{"id":27717,"date":"2023-02-23T14:21:55","date_gmt":"2023-02-23T13:21:55","guid":{"rendered":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=27717"},"modified":"2024-10-14T21:10:06","modified_gmt":"2024-10-14T19:10:06","slug":"altersarmut-in-der-schweiz-ist-weiblich-und-hat-migrationshintergrund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2023\/02\/23\/altersarmut-in-der-schweiz-ist-weiblich-und-hat-migrationshintergrund\/","title":{"rendered":"Altersarmut in der Schweiz ist weiblich und hat Migrationshintergrund"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><strong>Die AHV wurde 1948 eingef\u00fchrt, um Armut im Alter zu bek\u00e4mpfen. Aber ohne die Beitr\u00e4ge aus der 2. und 3. S\u00e4ulen ist die Rente nicht existenzsichernd. Wer also keine 2. oder 3.S\u00e4ule hat, ist potenziell von Altersarmut bedroht. Dies zeigt die Analyse der sotomo-Umfragedaten zu Finanzen und Vorsorge.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thamilini Easwaralingam<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst 2022 wurde die Altersversorge kontrovers diskutiert. Das Volk und die St\u00e4nde haben die Reform AHV 21 angenommen, worin die Vereinheitlichung des Rentenalters f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner auf 65 Jahre vorgeschlagen wurde. Die AHV wurde 1948 verabschiedet, um Armut im Alter zu bek\u00e4mpfen. Diese 1. S\u00e4ule soll den Existenzbedarf der Bev\u00f6lkerung sichern. Die <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-90661.html\">aktuelle AHV-Minimalrente<\/a> f\u00fcr Einzelpersonen liegt bei 1225 Franken und f\u00fcr Ehepaare bei maximal 2450 Franken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Praxis zeigt: Die AHV allein reicht nicht aus, um sich in der Schweiz vor Altersarmut zu sch\u00fctzen. <br>Stattdessen haben sich die Pensionskassen als 2. S\u00e4ule und Versicherungsl\u00f6sung zur AHV durchgesetzt. Die Leistungen aus der 1. S\u00e4ule und der 2. S\u00e4ule sollen 60 Prozent des Lohnes vor der Pensionierung abdecken. Folglich ist das Sparen in der privaten Vorsorge der 3. S\u00e4ule wichtig. Jedoch ist das Schweizer 3-S\u00e4ulen-Modell der Altersvorsorge nur f\u00fcr eine Minderheit Tatsache. Das <a href=\"https:\/\/www.bsv.admin.ch\/dam\/bsv\/de\/dokumente\/el\/statistiken\/el_stat_2021.pdf.download.pdf\/Statistik%20der%20Erg%C3%A4nzungsleistungen%20zur%20AHV%20und%20IV%202021.pdf\">Bundesamt f\u00fcr Statistik<\/a> hat ver\u00f6ffentlicht, dass Ende 2021 haben etwa 220 000 Personen eine Erg\u00e4nzungsleistung zur AHV beziehen mussten, da Ihre Altersrente die minimalen Lebenskosten nicht abdecken konnten. <\/p>\n\n\n\n<p>Obschon 20 Prozent der 65-J\u00e4hrigen armutsgef\u00e4hrdet oder arm sind, beziehen nur etwa 7 Prozent der armutsgef\u00e4hrdeten Personen auch Erg\u00e4nzungsleistung. Dies und dass vor allem Frauen mit Migrationshintergrund im Alter von finanziellen Notlagen geraten, zeigt die <a href=\"file:\/\/C:\\\\Users\\thami\\Downloads\\202212_Altersmonitor_altersarmut.pdf\">j\u00fcngste Studie zur Altersarmut von Pro Senectute.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ob Frauen mit Migrationshintergrund wirklich st\u00e4rker von Altersarmut betroffen sind, wird in diesem Blog mittels Umfragedaten der Forschungsstelle sotomo zu den Themen Vorsorge und Finanzen \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als in der AHV, werden in der beruflichen Vorsorge Kapital durch Erwerbsarbeit angespart. Die Eintrittsschwelle f\u00fcr die berufliche Vorsorge (BVG) liegt bei einem Jahreseinkommen von 22050 Franken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-8-1-2-1024x709.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-28529\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-8-1-2-1024x709.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-8-1-2-300x208.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-8-1-2-768x532.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-8-1-2-1536x1063.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-8-1-2.png 1950w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Knapp 41 Prozent der Frauen und 37 Prozent der M\u00e4nner mit Migrationshintergrund gaben an, dass Sie keine berufliche Vorsorge haben. &nbsp;Im Vergleich haben M\u00e4nner mit einem Schweizerpass doppelt so h\u00e4ufig eine berufliche Vorsorge. Nur ein Viertel der Schweizerinnen haben keine berufliche Vorsorge.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Guthaben aus der beruflichen Vorsorge h\u00e4ngt stark von der Erwerbsbiografie eines Menschen ab, und ist deshalb auch unterschiedlich hoch. Bei Teilzeitarbeit oder Erwerbspausen fallen die Beitragszahlungen in der 2. S\u00e4ule geringer aus. Die grossen Unterschiede bei den Renten aus der beruflichen Vorsorge ergeben sich haupts\u00e4chlich durch die unterschiedlichen Erwerbsbiografien der Geschlechter. Frauen, die Kinder bekommen, reduzieren meist ihr Erwerbspensum oder machen gar eine Erwerbspause. Vaterschaft allerdings scheint sich nicht negativ auf die Erwerbst\u00e4tigkeit der M\u00e4nner auszuwirken. Im Gegenteil, Vaterschaft scheint einen positiven Einfluss darauf zu haben, dass die H\u00e4ufigkeit eine berufliche Vorsorge zu haben steigt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-11-1-1-1024x709.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-28530\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-11-1-1-1024x709.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-11-1-1-300x208.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-11-1-1-768x532.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-11-1-1-1536x1063.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-11-1-1.png 1950w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Schweizer mit Kindern haben doppelt so h\u00e4ufig eine berufliche Vorsorge als kinderlose Schweizer. Auch bei den ausl\u00e4ndischen M\u00e4nnern steigt die Wahrscheinlichkeit einer beruflichen Vorsorge, wenn sie Kinder haben. W\u00e4hrend bei ausl\u00e4ndischen M\u00fcttern eine Steigerung der beruflichen Vorsorge von 3 Prozentpunkte im Vergleich zu kinderlosen Ausl\u00e4nderinnen festzustellen ist, scheinen Kinder kaum einen Einfluss darauf zu haben, ob Schweizerinnen eine berufliche Vorsorge haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Beitragsl\u00fccken sind oft ein untersch\u00e4tztes Risiko, wenn es um die Altersarmut geht. Prek\u00e4r ist es vor allem f\u00fcr die Menschen, die ihr Renteneinkommen haupts\u00e4chlich aus der 1. S\u00e4ule beziehen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-14-1-1024x709.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-28493\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-14-1-1024x709.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-14-1-300x208.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-14-1-768x532.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-14-1-1536x1063.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-14-1.png 1950w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ausl\u00e4ndische V\u00e4ter haben im Vergleich zu ausl\u00e4ndischen M\u00fcttern nur halb so viele Beitragsl\u00fccken. Zudem ist die Beitragsl\u00fccke in der beruflichen Vorsorge der ausl\u00e4ndischen M\u00fctter doppelt so gross wie die der kinderlosen ausl\u00e4ndischen Frauen. M\u00fctter mit einem Schweizerpass haben im Vergleich zu den ausl\u00e4ndischen M\u00fcttern nur halb so viele Beitragsl\u00fccken in der AHV.<\/p>\n\n\n\n<p>Obschon AHV-Beitr\u00e4ge obligatorisch zu verrichten sind, gibt es mehrere Gr\u00fcnde (Auswanderung, Zuwanderung, mehrere Jobs etc.), wieso es zu einer Beitragsl\u00fccke kommen kann. Einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr AHV-L\u00fccken sind Trennungen bei Konkubinatspaare oder Scheidungen von Ehepaaren. Eine Beitragsl\u00fccke kann sich fatal auf die monatliche AHV-Rente auswirken. F\u00fcr jedes Jahr, in dem keine AHV-Beitr\u00e4ge geleistet wurden, k\u00fcrzt sich die Renten um 1\/44.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-17-1-1024x709.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-28495\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-17-1-1024x709.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-17-1-300x208.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-17-1-768x532.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-17-1-1536x1063.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-17-1.png 1950w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Knapp 70 Prozent der Schweizerm\u00fctter und 55 Prozent der ausl\u00e4ndischen M\u00fctter gaben an, dass sie f\u00fcr ihren aktuellen Lebensunterhalt nicht selbst aufkommen k\u00f6nnen. Somit sind diese M\u00fctter auf die finanzielle Unterst\u00fctzung des Lebenspartners oder der Lebenspartnerin angewiesen. Jeder dritter Schweizervater ist ebenfalls auf die Unterst\u00fctzung durch seinen Partner oder Partnerin angewiesen. Deutlich in der Minderheit sind ausl\u00e4ndische V\u00e4ter mit rund einem F\u00fcnftel. Auch Personen ohne Kinder sind teils auf das weitere Einkommen des Partners oder der Partnerin angewiesen. Besorgniserregend ist, dass jede zweite Schweizerin ohne Kinder antwortete, dass sie ohne das zus\u00e4tzliche Einkommen nicht \u00fcber die Runden kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-19-1-1024x709.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-28496\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-19-1-1024x709.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-19-1-300x208.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-19-1-768x532.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-19-1-1536x1063.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-19-1.png 1950w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Jede zweite Mutter unabh\u00e4ngig von Ihrer Herkunft hat f\u00fcr ihren Lebenspartner oder ihre Lebenspartnerin schon einmal in der aktuellen oder in der vergangenen Beziehung ihre eigene Karriere hintenangestellt. Jede vierte kinderlose Schweizerin und jeder vierte kinderlose Mann hat seiner oder ihrer Beziehung zuliebe die eigene Karriere zur\u00fcckgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei ihrer Zukunftsplanung bez\u00fcglich Pensionierung rechnen M\u00fctter das zus\u00e4tzliche Einkommen der Lebenspartner*in ein. Dies l\u00e4sst vermuten, dass Frauen vor allem immer noch in einem traditionellem Rollenverst\u00e4ndnis leben, wenn Kinder im Spiel sind. Solange die Partnerschaft besteht, sollte diese Rollen-aufteilung kein Problem darstellen. Jedoch werden in der Schweiz \u00fcber<a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/bevoelkerung\/heiraten-eingetragene-partnerschaften-scheidungen\/scheidungshaeufigkeit.html\"> 40 Prozent der Ehen geschieden<\/a>. Dadurch stehen pl\u00f6tzlich viele Frauen ohne finanzielle Absicherung da. Daher soll gut \u00fcberlegt sein, bevor man seine finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit aufgibt. Zudem hat das <a href=\"https:\/\/www.bger.ch\/ext\/eurospider\/live\/de\/php\/aza\/http\/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2Faza%3A%2F%2F25-03-2022-5A_568-2021&amp;lang=de&amp;zoom=YES&amp;type=show_document&amp;\">Bundesgericht am 25. M\u00e4rz 2022<\/a> entschieden, dass nach einer Scheidung jede und jeder grunds\u00e4tzlich f\u00fcr sich selbst sorgen solle. Dieses Urteil zielt aus gleichstellungspolitischer Sicht in die richtige Richtung, aber wird der gesellschaftlichen Realit\u00e4t noch nicht gerecht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" data-id=\"28618\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-23-1-1024x709.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-28618\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-23-1-1024x709.png 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-23-1-300x208.png 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-23-1-768x532.png 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-23-1-1536x1063.png 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/unnamed-chunk-23-1.png 1950w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Vor allem Frauen ohne Kinder scheinen sich mit m\u00f6glichen Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu befassen. \u00dcber ein Drittel der Frauen ohne Kinder sch\u00e4tzen ein, dass ihre Berufst\u00e4tigkeit schlecht mit einer Familie vereinbar ist. Mit rund 80 Prozent gaben M\u00e4nner ohne Kinder an, dass sich ihre Erwerbst\u00e4tigkeit gut mit einer Familie vereinbaren l\u00e4sst. Traditionelle Familienmodelle sind in der Schweiz nach wie vor weit verbreitet. <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/bevoelkerung\/familien\/erwerbs-haus-familienarbeit.html\">Gem\u00e4ss dem Bundesamt<\/a> f\u00fcr Statistik ist in Paarhaushalten mit Kindern unter 25 Jahren das Modell mit vollzeitarbeitendem Vater und teilzeitarbeitenden Mutter am h\u00e4ufigsten vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Wintersession 2022 hat sich das Parlament mit der Altersvorsorge abgem\u00fcht. Die 13. AHV-Rente und die BVG 21 zeigen den grossen Druck im System. Mit der Reform der beruflichen Vorsorge sollen die Renten gesichert werden. Vor allem zielt die Reform darauf ab, die Absicherung der Teilzeitbesch\u00e4ftigten und damit insbesondere Frauen, zu verbessern. Die Vorlage ist in der <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20200089\">Differenzbereinigung <\/a>im Nationalrat. Somit bleibt die Altersarmut politisch pr\u00e4sent.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Informationen zum Blogbeitrag:<\/strong><br>Verfasserin: Thamilini Easwaralingam<br>Kontakt: thamilini.easwaralingam@uzh.ch<br><br>Seminar: Politischer Datenjournalismus (HS 2022)<br>Verantwortliche: Fabrizio Gilardi, Bruno W\u00fcest, Alexandra Kohler, Valeria Vuk<br>Abgabedatum: 08.01.2023<br>Anzahl Worte: 983<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Methode und Validit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die verwendeten Daten stammen aus der Geschlechtergerechter-Studie und der Fairplay-Studie zu Finanzen und Vorsorge von <a href=\"https:\/\/sotomo.ch\/site\/\">sotomo<\/a> und wurden f\u00fcr dieses Forschungsseminar von der Forschungsstelle zur Verf\u00fcgung gestellt. F\u00fcr repr\u00e4sentative Berechnungen wurde nach dem von sotomo erstellten Gewichtungsfaktor gewichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fairplay-Studie umfasst 1678 Teilnehmende und die Geschlechtergerechter-Studie umfasst 2690 Teilnehmende. In beiden Studien wurden die Befragten \u00fcber die Online-Panels von sotomo und bildendi rekrutiert. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Analyse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Blogbeitrag wurden Unterschiede zwischen Herkunft und Geschlecht analysiert. Dazu wurden nur die Observationen verwendet, welche Angaben zu Geschlecht und Herkunft gemacht haben. Aus der Fairplay-Studie wurde die Frage \u00abHaben Sie bereits Beitr\u00e4ge in die obligatorische berufliche Vorsorge (BVG, Pensionskasse) eingezahlt? \u00bb  verwendet und es wurden nur Observationen, die Angaben zu der Frage gemacht haben verwendet. Die \u00fcbrigen Fragen in der Analyse stammen aus der Geschlechtergerecht-Studie. Bei der Analyse von \u00abHaben Sie in Ihrer eigenen Altersvorsorge L\u00fccken bzw. Jahre, in denen Sie keine Beitr\u00e4ge geleistet haben? \u00bb  Dort wurden die Observationen ausgeschlossen, welche sowohl L\u00fccken in der beruflichen Vorsorge als auch in der AHV hatten. Bei der Frage: \u00abWie sch\u00e4tzen Sie das ein: Verdienen Sie gegenw\u00e4rtig genug, um Ihren Lebensunterhalt allein (ohne Lebenspartner:in) zu bestreiten?\u00bb wurden die Antwortskategorien Ja und Eher Ja als Ja zusammengefasst und Eher nein und Nein als Nein zusammengefasst.  Bei den Fragen \u00ab Haben Sie Ihre Berufslaufbahn schon zugunsten Ihres\/Ihrer Partner*in zur\u00fcckgestellt? \u00bb,  \u00abWie gut l\u00e4sst sich Ihre Berufst\u00e4tigkeit mit einer Familie Ihrer Einsch\u00e4tzung nach vereinbaren? \u00bb wurden ebenfalls nur Observationen ausgewertet, die geantwortet haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Methodische Details und der Code f\u00fcr die Visualisierungen finden Sie <a href=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/blog_eat_finale.html\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die AHV wurde 1948 eingef\u00fchrt, um Armut im Alter zu bek\u00e4mpfen. Aber ohne die Beitr\u00e4ge aus der 2. und 3. S\u00e4ulen ist die Rente nicht existenzsichernd. Wer also keine 2. oder 3.S\u00e4ule hat, ist potenziell von Altersarmut bedroht. 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