{"id":369,"date":"2014-03-15T18:45:31","date_gmt":"2014-03-15T17:45:31","guid":{"rendered":"http:\/\/pwipdm.uzh.ch\/wordpress\/?p=369"},"modified":"2017-02-23T16:47:09","modified_gmt":"2017-02-23T15:47:09","slug":"ecopop-faktencheck-schadet-die-zuwanderung-in-die-schweiz-der-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2014\/03\/15\/ecopop-faktencheck-schadet-die-zuwanderung-in-die-schweiz-der-umwelt\/","title":{"rendered":"Ecopop-Faktencheck: Schadet die Zuwanderung in die Schweiz der Umwelt?"},"content":{"rendered":"<p><em>Kaum hat das Volk die Masseneinwanderungsinitiative der SVP angenommen, muss sich die Schweiz der n\u00e4chsten migrationspolitischen Debatte stellen. Der Abstimmungstermin zur Initiative &#8222;Stopp der \u00dcberbev\u00f6lkerung&#8220; steht zwar noch nicht fest, die Vorlage erf\u00e4hrt in den Medien aber bereits heute grosse Aufmerksamkeit. H\u00f6chste Zeit f\u00fcr einen datenjournalitsischen Faktencheck.<\/em><\/p><p>Die Initiative &#8222;Stopp der \u00dcberbev\u00f6lkerung&#8220; ist in ihrem Inhalt und ihrer Tr\u00e4gerschaft aussergew\u00f6hnlich: Der Verein Ecopop stellt eine krude Mischung aus nationalistisch und \u00f6kologisch Motivierten Umweltsch\u00fctzern dar, was eine Verortung im klassischen Links-Rechts-Schema verunm\u00f6glicht. Diese ideologische Mischung findet auch im Ziel der Initiative und dessen Ausformulierung ihren Ausdruck. Ecopop will mit der Initiative den nat\u00fcrlichen Lebensraum der Schweiz erhalten, indem das Bev\u00f6lkerungswachstum eingeschr\u00e4nkt wird: \u00a0einerseits durch eine Limitierung der Zuwanderung in die Schweiz, andererseits durch die F\u00f6rderung von Familienplanung in Entwicklungsl\u00e4ndern.<\/p><p>Die Verkn\u00fcpfung von Umweltschutz mit Migrationsbeschr\u00e4nkung und Entwicklungshilfe ist ungew\u00f6hnlich. Ob Umweltschutz als Argument f\u00fcr eine Einwanderungsbeschr\u00e4nkung tats\u00e4chlich genutzt werden soll und kann, wird von vielen angezweifelt. Der Faktencheck eines der zentralen Aspekts der Ecopop-Initiative soll diese Frage nun kl\u00e4ren.<\/p>\n<h3>Ziel der Ecopop-Initiative<\/h3><p>Hauptziel der Inititative ist es, die nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen der Schweiz zu erhalten, in dem die Bev\u00f6lkerungszahl stabilisiert wird. Zu diesem Zweck fordern die Initianten,<\/p>\n<ul>\n<li>dass j\u00e4hrlich nicht mehr als 0,2 Prozent der bereits ans\u00e4ssigen st\u00e4ndigen Wohnbev\u00f6lkerung einwandern d\u00fcrfen.<\/li>\n<li>dass der der Bund mindestens 10 Prozent der Gelder, die in die internationale Entwicklungszusammenarbeit fliessen ,&#8220;in Massnahmen zur F\u00f6rderung der freiwilligen Familienplanung&#8220; investiert.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Das Klima kennt keine Grenzen<\/h3><p><span style=\"line-height: 1.5;\">Ecopop st\u00fctzt seine Forderung mit der Behauptung, dass mehr Zuwanderung das \u00d6kosystem Schweiz gef\u00e4hrdet: <a href=\"http:\/\/www.ecopop.ch\/joomla\/index.php\/de\/argumente-de\" target=\"_blank\">&#8222;Der hohe Bev\u00f6lkerungsdruck reduziert die Lebensqualit\u00e4t und dr\u00e4ngt die Natur an den Rand.&#8220;<\/a> Ecopop definiert also eine klare \u00f6kologische Systemgrenze und setzt diese mit der Landesgrenze der Schweiz gleich. F\u00fcr die Klimawissenschaften ist das eine nicht haltbare Argumentation. Denn f\u00fcrs Klima ist es grunds\u00e4tzlich vernachl\u00e4ssigbar, wo den Klimawandel f\u00f6rdernde Gase ausgestossen werden. Auch ob wir alle global verf\u00fcgbaren endlichen Ressourcen in der Schweiz oder auf die ganze Welt verteilt konsumieren, spielt eine zu vernachl\u00e4ssigende Rolle.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"line-height: 1.5;\">Ecopop antizipiert die Kritik der Wissenschaft<\/span><\/h3><p><span style=\"line-height: 1.5;\">Ecopop kontert diese Kritik aber mit einer aus umweltwissenschaftlicher Sicht unsauberen Argumentation. Die Initianten behaupten n\u00e4mlich, dass<\/span><span style=\"line-height: 1.5;\">\u00a0durch die Zuwanderung in die Schweiz der globale Ressourcenverbrauch, \u00fcblicherweise gemessen mit dem \u00a0\u00f6kologischen Fussabdruck pro Person, durchaus steigt, weil die in die Schweiz Einwandernden von einer h\u00f6heren Kaufkraft profitieren w\u00fcrden, folglich mehr konsumierten und den niedrigen Fussabdruck pro Kopf in ihrem Herkunftsland mit dem viel h\u00f6heren der Schweiz eintauschten.<\/span><\/p>\n<h2>Faktencheck<\/h2><p>Folgendes Argument muss also den Faktencheck bestehen:<\/p>\n<h2 style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Die Zuwanderung in die Schweiz erh\u00f6ht den globalen \u00f6kologischen Fussabdruck.<\/strong><\/h2><p>Dieses Argument st\u00fctzt sich direkt auf die Behauptung, dass die Zuwanderung haupts\u00e4chlich auf einer Einwanderung aus L\u00e4ndern mit einem niedrigeren kaufkraftbereinigten Lohn \u00a0basiert. Die wirtschaftliche Ausnahmestellung der Schweiz st\u00fctzt diese Behauptung wohl. Lohn und Kaufkraft sind jedoch nicht die Indikatoren, die helfen die Umweltbelastung direkt zu messen. Stattdessen bietet sich ein Blick auf den auch von Ecopop zitierten\u00a0<strong>globalen \u00f6kologischen Fussabdruck<\/strong> an.<\/p><p>Der \u00f6kologische Fussabdruck berechnet, welche Fl\u00e4che notwendig ist, um den Lebensstil eines Menschen zu erm\u00f6glichen. So verbraucht jeder Bewohner der Schweiz 5.02 globale Hektaren pro Jahr. Die gesamte Erde bietet 12 Milliarden globale Hektaren pro Jahr an nutzbarer Fl\u00e4che. Jedem Menschen st\u00fcnden somit 1.8 globale Hektaren pro Jahr zu. (Alle Berechnungen basieren auf der Untersuchung des<a href=\"http:\/\/www.footprintnetwork.org\/en\/index.php\/GFN\/\" target=\"_blank\"> Global Footprint Networks<\/a> aus dem Jahr 2007, publiziert 2010 im Global Footprint Atlas).<\/p><p>Ziehen in einem Jahr also 100 Menschen aus dem Niger, dessen \u00f6kologischer Fussabdruck pro Kopf 2.3 globale Hektaren (gha oder im folgenden der Einfachheit halber Hektaren genannt) betr\u00e4gt, in die Schweiz, so steigert dies den Hektarenverbrauch, weil diese Menschen neu in der Schweiz mit einem h\u00f6heren Fussabdruck leben werden.<\/p>\n<h3>Wie viele wandern woher in die Schweiz?<\/h3><p>In einem ersten Schritt muss \u00fcberp\u00fcft werden, ob Ecopops Annahme, dass der Lebensstil vieler Zuz\u00fcger mit deren Umzug in die Schweiz umweltbelastender wird. Kurz: Wie viele der in die Schweiz ziehenden Menschen stammen aus L\u00e4ndern , deren \u00f6kologischer Fussabdruck kleiner ist als derjenige der Schweiz.<\/p><p><strong><strong><strong><\/strong><\/strong><\/strong>Das Bundesamt f\u00fcr Statistik schl\u00fcsselt \u00a0f\u00fcr das Jahr 2012 die Ver\u00e4nderung der st\u00e4ndigen Wohnbev\u00f6lkerung der Schweiz nach Herkunfts- und Zielland auf, zeigt also, woher Menschen in die Schweiz \u00a0und wohin Menschen aus der Schweiz zogen.<\/p><p>Die folgende Grafik zeigt die Herkunftsl\u00e4nder nach Anteil an der totalen Menge der Zuwanderer sowie ihren jeweiligen \u00f6kologischen Fussabdruck im Vergleich zu demjenigen der Schweiz. Um die Ecopop-Argumentation zu verdeutlichen sind die L\u00e4nder, die das Argument st\u00fctzen gr\u00fcn eingef\u00e4rbt (L\u00e4nder mit niedrigerem Fussabdruck).<\/p><p><!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ --><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/einwanderungch.html\" width=\"605\" height=\"570\" scrolling=\"yes\" class=\"iframe-class\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p><p>Summiert man die Zahl der Einwanderer nach dem Fussabdruck ihres Herkunftslandes zeigt sich, dass Ecopops Behauptung nicht direkt widerlegt werden kann.<\/p>\n<table width=\"467\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<colgroup>\n<col width=\"223\" \/>\n<col width=\"244\" \/> <\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"223\" height=\"20\"><strong>Fussabruck des Herkunftslandes<\/strong><\/td>\n<td width=\"244\"><strong>Einwanderer<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td height=\"20\">kleiner als CH<\/td>\n<td align=\"right\">50125<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td height=\"20\">gr\u00f6sser als CH<\/td>\n<td align=\"right\">29420<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td height=\"20\">etwa gleich wie die CH<\/td>\n<td align=\"right\">57716<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p><strong>Zwischenfazit:<\/strong> Tats\u00e4chlich stammt mehr als ein Drittel aller Einwanderer aus L\u00e4ndern, deren Fussabdruck niedriger ist als derjenige der Schweiz. Aber etwa zwei Drittel der Einwanderer d\u00fcrften ihren \u00f6kologischen Fussabdruck durch die Wanderung in die Schweiz nicht deutlich verschlechtert haben.<\/p>\n<h3>Wie viele wandern aus der Schweiz wohin\u00a0?<\/h3><p>F\u00fcr eine komplette \u00d6kobilanz der Migration muss aber auch ber\u00fccksichtigt werden, dass immer auch Menschen aus der Schweiz in andere L\u00e4nder auswandern. Wer aus der Schweiz in die USA wandert vergr\u00f6ssert den globalen Fussabdruck, weil der \u00f6kologische Fussabdruck eines US-Staatsb\u00fcrgers 8 gha betr\u00e4gt. Emigriert hingegen ein Nigerianer zur\u00fcck in seine Heimat, verkleinert er den globalen Fussabdruck.<\/p><p>Ein Blick auf die Ziell\u00e4nder der aus der Schweiz Auswandernden zeigt, dass auch hier die Rechnung komplex ist. <em>Achtung:<\/em> Rot eingef\u00e4rbte Staaten deuten hier auf eine negativen Effekt f\u00fcr den globalen Fussabdruck hin, da der durchschnittliche \u00f6kologische Fussabdruck ihrer Staatsb\u00fcrger \u00fcber demjenigen der Schweizer liegt.<\/p><p><!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ --><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/auswanderungench.html\" width=\"605\" height=\"670\" scrolling=\"yes\" class=\"iframe-class\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p><p><span style=\"line-height: 1.5;\">Auch hier verdeutlichen nackte Zahlen das Bild:<\/span><\/p>\n<table width=\"347\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<colgroup>\n<col width=\"223\" \/>\n<col width=\"124\" \/> <\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"223\" height=\"20\">Fussabruck des Ziellandes<\/td>\n<td width=\"124\">Anzahl Auswanderer<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td height=\"20\">kleiner als CH<\/td>\n<td align=\"right\">27781<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td height=\"20\">gr\u00f6sser als CH<\/td>\n<td align=\"right\">21662<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td height=\"20\">etwa gleich wie die CH<\/td>\n<td align=\"right\">37932<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p><strong>Zwischenfazit 2: <\/strong>Auswanderer in Niedrigfussabdruckl\u00e4nder und Auswanderer in Hochfussabdruckl\u00e4nder halten sich beinahe die Waage. Es wandern also durchaus auch Menschen wieder in L\u00e4nder aus, deren \u00f6kologischer Fussabdruck, der ja Ecopops eigener Argumentation zufolge an die H\u00f6he des Lohnes gekoppelt ist, niedriger ist als der der Schweiz.<\/p><p><!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ --><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/migrationssaldo1.html\" width=\"100%\" height=\"500\" scrolling=\"yes\" class=\"iframe-class\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p><p>Wie der Blick auf die absoluten Zahlen und der Vergleich mit den Einwanderern in der obigen Grafik zeigt, kann die Auswandererzahl aber vermutlich den Effekt der Einwanderer nicht ausgleichen. Ecopops Behauptung kann (noch) nicht widerlegt werden.<\/p>\n<h3>Wie ver\u00e4ndert Zu- und Auswanderung in und aus der Schweiz die verbrauchten globalen Hektaren?<\/h3><p>Zentral ist nun, wie sich diese Einwanderungs- und Auswanderungszahlen auf die Zahl der globalen Hektaren auswirken. F\u00fcgt Auswanderung aus der Schweiz und Einwanderung in die Schweiz dem globalen Hektarenverbrauch weitere Hektaren hinzu?<\/p><p><strong>Ein kurzes Rechenbeispiel:\u00a0<\/strong><\/p><p>Aus dem Iran sind 2012 265 Menschen in die Schweiz eingewandert. Diese 265 verbrauchen neu den durchschnittlichen Schweizer Fussabdruck von 5.02 globalen Hektaren (gha), was total 1330.3 gha ergibt. Zuvor verbrauchten sie den iranischen Fussabdruck von 2.68 gha pro Person, was in der Summe 710.2 gha ergibt. Diese sind von den 1330.3 gha abzuziehen und wir erhalten <strong>durch die Einwanderung verursachten zus\u00e4tzlichen Hektarenverbrauch von 620.1 gha<\/strong>. Jedoch sind 2012 auch 134 Menschen aus der Schweiz in den Iran ausgewandert und haben ihre 5.02 gha pro Kopf gegen die 2.68 gha pro Kopf des Irans getauscht. Statt 672 gha verbrauchen diese 134 Personen jetzt 359.12 gha, sparen also 312.88 gha ein.\u00a0<strong>Die \u00a0helvetisch-persischen Migrationsstr\u00f6me hatten 2012 also einen zus\u00e4tzlichen Hektarenverbrauch von 307.22 globalen Hektaren zur Folge.<\/strong><\/p><p><strong>Hektarenbilanz f\u00fcr alle Migrationsstr\u00f6me in und aus der Schweiz<\/strong><\/p><p>Diese Rechnung kann f\u00fcr jeden binationalen Migrationsstrom der Schweiz gemacht werden. Es ergibt sich aus den 200 Migrationsstr\u00f6men folgende Hektarenbilanz:<\/p><p><!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ --><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/hektarensaldo.html\" width=\"100%\" height=\"500\" scrolling=\"yes\" class=\"iframe-class\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p><p>Die Migration in und aus der Schweiz hat 2012 also zu einer Steigerung des globalen Hektarenverbrauchs von 30&#8217;793.94 Hektaren gef\u00fchrt. Ecopop beh\u00e4lt auf den ersten Blick also Recht.<\/p><p>Aber Achtung!<\/p><p>Um die Bedeutung dieser grob 30&#8217;000 Hektaren einordnen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir sie in den \u00f6kologischen Fussabdruck pro Kopf umrechen. Hierzu teilen wir die 30&#8217;000 Hektaren durch die Schweizer Bev\u00f6lkerung.<\/p><p>30&#8217;000 Hektaren \/ 8&#8217;000&#8217;000 Personen= 0.0038 Hektaren pro Person<\/p><p><strong>Zum Vergleich:<\/strong> Ein Dreist\u00fcndiger Flug schl\u00e4gt bei manchen Fussabdruckrechnern mit 0.1, bei anderen mit bis zu 0.25 \u00a0Hektaren pro Person zu Buche.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3><p>Die mit der Schweiz verkn\u00fcpften Migrationsstr\u00f6me f\u00fchren zwar zu einer zus\u00e4tzlichen Belastung der Umwelt. So erh\u00f6hen sie den globalen Hektarenverbrauch um 30&#8217;000 Hektaren. Die Ecopop-Argumentation h\u00e4lt daher auf den ersten Blick dem Faktencheck stand. Jedoch ist die zus\u00e4tzliche Belastung derart klein, dass sie den durchschnittlichen Fussabdruck um bloss 0.0038 Hektaren hebt. Selbst mit einem Kurzstreckenflug \u00fcbertrifft man diesen Wert um beinahe das Zehnfache.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum hat das Volk die Masseneinwanderungsinitiative der SVP angenommen, muss sich die Schweiz der n\u00e4chsten migrationspolitischen Debatte stellen. Der Abstimmungstermin zur Initiative &#8222;Stopp der \u00dcberbev\u00f6lkerung&#8220; steht zwar noch nicht fest, die Vorlage erf\u00e4hrt in den Medien aber bereits heute grosse Aufmerksamkeit. 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