{"id":24133,"date":"2021-08-17T13:11:30","date_gmt":"2021-08-17T11:11:30","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=24133"},"modified":"2021-08-17T13:11:32","modified_gmt":"2021-08-17T11:11:32","slug":"ueber-klima-und-terrorismus-spricht-man-im-parlament-vor-allem-auf-franzoesisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2021\/08\/17\/ueber-klima-und-terrorismus-spricht-man-im-parlament-vor-allem-auf-franzoesisch\/","title":{"rendered":"\u00dcber Klima und Terrorismus spricht man im Parlament vor allem auf franz\u00f6sisch"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die globale Erderw\u00e4rmung und extremistische Attentate geh\u00f6ren zu den Herausforderungen unserer Zeit. Sie besch\u00e4ftigen auch die Schweizer Legislative.<\/strong> <strong>W\u00e4hrend dort generell Optimismus herrscht, erw\u00e4hnen die Romands diese Themen \u00f6fter als die Deutschschweizer*innen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/A2Jip77pKDK8K9GtswjSHc-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24640\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/A2Jip77pKDK8K9GtswjSHc-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/A2Jip77pKDK8K9GtswjSHc-300x200.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/A2Jip77pKDK8K9GtswjSHc-768x512.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/A2Jip77pKDK8K9GtswjSHc-1536x1023.jpg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/A2Jip77pKDK8K9GtswjSHc.jpg 2001w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Ausserhalb des Schweizer Machtzentrums ist die Klimadebatte entbrannt. Wie verh\u00e4lt es sich im Inneren? <em>Bild: Tagesanzeiger\/Beat Mathys<\/em>  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit einem medienwirksamen Knall war er da: Der internationale Terrorismus besch\u00e4ftigt seit dem Attentat auf die New Yorker Zwillingst\u00fcrme und das Pentagon die Staatsf\u00fchrer*innen. Die Frage, wie am besten damit umzugehen ist, geh\u00f6rt zu den grossen Herausforderungen der bisherigen ersten zwei Dekaden dieses Jahrhunderts. <\/p>\n\n\n\n<p>Der globalen Erderw\u00e4rmung hingegen wurde nur schleichend mehr Aufmerksamkeit zuteil, obwohl die Bedrohung der Menschen durch <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/die-jahrhundert-hitzewellen-2003-und-2015\/45055548\">mehrere, dicht aufeinander folgende Hitzewellen<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/deutschland-das-schlimmste-hochwasser-seit-60-jahren-ld.1636244?reduced=true\">Jahrhundertfluten<\/a> deutlich gr\u00f6sser sein d\u00fcrfte, als durch Terrorismus. Auch der Umgang mit dem Klimawandel geh\u00f6rt zu den grossen Streitpunkten unserer Zeit. <\/p>\n\n\n\n<p>An Gespr\u00e4chsstoff f\u00fcr parlamentarische Debatten mangelt es wirklich nicht. Zwischen 2000 und 2020 machten terroristische Attentate und vom Klimawandel verursachte Ereignisse regelm\u00e4ssig Schlagzeilen. Doch wie und wann wurde im Schweizer Parlament da\u00fcber gesprochen? Sieht man deswegen der Zukunft eher \u00e4ngstlich oder zuversichtlich entgegen? Ein Blick in s\u00e4mtliche Debattentexte des Schweizer National- und St\u00e4nderats zwischen 1999 und 2020 zeigt, dass sich eine optimistische Sichtweise gehalten hat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"597\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PessOpt_Gesamt_corr-1024x597.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26063\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PessOpt_Gesamt_corr-1024x597.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PessOpt_Gesamt_corr-300x175.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PessOpt_Gesamt_corr-768x448.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PessOpt_Gesamt_corr-1536x896.jpg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PessOpt_Gesamt_corr-2048x1195.jpg 2048w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PessOpt_Gesamt_corr-360x210.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Aus der obigen Grafik geht hervor, dass der Gebrauch optimistischer W\u00f6rter die pessimistischen Ausdr\u00fccke schon 1999 \u00fcberstiegen hat. Man schl\u00e4gt sich tapfer in den beiden Kammern, denn es gab in den letzten 20 Jahren keinen Moment des \u00fcberwiegenden Pessimismus&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Den Deutschschweizer*innen hat erst die Klimabewegung richtig Dampf gemacht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anhand dieses deutlichen Optimismus&#8216; k\u00f6nnte man sich fragen, ob die Politiker*innen vielleicht eine Strategie des Verdr\u00e4ngens verfolgen. Deshalb schauen wir nun in denselben Daten, wann wie h\u00e4ufig \u00fcber das Klima gesprochen wurde. In der nachfolgenden Grafik ist der allgemeine Verlauf im ganzen Schweizer Parlament dargestellt. <\/p>\n\n\n\n<p>Vorab muss noch erw\u00e4hnt werden, dass direkte Vergleiche zwischen zwei Sprachen mit Vorsicht zu geniessen sind. Die Grafiken sind eine erste Beschreibung dessen, was man aus den Daten herauslesen kann. Sie beinhalten jedoch keine vollkommene Objektivit\u00e4t, zum einen, weil verschiedene Sprachen verschiedene kulturelle Interpretationsspielr\u00e4ume darstellen, und zum anderen, weil die Autorin Deutsch als Muttersprache hat, und deshalb Franz\u00f6sisch aus einer fremdsprachigen Perspektive versteht.<\/p>\n\n\n\n<p>(Mit einem Klick auf &#8222;Grafik wechseln&#8220; erscheint die Abbildung nach franz\u00f6sischer und deutscher Schweiz aufgeschl\u00fcsselt.)<\/p>\n\n\n\n<button id=\"b1\" onclick=\"ChangeImage1()\" style=\"margin:20px\">Grafik wechseln<\/button>\n\n\n<img decoding=\"async\" id=\"myImage1\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Klima_Gesamt_corr-scaled.jpg\" style=\"width:1000px\">\n\n<script>\n    var index = 0;\nvar ImageList1 = [];\nImageList1.push(\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Klima_Gesamt_corr-scaled.jpg\")\nImageList1.push(\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Klima_Beide_corr-scaled.jpg\")\n    \n    function ChangeImage1()\n    {\n     index += 1;\n      if (index ==ImageList1.length)\n      {\n       index = 0;\n      }\n      var image1 = document.getElementById(\"myImage1\");\n      image1.src = ImageList1[index];\n    }\n<\/script>\n\n\n\n<p>In der ersten Darstellung f\u00e4llt auf, welchen Einfluss die weltweiten Klimademonstrationen gehabt haben, die auch in der Schweiz stattfanden. Manche nennen das Jahr 2019 gar <a href=\"https:\/\/www.ebrd.com\/news\/2019\/2019-the-year-the-world-woke-up-to-climate-change.html\">&#8222;das Jahr, in dem die Welt vom Klimawandel wachger\u00fcttelt wurde&#8220;.<\/a> In der Abbildung best\u00e4tigt sich das anhand eines sprunghaften Anstiegs. Offenbar war diese Klimabewegung n\u00f6tig, um dem Thema wieder die Aufmerksamkeit von 2010 einzubringen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ausserdem ist zu erw\u00e4hnen, dass der Hitzesommer 2003 nicht direkt zu einem H\u00f6hepunkt gef\u00fchrt hat. Es wurde erst ein Jahr darauf zunehmend \u00fcber das Klima gesprochen. Dagegen sind in den Jahren 2010, 2015 und 2017 jeweils Peaks zu finden, die mit den Hitzewellen \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der zweiten Grafik wird ersichtlich, wieviel pr\u00e4senter das Thema Klimawandel bei den Romands ist. Es kommen viel mehr H\u00f6hepunkte vor und 2019 war nicht das erste Mal, dass der Anteil klimaverwandter Ausdr\u00fccke in den Texten der Westschweizer Politiker*innen fast 10 Prozent erreichte. Hingegen ist man in der Deutschschweiz offenbar erst dann richtig aufgewacht. Es gibt zuvor keinen vergleichbaren Sprung in ihren Klima-Erw\u00e4hnungen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Auch Terrorismus wird westlich des R\u00f6stigrabens \u00f6fter erw\u00e4hnt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und wie verh\u00e4lt es sich mit Terrorismus? In den nachfolgenden beiden Grafiken wurde wieder dieselbe Logik angewandt, wie beim Klima. (Wiederum kann zwischen den Grafiken hin- und hergesprungen werden, mit einem Klick auf den blauen Knopf.)<\/p>\n\n\n\n<button id=\"b2\" onclick=\"ChangeImage2()\" style=\"margin:20px\">Grafik wechseln<\/button>\n\n\n<img decoding=\"async\" id=\"myImage2\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Terror_Gesamt_corr-scaled.jpg\" style=\"width:1000px\">\n\n<script>\n    var index = 0;\nvar ImageList2 = [];\nImageList2.push(\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Terror_Gesamt_corr-scaled.jpg\")\nImageList2.push(\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Terror_Beide_corr-scaled.jpg\")\n    \n    function ChangeImage2()\n    {\n     index += 1;\n      if (index ==ImageList2.length)\n      {\n       index = 0;\n      }\n      var image1 = document.getElementById(\"myImage2\");\n      image1.src = ImageList2[index];\n    }\n<\/script>\n\n\n\n<p>Als Erstes muss festgestellt werden, dass prozentual weniger oft \u00fcber das Thema Terrorismus gesprochen wird, als \u00fcber das Klima. W\u00e4hrend sich die  Anteile der deutsch- und franz\u00f6sischsprachigen Schweizer*innen in  punkto Terrorismus in einem Wertebereich zwischen knapp 2.5 und 6.5%  bewegen, handelt es sich beim Klima um einen Wertebereich von knapp 4.5  bis 9.5%. <\/p>\n\n\n\n<p>Die allgemeine Grafik zu Terrorismus-verwandten W\u00f6rtern offenbart Erwartetes sowie \u00dcberraschendes. Die Terroranschl\u00e4ge am 11. September 2001 haben das Parlament dazu veranlasst, deutlich mehr \u00fcber das Thema zu sprechen, als zuvor. Nie wieder erreichte die allgemeine Terrorismusdebatte eine solche Kumulation wie im Jahr 2001. <\/p>\n\n\n\n<p>Was \u00fcberrascht, ist der H\u00f6hepunkt im Jahr 2008 in welchem sich keine medienwirksamen terroristischen Zwischenf\u00e4lle in Europa oder den USA ereigneten. Im November 2008 gab es schwere Attentate in Mumbai, es ist jedoch nicht offensichtlich, dass dieser H\u00f6hepunkt damit zu tun haben k\u00f6nnte. Noch \u00fcberraschender ist, dass die Attentate auf das Satiremagazin Charlie H\u00e9bdo nicht zu deutlich mehr Terrorismusdebatten im Parlament gef\u00fchrt hat. Aufgrund kultureller N\u00e4he h\u00e4tte man da eine st\u00e4rkere Steigerung bei den Romands erwarten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der zweiten Darstellung zeigt sich wiederum ein generell h\u00f6herer Anteil von Terrorismus-Begriffen bei den Politiker*innen der Romandie. Als der Anschlag auf Charlie H\u00e9bdo geschah, gleichten sich die Trends kurz an, nur um dann wieder auseinander zu gehen. Was \u00fcberdies auff\u00e4llt, ist der Sprung in der Terrorismusdebatte bei den Romands im Jahr 2019. Dann legte der <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20190032\">Bundesrat dem National- und St\u00e4nderat<\/a> das <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/abstimmungen-13-juni-2021\/terrorismus-gesetz\/auf-einen-blick-das-terrorismus-gesetz-kurz-erklaert\">&#8222;Terrorismus Gesetz&#8220;<\/a> vor. Dies scheint die Deutschschweizer Parlamentarier*innen nicht im selben Masse besch\u00e4ftigt zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Die Einstellung der Romands ver\u00e4ndert sich so wie die Klimadebatte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abschliessend stellt sich die Frage, ob sich die Einstellungen der Politiker*innen \u00e4hnlich entwickelt haben, wie die Intensit\u00e4t der Klima- und Terrorismusdebatten. Wenn man einen thematischen Zusammenhang vermutet, w\u00fcrde man auch erwarten, dass sich die H\u00f6hepunkte mehrheitlich decken, und dass die Trends \u00e4hnlich verlaufen. Das bedeutet konkret, dass bei einer Steigung im Optimismus und Pessimismus-Verlauf auch eine Steigung im Klima- und Terrorismus-Verlauf vorkommen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt verm\u00f6gen die Pessimismus- und Optimismus-W\u00f6rter einen gr\u00f6sseren Anteil an Parlamentstexten (bis zu 40%) einzufangen, als die spezifischeren Terrorismus- und Klima-Begriffe. Deshalb unterscheiden sich auch die drei y-Achsen in den folgenden Grafiken. F\u00fcr uns ist jedoch bloss der jeweilige Linienverlauf relevant. <\/p>\n\n\n\n<button id=\"b4\" onclick=\"ChangeImage4()\" style=\"margin:20px\">Grafik wechseln<\/button>\n\n\n<img decoding=\"async\" id=\"myImage4\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/2TerrKlim_OptF_corr-scaled.jpg\" style=\"width:1000px\">\n\n<script>\n    var index = 0;\nvar ImageList4 = [];\nImageList4.push(\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/2TerrKlim_OptF_corr-scaled.jpg\")\nImageList4.push(\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/1TerrKlim_PessF_corr-scaled.jpg\")\n    \n    function ChangeImage4()\n    {\n     index += 1;\n      if (index ==ImageList4.length)\n      {\n       index = 0;\n      }\n      var image1 = document.getElementById(\"myImage4\");\n      image1.src = ImageList4[index];\n    }\n<\/script>\n\n\n\n<p>Die Trends von Optimismus, Pessimismus und von der Klimadebatte decken sich erstaunlich genau. Dies kann nicht auf identische W\u00f6rter zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, da die Begriffe strikt getrennt wurden. Offensichtlich haben sich die optimistische und pessimistische Einstellung sowie die Klimadebatte bei den Romands \u00fcber die Jahre \u00e4hnlich entwickelt. Eine weiterf\u00fchrende Analyse k\u00f6nnte dem Thema nachgehen, ob das bedeutet, dass zwar die Intensit\u00e4t wechselt, jedoch nicht die optimistischen und pessimistischen Akteure. Es w\u00e4re denkbar, dass sich die Einstellung nach Partei ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Die Deutschschweizer*innen lassen sich nicht beeinflussen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<button id=\"b3\" onclick=\"ChangeImage3()\" style=\"margin:20px\">Grafik wechseln<\/button>\n\n\n<img decoding=\"async\" id=\"myImage3\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/4TerrKlim_OptD_corr-scaled.jpg\" style=\"width:1000px\">\n\n<script>\n    var index = 0;\nvar ImageList3 = [];\nImageList3.push(\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/4TerrKlim_OptD_corr-scaled.jpg\")\nImageList3.push(\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/3TerrKlim_PessD_corr-scaled.jpg\")\n    \n    function ChangeImage3()\n    {\n     index += 1;\n      if (index ==ImageList3.length)\n      {\n       index = 0;\n      }\n      var image1 = document.getElementById(\"myImage3\");\n      image1.src = ImageList3[index];\n    }\n<\/script>\n\n\n\n<p>Im Kontrast zu den verbl\u00fcffenden Ergebnissen bei den Romands l\u00e4sst sich keine solche \u00c4hnlichkeit bei den deutschsprachigen Politiker*innen feststellen. Zwar gibt es einige sich \u00fcberschneidende H\u00f6hepunkte, allerdings gehen die Trends oft auseinander; wenn bei Pessimismus oder Optimismus eine Steigung vorkommt, f\u00e4llt die Linie der Klima- oder der Terrorismusdebatte und umgekehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschliessend ergibt sich ein Bild von einem allgemein optimistisch eingestellten Parlament, in dem mehr \u00fcber den Klimawandel als \u00fcber den Terrorismus gesprochen wird. W\u00e4hrend die Romands diese Themen nicht nur \u00f6fter ansprechen, sondern sich auch scheinbar mehr aus der Ruhe bringen lassen als ihre Deutschschweizer Kolleg*innen, \u00fcberwiegt nichtsdestotrotz der Optimismus, auch &#8222;\u00e4nnet em R\u00f6schtigrabe&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<style>div.blue { background-color:#edeef0; border-radius: 5px; padding: 20px;}<\/style>\n<div class=\"blue\">\n<p> <b> Informationen zum Blogbeitrag: <em> \u00dcber Klima und Terrorismus wird im Parlament vor allem auf franz\u00f6sisch gesprochen <\/em> <\/b> <\/p>\n<p> <b> Autor: <\/b> Viviane Vogel, 16-406-571, viviane.vogel@uzh.ch <\/p>\n<p> <b> Modul: <\/b> <em> Forschungsseminar Politischer Datenjournalismus <\/em> <\/p>\n<p> <b> Betreuer: <\/b> Theresa Gessler, Alexandra Kohler, Bruno W\u00fcest <\/p>\n<p> <b> Abgabedatum: <\/b> 20. Juni 2021 <\/p>\n<p> <b> Anzahl W\u00f6rter: <\/b> 1093 <\/p>\n\n<p> <a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Selbststaendigkeitserklaerung-DDJ_Vogel-1.pdf\"> <b> Selbst\u00e4ndigkeitserkl\u00e4rung <\/b> <\/a> <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<meta name=\"viewport\" content=\"width=device-width, initial-scale=1\">\n<style>\n.collapsible {\n  background-color: #edeef0;\n  color: black;\n  cursor: pointer;\n  padding: 18px;\n  width: 100%;\n  border: none;\n  text-align: left;\n  outline: none;\n  font-size: 15px;\n}\n\n.active, .collapsible:hover {\n  background-color: #555;\n}\n\n.collapsible:after {\n  content: '\\02795'; \n  font-size: 10px;\n  color: black;\n  float: right;\n  margin-left: 5px;\n}\n\n.active:after {\n  content: \"\\2796\"; \n}\n.content {\n  padding: 0 18px;\n  display: none;\n  overflow: hidden;\n  background-color: #edeef0;\n}\n<\/style>\n<button type=\"button\" class=\"collapsible\"><b>Referenzen<\/b><\/button>\n<div class=\"content\">\n<p> <\/p>\n<p> Dahal, Biraj, Kumar, Sathish A. P. &amp; Li, Zhenlong (2019): Topic modeling and sentiment analysis of global climate change tweets. <em> Social Network Analysis and Mining <\/em>, 9(24), p. 1-20. <\/p> \n<p> European Bank\/Bennett, Vanora (2019): &#8222;2019, the year the world woke up to climate change&#8220;. [<a href=\"https:\/\/www.ebrd.com\/news\/2019\/2019-the-year-the-world-woke-up-to-climate-change.html\">https:\/\/www.ebrd.com\/news\/2019\/2019-the-year-the-world-woke-up-to-climate-change.html<\/a> (Stand:17.06.2021)].<\/p>\n<p> Fadel, Ibrahim A. &amp; \u00d6z, Cemil (2020): A Sentiment Analysis Model for Terrorist Attacks Reviews on Twitter. <em> Sakarya University Journal of Sciences <\/em>, 24(6), p. 1294-1302. <\/p>\n<p> LeDevoir (2019): &#8222;Petit lexique des changements climatiques|LeDevoir&#8220;. [<a href=\"https:\/\/www.ledevoir.com\/societe\/environnement\/567958\/petit-lexique-des-changements-climatiques\">https:\/\/www.ledevoir.com\/societe\/environnement\/567958\/petit-lexique-des-changements-climatiques<\/a> (Stand: 19.06.2021)].<\/p>\n<p> Mansour, Samah (2018): Social Media Analysis of User&#8217;s Responses to Terrorism Using Sentiment Analysis and Text Mining. <em> Procedia Computer Science <\/em>, 140, p. 95-103. <\/p>\n<p> NZZ\/Hermann, Jonas (2021): &#8222;Hochwasser in Deutschland: Die schlimmste Flut seit 60 Jahren&#8220;. [<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/deutschland-das-schlimmste-hochwasser-seit-60-jahren-ld.1636244?reduced=true\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/deutschland-das-schlimmste-hochwasser-seit-60-jahren-ld.1636244?reduced=true<\/a> (Stand: 17.08.2021)].<\/p>\n<p> Schweizer Parlament (2019): &#8222;Polizeiliche Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Terrorismus. Bundesgesetz|Gesch\u00e4ft|Das Schweizer Parlament&#8220;. [<a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20190032\">https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20190032<\/a> (Stand: 19.06.2021)].<\/p>\n<p> SRF News (2021): &#8222;Auf einen Blick &#8211; Das Terrorismus-Gesetz kurz erkl\u00e4rt &#8211; News &#8211; SRF&#8220;. [<a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/abstimmungen-13-juni-2021\/terrorismus-gesetz\/auf-einen-blick-das-terrorismus-gesetz-kurz-erklaert\">https:\/\/www.srf.ch\/news\/abstimmungen-13-juni-2021\/terrorismus-gesetz\/auf-einen-blick-das-terrorismus-gesetz-kurz-erklaert<\/a> (Stand: 19.06.2021)]. <\/p>\n<p> Swissinfo\/Keystone, SDA (2019): &#8222;Die Jahrhundert-Hitzewellen 2003 und 2015 &#8211; SWI swissinfo.ch&#8220;. [<a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/die-jahrhundert-hitzewellen-2003-und-2015\/45055548\">https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/die-jahrhundert-hitzewellen-2003-und-2015\/45055548<\/a> (Stand: 19.06.2021)]. <\/p>\n<p> Tagesanzeiger\/H\u00e4ne, Stefan (2020): &#8222;Neues CO2-Gesetz beschlossen &#8211; Das Parlament treibt den Klimaschutz sehr wohl voran |Tagesanzeiger&#8220;. [<a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/das-parlament-treibt-den-klimaschutz-sehr-wohl-voran-743189367337\">https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/das-parlament-treibt-den-klimaschutz-sehr-wohl-voran-743189367337<\/a> (Stand: 19.06.2021)] (Grafik). <\/p>\n<\/div>\n<button type=\"button\" class=\"collapsible\"><b>Daten, Methoden, Validit\u00e4t<\/b><\/button>\n<div class=\"content\">\n<p> \n<p> <b> Datenbeschaffung <\/b> <\/p>\nDie Daten stammen vom Digital Democracy Lab.\n<p> <\/p>\n<p> <b> W\u00f6rterb\u00fccher <\/b> <\/p>\nF\u00fcr den Blogbeitrag wurden 4 W\u00f6rterb\u00fccher erstellt, mittels derer die Einstellungen <em> Pessimismus, Optimismus <\/em> sowie die Themen <em> Klima, Terrorismus <\/em> ermittelt wurden. Die Textanalyse eignet sich sehr gut f\u00fcr das Messen von latenten Variablen wie Optimismus und Pessimismus, da niedergeschriebene Texte vertrauensw\u00fcrdiger sind (weil normalerweise unver\u00e4ndert) als subjektive Erinnerungen, die in einen laufenden Deutungsprozess eingebunden sind. Allerdings steht und f\u00e4llt die gesamte Analyse mit den W\u00f6rterb\u00fcchern.\nBei der Zuordnung von Begriffen wurde mit <a href=\"https:\/\/www.openthesaurus.de\/\">OpenThesaurus <\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.duden.de\/\"> Duden <\/a> gearbeitet. W\u00f6rter wurden dem <b> Pessimismus <\/b> zugeordnet, wenn sie in folgende Unterkategorien fielen:\n<p> <\/p>\n<p><em>Kampf <\/p>\n<p> \u00dcberforderung <\/p>\n<p> Scheitern <\/p>\n<p> Verlust <\/p>\n<p> Krise <\/p>\n<p> Problem <\/p>\n<p> Gefahr <\/p>\n<p> Dunkel <\/p>\n<p> Unm\u00f6glich <\/p>\n<p> Misstrauen <\/p>\n<p> Hoffnungslos <\/p> <\/em>\nDem <b> Optimismus <\/b> wurden Begriffe folgender Kategorien zugeordnet:\n<p> <\/p>\n<p> <em>Herausforderung <\/p> \n<p> Meistern <\/p>\n<p> Hoffnung <\/p>\n<p> M\u00f6glichkeit <\/p>\n<p> Verbesserung <\/p>\n<p> Hell <\/p>\n<p> Zukunft <\/p>\n<p> Bewahren <\/p> <\/em>\n<p> <\/p>\nBeim Tokenisieren wurden ausserdem die jeweils negativen Versionen dieser W\u00f6rter (bei Hoffnung zum Beispiel: &#8222;&#8230;keine Hoffnung&#8230;&#8220;, was sonst als optimistisch gez\u00e4hlt worden w\u00e4re) ver\u00e4ndert, indem der Leerschlag entfernt wurde. So wurde aus &#8222;&#8230;keine Hoffnung&#8230;&#8220; <em> keinehoffnung <\/em>, was dann nicht mehr mit &#8222;hoffnung&#8220; gefunden wurde. Dies wurde f\u00fcr diejenigen W\u00f6rter unternommen, die tats\u00e4chlich auch im Corpus vorkamen.\nUm die entsprechenden fanz\u00f6sischen Begriffe beizuf\u00fcgen, wurde die \u00dcbersetzungssoftware <a href=\"https:\/\/www.deepl.com\/translator\"> DeepL <\/a> verwendet, sowie franz\u00f6sische Synonymw\u00f6rterb\u00fccher und themenspezifische Vokabellisten.\nZus\u00e4tzlich wurden einige Sentiment-Analysen zu Rate gezogen, um die terroristischen und Klima-verwandten Begriffe damit abzugleichen (Fadel &#038; \u00d6z, 2020; Mansour, 2018; Dahal, Kumar &#038; Li, 2019; LeDevoir, 2019).\nBei einer Analyse von eher subjektiven Variablen wie Pessimismus und Optimismus gibt es keinen nat\u00fcrlichen Schlusspunkt in der Optimierung. Man k\u00f6nnte die Inter-Coder Reliabilit\u00e4t noch verbessern und noch genauer bestimmen, welche Wortfamilie inwiefern inkludiert werden soll. Gemessen am verf\u00fcgbaren Zeitrahmen und den Ressourcen f\u00fcr diesen Blogbeitrag wurde jedoch bereits ein erheblicher Zeitaufwand betrieben um die W\u00f6rterb\u00fccher zu optimieren. F\u00fcr die Klima- und Terrorismus Dictionaries wurden die Begriffe so spezifisch wie m\u00f6glich gehalten, und das Stemming einzelner W\u00f6rter minimiert, da dies die Gefahr erh\u00f6hte, unbeabsichtigte Begriffe als Klima\/Terrorismus mitzuz\u00e4hlen. Dank dem <em> kwic <\/em> Befehl konnte durchgehend kontrolliert werden, dass der Kontext der Begriffe mehrheitlich passend ist. Es wurde ausserdem darauf geachtet, dass keine Begriffe doppelt vorkommen, und dass W\u00f6rter, die auf deutsch und franz\u00f6sisch gleich geschrieben werden, auf irgendeine Weise unterscheidbar wurden.\n<p> <\/p>\n<p> <b> R Code <\/b> <\/p>\nDer vollst\u00e4ndige Code inklusive der W\u00f6rterb\u00fccher kann <a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Blogbeitrag_Vogel_Code.html\"> <b> hier<\/b><\/a> eingesehen werden.\n<\/p>\n<\/div>\n<script>\nvar coll = document.getElementsByClassName(\"collapsible\");\nvar i;\n\nfor (i = 0; i < coll.length; i++) {\n  coll[i].addEventListener(\"click\", function() {\n    this.classList.toggle(\"active\");\n    var content = this.nextElementSibling;\n    if (content.style.display === \"block\") {\n      content.style.display = \"none\";\n    } else {\n      content.style.display = \"block\";\n    }\n  });\n}\n<\/script>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die globale Erderw\u00e4rmung und extremistische Attentate geh\u00f6ren zu den Herausforderungen unserer Zeit. Sie besch\u00e4ftigen auch die Schweizer Legislative. W\u00e4hrend dort generell Optimismus herrscht, erw\u00e4hnen die Romands diese Themen \u00f6fter als die Deutschschweizer*innen.Mit einem medienwirksamen Knall war er da: Der internationale Terrorismus besch\u00e4ftigt seit dem Attentat auf die New Yorker Zwillingst\u00fcrme und das Pentagon die Staatsf\u00fchrer*innen. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":143,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[132,179,430,429,346],"class_list":["post-24133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-klima","tag-parlament","tag-roestigraben","tag-terrorismus","tag-textanalyse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/143"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24133"}],"version-history":[{"count":144,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24133\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26085,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24133\/revisions\/26085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}