{"id":30387,"date":"2024-09-17T22:04:51","date_gmt":"2024-09-17T20:04:51","guid":{"rendered":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/?p=30387"},"modified":"2024-10-14T22:05:15","modified_gmt":"2024-10-14T20:05:15","slug":"freizeit-statt-politik-gut-gebildete-investieren-weniger-zeit-in-ehrenamtliches-engagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2024\/09\/17\/freizeit-statt-politik-gut-gebildete-investieren-weniger-zeit-in-ehrenamtliches-engagement\/","title":{"rendered":"Freizeit statt Politik: Gut Gebildete investieren weniger Zeit in ehrenamtliches Engagement"},"content":{"rendered":"\n<p><em><strong>Eine neue Analyse zeigt, dass gut gebildete Schweizerinnen und Schweizer ihre Freizeit zunehmend f\u00fcr soziale Aktivit\u00e4ten statt f\u00fcr politisches und ehrenamtliches Engagement nutzen. Welche Auswirkungen hat das auf die Politik?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Akademische Kreise, leere Parteisitze. W\u00e4hrend politische Diskussionen in Bildungsinstitutionen florieren, finden sich erstaunlich wenige Hochgebildete in den Reihen der Parteimitglieder. Eine Analyse zeigt eine \u00fcberraschende Diskrepanz: Obwohl das politische Interesse unter Gutgebildeten h\u00f6her ist als unter Personen mit geringerem Bildungsstand, m\u00fcndet dies nicht in st\u00e4rkere aktive oder passive Parteimitgliedschaft. Diese Erkenntnis wirft Fragen zur Zukunft politischer Parteien auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Politische Teilnahme gilt als Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Dennoch zeigt das Wahlverhalten eine klare Tendenz. Weniger als die H\u00e4lfte der Schweizer Stimmb\u00fcrgerschaft geht an die Urne [5]. Und die, die am eifrigsten w\u00e4hlen, sind \u00e4ltere M\u00e4nner mit hoher Bildung [3]. Aber auch Bildung unter jungen Erwachsenen hat einen starken Einfluss auf das politische Engagement, wie eine Studie der Universit\u00e4t Z\u00fcrich aus dem Jahr 2021 nahelegt: Gymnasiastinnen und Gymnasiasten gehen dreimal h\u00e4ufiger an die Urne als Berufssch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler [4].<\/p>\n\n\n\n<p>Nun stellt eine aktuelle Auswertung des Swiss Household Panels (SHP), einer seit 1999 laufenden Langzeitstudie zur Untersuchung der Lebensbedingungen und Verhaltensweisen von Schweizer Haushalten, diese Annahmen in Bezug auf Bildung und politische Partizipation in Frage. Entgegen verbreiteter Meinung scheint das Bildungsniveau in der aktivsten Form der politischen Beteiligung, der Parteimitgliedschaft, keinen signifikanten Einfluss zu haben. Stattdessen ist die Intensit\u00e4t des ehrenamtlichen Engagements der entscheidende Faktor \u2013 die pers\u00f6nliche Bereitschaft, sich ohne finanzielle Entlohnung zu engagieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neue Erkenntnisse zur politischen Partizipation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bildung beeinflusst, wie sehr sich jemand f\u00fcr Politik interessiert: Das Interesse an Politik ist st\u00e4rker unter Personen die mindestens einen Maturit\u00e4tsabschluss haben. Und die Politikinteressierten sind eher Parteimitglieder als die Nicht-Politikinteressierten, wie die Daten des SHP zeigen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_bildung-1024x614.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-31308\" width=\"677\" height=\"406\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_bildung-1024x614.jpeg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_bildung-300x180.jpeg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_bildung-768x461.jpeg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_bildung-1536x922.jpeg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_bildung-2048x1229.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 1<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Schweiz einen bemerkenswerten Anstieg des Bildungsniveaus erlebt \u2013 fast eine Verdoppelung der Hochschulabschl\u00fcsse auf 32,6 % (Abbildung 1). [2]. Folglich sollte auch der Anteil der Personen, die aktiv oder passiv Mitglied einer Partei sind, angestiegen sein. Ein Blick in die Zahlen zeigt aber: Der Anteil der Parteimitglieder ist bei etwa gut 7% der Bev\u00f6lkerung geblieben bzw. \u00fcber die Jahre sogar etwas zur\u00fcckgegangen [1]. Die Entwicklung ist f\u00fcr Personen mit mindestens einer Matura und Personen ohne Matura fast identisch. (Abbildung 2) <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_parteimitglieder_mit_gesamt-1-1024x614.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-31305\" width=\"697\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_parteimitglieder_mit_gesamt-1-1024x614.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_parteimitglieder_mit_gesamt-1-300x180.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_parteimitglieder_mit_gesamt-1-768x461.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_parteimitglieder_mit_gesamt-1-1536x922.jpg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/plot_parteimitglieder_mit_gesamt-1-2048x1229.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 2<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Dass Bildung nicht der entscheidende Faktor f\u00fcr die Partizipation in politischen Parteien ist, zeigen auch die Analysen auf kantonaler Ebene. Zwischen den Kantonen sind die Unterschiede im Bildungsniveau erheblich: Basel-Stadt f\u00fchrt mit 34,7 % den h\u00f6chsten Anteil an Hochschulabsolventinnen und -absolventen, w\u00e4hrend Glarus mit nur 21,4 % am unteren Ende der Skala steht. [2] Die Unterschiede zeigen sich aber nicht gleichstark im Anteil der Parteimitglieder: Die Kantone haben einen \u00e4hnlich niedrigen Prozentsatz [1, 2]. <\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4ss den Daten des SHP sind politisches Interesse und ehrenamtliches Engagement die Hauptfaktoren f\u00fcr die Parteimitgliedschaft in der Schweiz. Ehrenamtliches Engagement zeigt dabei den st\u00e4rksten positiven Einfluss. Demographische Variablen wie Alter, Geschlecht und Bildungsgrad, etwa der Abschluss der Matura, haben hingegen keinen signifikanten Einfluss. [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse zeigen, dass Bildung je nach Art der politischen Beteiligung unterschiedlich wirkt: W\u00e4hrend ein h\u00f6herer Bildungsstand die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6ht, an Wahlen teilzunehmen [4], hat er keinen Einfluss darauf, ob sich jemand in einer politischen Partei engagiert. [1] Dies verdeutlicht, dass die Entscheidung f\u00fcr eine Parteimitgliedschaft st\u00e4rker von der individuellen Bereitschaft, sich aktiv einzubringen, als von \u00e4usseren Merkmalen bestimmt wird.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/combined_ehrenamt_stunden-9-1024x614.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-31032\" width=\"687\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/combined_ehrenamt_stunden-9-1024x614.jpg 1024w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/combined_ehrenamt_stunden-9-300x180.jpg 300w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/combined_ehrenamt_stunden-9-768x461.jpg 768w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/combined_ehrenamt_stunden-9-1536x922.jpg 1536w, https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/combined_ehrenamt_stunden-9-2048x1229.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 687px) 100vw, 687px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 3<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Ebenso zeigt sich, dass ein h\u00f6heres Bildungsniveau nicht zwangsl\u00e4ufig zu intensiverem ehrenamtlichen Engagement f\u00fchrt, sondern eher die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6ht, dass Personen \u00fcberhaupt ein Ehrenamt aus\u00fcben. Im Jahr 2020 leisten Personen mit mindestens einem Maturit\u00e4tsabschluss durchschnittlich drei Stunden weniger ehrenamtliche Arbeit pro Monat im Vergleich zum nationalen Durchschnitt von knapp elf Stunden. Auch in der Gesamtbev\u00f6lkerung ist die Anzahl der Stunden geleisteter ehrenamtlicher Arbeit in den letzten 20 Jahren zur\u00fcckgegangen. (Abbildung 3), [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung im ehrenamtlichen Bereich k\u00f6nnte f\u00fcr die Schweizer Politik, die stark auf dem Milizsystem fusst, erhebliche Folgen haben. Wer will sich zuk\u00fcnftig noch politisch in Parteien engagieren?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Priorit\u00e4tenwandel bei Gutgebildeten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Daten des SHP deuten auf einen signifikanten Wandel in der Lebensgestaltung von gut gebildeten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger hin. Personen mit Maturit\u00e4tsabschluss verbringen heute zunehmend mehr Zeit mit pers\u00f6nlicher Erholung und sozialen Aktivit\u00e4ten: Sie treffen sich durchschnittlich h\u00e4ufiger mit Freunden, gehen \u00f6fter in den Ausgang und treiben mehr Sport, als Menschen ohne Maturit\u00e4tsabschluss. Dieser Trend hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich verst\u00e4rkt. [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel dazu zeigt sich in der Gruppe der Gutgebildeten eine abnehmende Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren: diese Abnahme unter Gutgebildeten k\u00f6nnte erkl\u00e4ren warum sie relativ gesehen weniger in Parteien engagiert sind. Ehrenamtliches Engagement ist nicht dasselbe wie Engagement in Parteien, aber es ist ein wichtiger Teil davon. Das politische System in der Schweiz erfordert, dass die Menschen bereit sind, sich freiwillig in Parteien zu engagieren. Diese Arbeit ist oft sehr zeitintensiv. Insbesondere gut gebildete Personen scheinen immer weniger gewillt, ihre Zeit daf\u00fcr einzusetzen \u2013 es sei denn, es l\u00e4sst sich mit beruflichen Verpflichtungen und Freizeitaktivit\u00e4ten vereinbaren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Demokratie der wenigen Engagierten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich ist es positiv zu bewerten, wenn die Politik nicht von einer elit\u00e4ren, gut gebildeten B\u00fcrgergruppe dominiert wird. Doch wie geht es weiter, wenn immer mehr Menschen nach h\u00f6herer Bildung streben? Mit steigendem Bildungsniveau scheinen sich die Priorit\u00e4ten zu verschieben: mehr Arbeit, Karriere, bessere Berufsaussichten und zeitintensive Jobs. Und wenn Freizeit \u00fcbrig bleibt, wird sie f\u00fcr Spass und Erholung genutzt. Diese Entwicklung zeigt auch eine zunehmende Individualisierung der Gesellschaft in der Schweiz. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Demokratie wie die Schweiz lebt von ausserberuflicher T\u00e4tigkeit. Ein Teil der Schweizer DNA droht zu verschwinden. [6] &nbsp;Braucht es eine grundlegende Erneuerung des Systems? Vielleicht die Entlohnung von Parteimitgliedern? Laut den Daten k\u00f6nnte eine Entlohnung Anreize schaffen, politische \u00c4mter zu besetzen. Eine solche Zunahme von Berufspolitikern k\u00f6nnte jedoch dem derzeitigen Charakter der Schweizer Politik, die sich gegen elit\u00e4re Strukturen richtet, und dem Demokratiegedanken zuwiderlaufen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-background has-small-font-size is-vertical is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-adc7e0b5 wp-block-group-is-layout-flex\" style=\"background-color:#abb7c24f\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Diskussion der Methode, Validit\u00e4t und Robustheit<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Methodik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Analyse untersucht den Zusammenhang zwischen Bildung und politischem Engagement sowie m\u00f6gliche Gr\u00fcnde daf\u00fcr, insbesondere durch ehrenamtliche T\u00e4tigkeiten und Freizeitverhalten. Dazu wurden Daten des Swiss Household Panel (SHP) und des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) verwendet und verschiedene Modelle spezifiziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Haushalts- und Personendaten des SHP von 1999 bis 2022 wurden aufbereitet, einschliesslich der Behandlung fehlender Werte. Logistische Regressionsmodelle wurden zur Erkl\u00e4rung der Parteimitgliedschaft eingesetzt, w\u00e4hrend lineare Regressionsmodelle das politische Interesse, die ehrenamtliche T\u00e4tigkeit und das Freizeitverhalten untersuchten. Modelle mit Interaktionseffekten analysierten die zeitlichen Effekte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Altersbeschr\u00e4nkung und Bildungsvariablen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Altersbeschr\u00e4nkung auf 16 bis 40 Jahre sorgt f\u00fcr Koh\u00e4renz und konzentriert sich auf eine Lebensphase, in der Bildung einen st\u00e4rkeren Effekt hat und die Personen entweder ins Berufsleben einsteigen oder sich dort bereits etabliert haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Personen in der Schweiz k\u00f6nnen ab 16 Jahren einer Partei beitreten. <\/p>\n\n\n\n<p>Bildung wurde als Matura- oder Bachelorabschluss versus kein Matura- oder Bachelorabschluss kodiert, um ausreichend Beobachtungen und belastbare Ergebnisse zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcberlegungen zur Arbeitszeit und deren Einfluss auf das Engagement<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re sinnvoll gewesen, zu untersuchen, ob gut Gebildete mehr arbeiten und daher weniger Stunden f\u00fcr ehrenamtliche T\u00e4tigkeiten zur Verf\u00fcgung haben, und ob die Anzahl der Arbeitsstunden negativ mit der Parteimitgliedschaft zusammenh\u00e4ngt. Da im SHP keine Angaben zur Arbeitszeit vorliegen, wurde der Fokus auf das Freizeitverhalten gelegt. Untersucht wurde, wie sich dieses bei gut Gebildeten und weniger Gebildeten unterscheidet und wie viele Stunden f\u00fcr ehrenamtliche T\u00e4tigkeiten aufgewendet werden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Validit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Validit\u00e4t der Modelle wurde durch Tests und Kennzahlen \u00fcberpr\u00fcft. Die Multikollinearit\u00e4t wurde mittels Varianzinflationsfaktoren (VIF) gepr\u00fcft, alle Werte lagen unter 5. McFadden&#8217;s R-Squared f\u00fcr die logistischen Regressionsmodelle lag bei etwa 0,27, was als gut gilt. Die R-Squared-Werte der linearen Modelle waren niedriger (z.B. 0,097 f\u00fcr politisches Interesse), was auf die Notwendigkeit weiterer relevanter Variablen hinweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die niedrigen R-Squared-Werte der linearen Modelle k\u00f6nnten darauf hinweisen, dass politisches Interesse und ehrenamtliche T\u00e4tigkeit komplexe Verhaltensweisen sind, die von vielen weiteren oder schwer quantifizierbaren Faktoren beeinflusst werden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-cyan-bluish-gray-background-color has-background has-small-font-size\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ressourcen, Literatur und weitere Angaben<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Erkenntnisse aus eigenen Analysen<\/p>\n\n\n\n<p>[1] Daten: <a href=\"https:\/\/forscenter.ch\/projekte\/swiss-household-panel\/?lang=de\">Swiss Household Panel<\/a>, 1999-2022.<\/p>\n\n\n\n<p>[2] Daten: <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/bildung-wissenschaft\/bildungsindikatoren\/themen\/bildungserfolg\/abschlussquote-hs.assetdetail.26345223.html\">Bundesamt f\u00fcr Statitik<\/a>, 2022. Hochschulabschlussquoten.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] Daten: <a href=\"https:\/\/forscenter.ch\/projekte\/selects\/?lang=de\">Selects<\/a>, 1971-2019.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p>[4] Studie Universit\u00e4t Z\u00fcrich, 2021. <a href=\"https:\/\/www.zh.ch\/de\/news-uebersicht\/medienmitteilungen\/2021\/07\/politische-beteiligung-der-jungen-grosse-unterschiede-bezueglich-bildungstyp.html\">https:\/\/www.zh.ch\/de\/news-uebersicht\/medienmitteilungen\/2021\/07\/politische-beteiligung-der-jungen-grosse-unterschiede-bezueglich-bildungstyp.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[5] Artikel Republik, 2023. <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2023\/07\/24\/wer-entscheidet-wahlen-vor-allem-alte-maenner-aber-junge-frauen-holen-auf \">https:\/\/www.republik.ch\/2023\/07\/24\/wer-entscheidet-wahlen-vor-allem-alte-maenner-aber-junge-frauen-holen-auf <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[6] Artikel SwissInfo, 2015. <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/politik\/radikalkur-fuer-schwaechelndes-freiwilligensystem-in-der-politik\/41275398\">https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/politik\/radikalkur-fuer-schwaechelndes-freiwilligensystem-in-der-politik\/41275398<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-cyan-bluish-gray-background-color has-background has-small-font-size\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Informationen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Autorin: Lena Kesseli<br>E-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:marieclaire.arnold@uzh.ch\">lena.kesseli@uzh.ch<\/a><br>Abgabedatum: 30.06.2024 (<em>\u00fcberarbeitete Version: 08.09.2024<\/em>)<br>Wortanzahl: 836<br>Vorlesung: Forschungsseminar Politischer Datenjournalismus<br>Dozierende: Lucas Leemann\u00a0, Karsten Donnay\u00a0, Jacqueline B\u00fcchi\u00a0, Reto Mitteregger<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Analyse zeigt, dass gut gebildete Schweizerinnen und Schweizer ihre Freizeit zunehmend f\u00fcr soziale Aktivit\u00e4ten statt f\u00fcr politisches und ehrenamtliches Engagement nutzen. 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