClubs\u00bb zeigen ausserdem, dass internationale und kulturelle Themen ebenfalls Eingang in die Corona-Berichterstattung finden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_20min-1024x384.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25862\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_20min-1024x384.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_20min-300x113.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_20min-768x288.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_20min-1536x576.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/plot_20min-2048x768.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Am typischsten f\u00fcr die Corona-Berichterstattung von \u00ab20 Minuten\u00bb sind W\u00f6rter wie \u00abVideo\u00bb, \u00abInstagram\u00bb und \u00abTipps\u00bb. Das zeigt, dass bei der Gratiszeitung Formate wie Video und Social Media auch im Kontext von Corona wichtig sind \u2013 zumindest wichtiger als bei anderen Medien. Bemerkenswerterweise taucht \u00abZ\u00fcrich liefert\u00bb bei den typischsten W\u00f6rter auf, obwohl der Begriff auf eine Lieferdienst-\u00dcbersichtskarte des \u00abTages-Anzeigers\u00bb zur\u00fcckgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen von Corona. Sp\u00e4testens seit dem Lockdown waren die Zeitungen gef\u00fcllt mit Corona-Begriffen. Die gr\u00f6ssten Unterschiede zeigen sich jedoch erst, wenn man den Kontext der Corona-W\u00f6rter einbezieht.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#dce0e4\"><strong>Daten und Methode<\/strong><br>Die verwendeten Daten stammen aus der Schweizer Mediendatenbank (SMD) und wurden im Rahmen des Forschungsseminars vom Digital Democracy Lab der Universit\u00e4t Z\u00fcrich zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Berechnungen und Erstellung der Grafiken wurden im Statistikprogramm R vorgenommen. Der Code kann <a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/DDJ_quanteda_FS21_jprogin.html\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/DDJ_quanteda_FS21_jprogin.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a> eingesehen werden.<br><br>F\u00fcr die Analyse wurden sogenannte Stoppw\u00f6rter aus dem Datensatz entfernt. Stoppw\u00f6rter sind Begriffe, die h\u00e4ufig in Texten verwendet werden, aber keine Schl\u00fcsse \u00fcber den Inhalt des Textes zulassen. (Beispiele f\u00fcr Stoppw\u00f6rter sind: \u00ababer\u00bb, \u00abeinige\u00bb, \u00abdieser\u00bb, usw.) Die Liste der Stoppw\u00f6rter wurde bei der Erstellung der Keyness-Analyse manuell erweitert. Dabei wurden beispielsweise Namen von Medienschaffenden, die f\u00e4lschlicherweise im Text waren, entfernt. Auch W\u00f6rter,  die ein Medium immer im Kontext von Corona verwendete (z.B. in einer Infobox f\u00fcr Hilfsangebote), wurden so entfernt. Anschliessend wurde ein umfangreiches Dictionary erstellt, das die verwendeten Corona-W\u00f6rter wie \u00abCorona-Test\u00bb, \u00abImpfung\u00bb oder \u00abPandemie\u00bb umfasst. Sowohl dieses Dictionary mit den Corona-W\u00f6rtern als auch die ganze Liste der Stoppw\u00f6rter k\u00f6nnen im R-Code eingesehen werden. F\u00fcr die ersten beiden Grafiken wurden die relativen H\u00e4ufigkeiten ermittelt, d.h. die Analysen wurden immer im Vergleich zu der Gesamtanzahl W\u00f6rter im Datensatz durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#dce0e4\"><strong>Informationen zum Blogbeitrag<\/strong><br><strong>Autor:<\/strong>\u00a0Jonathan Progin, jonathan.progin@uzh.ch<br><strong>Modul:<\/strong>\u00a0Forschungsseminar Politischer Datenjournalismus<br><strong>Dozierende:\u00a0<\/strong>Theresa Gessler, Bruno W\u00fcest, Alexandra Kohler<br><strong>Abgabedatum:<\/strong>\u00a020.06.2021<br><strong>Anzahl Worte:<\/strong>\u00a0998<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2020 dominierte das Coronavirus nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Schlagzeilen. 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