{"id":24333,"date":"2021-08-30T09:02:45","date_gmt":"2021-08-30T07:02:45","guid":{"rendered":"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=24333"},"modified":"2024-10-14T21:32:58","modified_gmt":"2024-10-14T19:32:58","slug":"gesundheit-oder-wirtschaft-wie-sich-die-risikowahrnehmung-der-politik-in-der-corona-krise-verschoben-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2021\/08\/30\/gesundheit-oder-wirtschaft-wie-sich-die-risikowahrnehmung-der-politik-in-der-corona-krise-verschoben-hat\/","title":{"rendered":"Gesundheit oder Wirtschaft: Wie sich die Risikowahrnehmung der Politik in der Corona-Krise verschoben hat"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Eine Auswertung von Tweets w\u00e4hrend der Corona-Krise zeigt, dass sich die Risikowahrnehmung mit dem Abflachen der ersten Pandemiewelle verschoben hat. Sorgen um die Wirtschaft wurden wichtiger, gesundheitliche Themen traten in den Hintergrund. Bei Politikerinnen und Politikern ist diese Verschiebung besonders deutlich zu sehen. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Coronavirus h\u00e4lt die Welt seit eineinhalb Jahren in Atem. Was als vermeintlich regionales Geschehen in der chinesischen Provinz Wuhan begann, beeinflusst auch heute noch das Leben von Milliarden Menschen. Das Virus hat weltweit zahlreiche Gesundheitssysteme an die Grenzen der Leistungsf\u00e4higkeit gebracht. Die Wirtschaft hat w\u00e4hrend der Pandemie stark gelitten. Das hat zu hitzigen Diskussionen gef\u00fchrt. Selten war ein Thema in der \u00f6ffentlichen Debatte derart dominant, wie die Coronapandemie und deren Auswirkungen in den vergangenen eineinhalb Jahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Dominanz zeigt sich auch in den Sozialen Medien. Anhand von Tweets l\u00e4sst sich rekonstruieren, welche Themengebiete die \u00d6ffentlichkeit in den unterschiedlichen Pandemiephasen besonders umgetrieben haben. Die Aufmerksamkeit f\u00fcr ein Thema h\u00e4ngt dabei eng mit der Risikowahrnehmung zusammen. Eine Analyse der Tweets kann also Aufschluss dar\u00fcber geben, ob die vom Bundesrat getroffenen Massnahmen als wirksam wahrgenommen wurden. Schwindet die Aufmerksamkeit f\u00fcr ein Thema, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die getroffenen Massnahmen das Problem effektiv bek\u00e4mpft haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Corona-Debatte kocht vor dem ersten Lockdown hoch<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Pandemie im M\u00e4rz 2020 steigt der Anteil an Tweets zum Thema Corona rasant an. Kurz vor Ank\u00fcndigung des ersten Lockdowns durch  den Bundesrat am 20. M\u00e4rz erreicht diese Entwicklung ihren H\u00f6hepunkt. Das zeigt die Auswertung der Twitteraktivit\u00e4ten von Politikerinnnen und Politikern, Medien und Personen, die mehreren Schweizer Nachrichtenportalen folgen. Diese erste Phase der Pandemie war von grossen Unsicherheiten gepr\u00e4gt. Die Einsch\u00e4tzungen \u00fcber die Gef\u00e4hrlichkeit des Virus und die richtigen Massnahmen zu Bek\u00e4mpfung der Pandemie gingen weit auseinander.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"551\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/overall_tweets2-1024x551.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24432\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/overall_tweets2-1024x551.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/overall_tweets2-300x162.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/overall_tweets2-768x414.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/overall_tweets2-1536x827.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/overall_tweets2-2048x1103.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Lockdowns sinkt die Zahl der Corona-bezogenen Tweets allm\u00e4hlich und stabilisert sich bis in die Lockerungsphase, bevor erneut ein R\u00fcckgang zu beobachten ist. Es scheint, als h\u00e4tten die vom Bundesrat verh\u00e4ngten Lockdown-Massnahmen Mitte M\u00e4rz und die Lockerung der Notmassnahmen auf den 11.&nbsp;Mai jeweils zu einer Beruhigung der Debatte beigetragen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesundheitliche Risiken nur kurz im Fokus<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Bundesrat hat am 20. M\u00e4rz Ansammlungen von mehr als f\u00fcnf Personen verboten. L\u00e4den, Restaurants, Clubs, Coiffeursalons und zahlreiche weitere Dienstleister&nbsp;mussten ihre Gesch\u00e4fte schliessen, Events wurden abgesagt, viele Angestellte wechselten ins Home-Office. Sp\u00e4testens mit diesen Massnahmen r\u00fcckte die wirtschaftliche Bedrohung durch die Pandemie ins \u00f6ffentliche Bewusstsein. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Daten aus der Twitter-Analyse zeigen, dass wirtschaftliche Risiken, wie die Angst um Arbeitspl\u00e4tze, Konsequenzen f\u00fcr Unternehmen sowie volkswirtschaftliche Risiken kurz vor dem Lockdown an Aufmerksamkeit gewonnen haben. In dieser Phase lag der Fokus aber noch stark auf den gesundheitlichen Risiken. Die Sorge um die Risikogruppen und eine m\u00f6gliche \u00dcberlastung der Spit\u00e4ler und Pflegekr\u00e4fte \u00fcberwog. Angesichts der Bilder, welche die Schweiz damals aus der italienischen Stadt Bergamo erreichten, ist das nicht verwunderlich. Bastien Girod, Nationalrat der Gr\u00fcnen, forderte beispielsweise am 29. M\u00e4rz im Hinblick auf die zunehmende Belastung des Pflegepersonals via Twitter:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>CoronaKrise zeigt: Wir brauchen mehr ausgebildetes Spital- und Pflegepersonal. Dazu muss Weiterbildung ausgebaut werden. Angestellte in &#8222;Lockdown gef\u00e4hrdeten&#8220; Branchen (Tourismus, Freizeit, Gastronomie) sollten Anreiz und Unterst\u00fctzung f\u00fcr solche Zweitausbildung haben.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit den sinkenden Infektionszahlen im April verliert die Sorge um eine \u00dcberlastung des Gesundheitssystems jedoch rasch an Aufmerksamkeit. Andere Probleme wurden wichtiger.<\/p>\n\n\n\n<p>   <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"551\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.thematisch-1024x551.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-26112\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.thematisch-1024x551.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.thematisch-300x162.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.thematisch-768x414.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.thematisch-1536x827.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.thematisch-2048x1103.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Sorge um die wirtschaftlichen Folgen blieb w\u00e4hrend des Lockdowns auf einem \u00e4hnlichen Niveau und intensivierte sich in der Lockerungsphase im Sommer. Dies obwohl der Bundesrat zu Beginn des Lockdowns zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie Massnahmenpakete in der H\u00f6he von insgesamt 42&nbsp;Milliarden Franken zur Verf\u00fcgungen gestellt hat. Erst als der Bundesrat am 19. Juni weitgehende \u00d6ffnungen beschliesst, verliert dieses Thema an Dringlichkeit. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Politik macht sich Sorgen um die Wirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Betrachtet man nur die Tweets von Politikerinnen und Politikern der grossen Parteien zeigt sich ein etwas anderes Bild. Nach der Meldung \u00fcber den ersten Coronainfizierten in der Schweiz am 25. Februar steigt die Aufmerksamkeit der Politik f\u00fcr wirtschaftliche Bedrohungen und gesundheitliche Risiken gleichermassen. Mit den vom Bundesrat beschlossenen Lockdown-Massnahmen sinkt jedoch die Aufmerksamkeit f\u00fcr gesundheitliche Themen w\u00e4hrend wirtschaftliche Themen zunehmend in den Fokus r\u00fccken. \u00dcber den Sommer trat die Diskussion \u00fcber gen\u00fcgend Spitalbetten, \u00fcberlastetetes Pflegepersonal und \u00fcber Schutzmassnahmen f\u00fcr \u00e4ltere oder chronisch kranke Personen vollends in den Hntergrund. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"551\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.parties.pol_-1024x551.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-26113\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.parties.pol_-1024x551.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.parties.pol_-300x162.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.parties.pol_-768x414.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.parties.pol_-1536x827.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.parties.pol_-2048x1103.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Diskussion um wirtschaftliche Themen wie beispielsweise  Kompromissl\u00f6sungen zwischen Mietern und Vermietern bei den  Gesch\u00e4ftsmieten oder die Diskussion um die Kurzarbeitsentsch\u00e4digung  dominierten besonders Anfang Mai die politische Debatte auf Twitter. SP-Nationalrat  und Co-Parteipr\u00e4sident C\u00e9dric Wermuth schrieb am 5. Mai beispielsweise: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Stunde der Wahrheit: Nationalrat beginnt die Debatte \u00fcber die Frage, ob man Coronakurzarbeit beantragen und gleichzeitig Dividenden aussch\u00fctten darf. Zur Erinnerung: Kurzarbeit ist im Moment keine Versicherung mehr, sondern jetzt im wesentlichen Steuergeld.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit den Lockerung eines Grossteils der Notmassnahmen am 11.&nbsp;Mai verlor die Sorge um die wirtschaftlichen Risiken etwas an Aufmerksamkeit, blieb aber f\u00fcr die Politik weiterhin wichtiger als die gesundheitlichen Risiken. Dies, obwohl Experten damals schon vor einer zweiten Pandemiewelle gewarnt haben.   <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaftliche Risiken dominieren bei fast allen Parteien<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Preis der Sorglosigkeit: Die zweite Welle trifft die Schweiz mit voller Wucht. Ab Anfang Oktober beginnen die Ansteckungszahlen zu steigen und erreichen Anfang November mit \u00fcber 10&#8217;000 Neuansteckungen pro Tag ihren H\u00f6hepunkt. Wie schon zu Beginn der ersten Pandemiewelle wird \u00fcber fehlende Kapazit\u00e4ten in den Spit\u00e4lern und \u00fcberlastetes Pflegepersonal diskutiert. Viele Kommentatoren sind der Ansicht, dass die Politik im Sommer bessere Vorkehrungen f\u00fcr die zweite Welle h\u00e4tte treffen m\u00fcsssen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"551\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.bar_-1024x551.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-26114\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.bar_-1024x551.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.bar_-300x162.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.bar_-768x414.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.bar_-1536x827.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/plot.bar_-2048x1103.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Blick auf die themenbezogenen Tweets von Exponenten der sechs grossen Parteien zeigt, dass nach den ersten Lockerungen die Diskussion \u00fcber wirtschaftliche Risiken bei den meisten Parteien klar \u00fcberwogen hat. Nur bei der GLP und der Partei &#8222;die Mitte&#8220; ist das Verh\u00e4ltnis zwischen Wirtschaft und Gesundheit ausgeglichen. Dieser einseitige Fokus auf wirtschaftliche Risiken im Sommer 2020 k\u00f6nnte ein Indiz daf\u00fcr sein, dass viele Politikerinnen und Politiker das Risiko einer zweiten Welle nicht gen\u00fcgend ernst genommen haben. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Daten, Validit\u00e4t und Methoden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-pale-cyan-blue-background-color has-background\"><em>Daten und Methodik: <\/em><br>Grundlage f\u00fcr diesen Blogbeitrag bilden 85&#8217;829 Tweets von Politikern, Nachrichtenmedien und einer Untergruppe von Twitter-Benutzern, die den Accounts von mindestens f\u00fcnf Schweizer Nachrichtenmedien folgen. Diese Daten erlauben es, die \u00f6ffentliche politische Diskussion auf Twitter im Zeitraum vom 25. Februar bis zum 12. August 2020 nachzuzeichnen. Die Daten stammen vom <em>Digital Democracy Lab<\/em>.<br><br>Die Thematische Einteilung der Tweets erfolgte mittels eines selbst erstellten W\u00f6rterbuchs. Unter gesundheitlichen Risiken wurde der Umgang mit Risikogruppen (chronisch Kranke, \u00e4ltere Personen etc.) und die Belastung des Gesundheitssystems (Bspw. \u00dcberlastung der Spit\u00e4ler und der Pflegekr\u00e4fte) zusammengefasst. Unter wirtschaftlichen Risiken werden die Angst um Arbeitspl\u00e4tze, Konsequenzen f\u00fcr Unternehmen und Angestellte, sowie gesamtwirtschaftliche Risiken subsumiert. Das W\u00f6rterbuch besteht aus 64 W\u00f6rtern f\u00fcr das Thema Gesundheit und 68 W\u00f6rtern f\u00fcr das Thema Wirtschaft. Ein Tweet wurde einem oder beiden Themengebieten zugeordnet, sobald ein Stichwort aus dem jeweiligen W\u00f6rterbuch darin gefunden wurde. Die genaue Liste der verwendeten W\u00f6rter sowie der methodische Ansatz sind im angeh\u00e4ngten Code-File ersichtlich. <br><br><em>Validit\u00e4t:<\/em><br>Grundlage f\u00fcr die Auswertungen bilden 85&#8217;829 Tweets in deutscher Sprache. Weil Tweets in anderen Sprachen, insbesondere italienisch und franz\u00f6sisch, ausgeklammert wurden, sind die Ergebnisse nicht f\u00fcr die ganze Schweiz generalisierbar. Abgebildet wurde lediglich die Debatte in deutscher Sprache. F\u00fcr die Auswertungen auf Ebene der politischen Parteien wurden nur die grossen Parteien, SVP, FDP, die Mitte, GLP, Gr\u00fcne und SP ber\u00fccksichtigt. Die Datenbasis f\u00fcr die Auswertung der relativen Aufmersamkeit f\u00fcr die Themen Wirtschaft und Gesundheit in der Politik beinhaltet 8742 Tweets. F\u00fcr die Auswertung nach Parteien wurden nur noch Tweets nach Ende des Lockdowns ausgewertet. Der Fokus liegt dort auf der Phase der Entspannung und der \u00d6ffnung. Dieser Datensatz beinhaltet 5602 Tweet vom 17.4.2020 bis zum 12.8.2020. In allen Auswertungen wurden relative Anteile gemessen. So kann sichergestellt werden, dass die Resultate sowohl \u00fcber die Zeit als auch zwischen den Kategorien vergleichbar sind.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-a1bb9b4b-da2b-445b-9ce5-5241eb81c497\" href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Blogbeitrag_PB_FS_21_final-1.html\">Blogbeitrag_PB_FS_21_final-1<\/a><a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Blogbeitrag_PB_FS_21_final-1.html\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-a1bb9b4b-da2b-445b-9ce5-5241eb81c497\">Download<\/a><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Informationen zum Blog<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-pale-cyan-blue-background-color has-background\"><strong>Autor:<\/strong> Patrick Baumann, patrick.baumann@uzh.ch<br><strong>Titel:<\/strong> Wirtschaft oder Gesundheit: Wie sich die Risikowahrnehmung der Politik in der Corona-Krise verschoben hat<br><strong>Modul:<\/strong> Forschungsseminar Politischer Datenjournalismus (FS21)<br><strong>Dozenten: <\/strong> Alexandra Kohler, Theresa Gessler, Bruno W\u00fcest<br><strong>Abgabedatum:<\/strong> 20.06.2021<br><strong>Anzahl W\u00f6rter:<\/strong>  887 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Auswertung von Tweets w\u00e4hrend der Corona-Krise zeigt, dass sich die Risikowahrnehmung mit dem Abflachen der ersten Pandemiewelle verschoben hat. 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