{"id":4221,"date":"2015-03-23T22:35:13","date_gmt":"2015-03-23T21:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/pwipdm.uzh.ch\/wordpress\/?p=4221"},"modified":"2017-02-23T15:18:35","modified_gmt":"2017-02-23T14:18:35","slug":"twitter-hashtag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2015\/03\/23\/twitter-hashtag\/","title":{"rendered":"Twitter: Diese Themen besch\u00e4ftigen unsere Parteien"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcber welche Themen unterhalten sich Vertreter unserer Parteien auf Twitter am h\u00e4ufigsten? Eine Analyse von mehr als 1\u2018600 Schweizer Parteien-Accounts gibt Auskunft.\u00a0<\/strong><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4493\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Twitter_Teaser.jpg\" alt=\"Twitter Titelbild\" width=\"1176\" height=\"427\" \/><\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Das Twitter-Universum ist riesig: 288 Millionen Nutzer hat der Mikroblogging-Service weltweit, alleine in der Schweiz sind sch\u00e4tzungsweise \u00fcber\u00a0eine halbe Million Accounts registriert. Um in diesem konstanten Strom von Nachrichten nicht den \u00dcberblick zu verlieren, kennzeichnen viele Twitter-Nutzer ihre Tweets mit Hashtags. So ordnen sie ihre Beitr\u00e4ge selbst einem oder mehreren Themen zu. Eben jene Hashtags erlauben es uns auch herauszufinden, was auf Twitter diskutiert wird. Betrachten wir also eine Auswahl von 1&#8217;645 Schweizer Parteien-Accounts, erhalten wir Auskunft dar\u00fcber, welche Themen bei den\u00a0einzelnen Parteien in den vergangenen Monaten die meisten Reaktionen ausl\u00f6sten.<\/p><p><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/wordle_all_nofilter_red.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4463\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/wordle_all_nofilter_red.jpg\" alt=\"wordle_all_nofilter_red\" width=\"1583\" height=\"1157\" \/><\/a><br \/>\n<small><em><strong>Darstellung:<\/strong> Die Hashtags werden in einer Wordcloud dargestellt. Je gr\u00f6sser ein Wort abgebildet ist, desto h\u00e4ufiger wurde es auf Twitter als Hashtag genutzt. Dargestellt sind alle Hashtags, die von den 1&#8217;645 analysierten Parteien-Accounts in den vergangenen Monaten verwendet wurden.<\/em><\/small><\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Der meistverwendete Hashtag der analysierten Twitter-Accounts ist <a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/enld\" target=\"_blank\"><em><strong>#enld<\/strong><\/em><\/a> und bezieht sich auf die RTS-Radio-Sendung \u201eEn ligne directe\u201c. Daneben sind mit <a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/chvote\" target=\"_blank\"><em><strong>#chvote<\/strong><\/em><\/a> und <a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/abst14\" target=\"_blank\"><em><strong>#abst14<\/strong><\/em><\/a> zwei Hashtags vertreten, welche direkt auf die Volksabstimmungen in der Schweiz verweisen. Werden aber nur themenspezifische Hashtags ber\u00fccksichtigt, ergibt sich ein aufschlussreicheres Bild:<\/p><p><a href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/wordle_all_filterthemen_red.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4462\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/wordle_all_filterthemen_red.jpg\" alt=\"wordle_all_filterthemen_red\" width=\"1583\" height=\"1157\" \/><\/a><br \/>\n<small><em><strong>Darstellung:<\/strong> Diese Wordcloud ber\u00fccksichtigt nur Themen. Nicht miteinbezogen wurden Verweise auf einzelne Parteien, politische Sendungen, Veranstaltungen und Orte. <\/em><\/small><\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Die Top Ten Themen<\/strong><\/p><p>Fasst man verschiedene Hashtags (z.B.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/ecopop\" target=\"_blank\"><em><strong>#ecopop<\/strong><\/em><\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/ecopopnein\" target=\"_blank\"><em><strong>#ecopopnein<\/strong><\/em><\/a>, etc.) zu gleichen Themen (z.B. Ecopop) zusammen, ergibt sich folgende Rangliste der meistdiskutierten Themen auf Twitter:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Thema<\/strong><\/td>\n<td><strong>Anzahl Hashtags<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>1.<\/strong> Ecopop<\/td>\n<td>3865<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2.<\/strong> Gripen<\/td>\n<td>3741<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>3. <\/strong>Masseineinwanderung<\/td>\n<td>1741<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>4.<\/strong> Charlie Hebdo<\/td>\n<td>1737<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>5.<\/strong> Einheitskasse<\/td>\n<td>1608<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>6.<\/strong> Mindestlohn<\/td>\n<td>1562<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>7.<\/strong> Familieninitiative (CVP)<\/td>\n<td>1464<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>8.<\/strong> Abschaffung der Pauschalbesteuerung<\/td>\n<td>1005<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>9.<\/strong> Energie- statt Mehrwertsteuer<\/td>\n<td>897<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>10.<\/strong> FC Basel<\/td>\n<td>883<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Ecopop:\u00a0<\/strong>Gemessen an den Hashtags erlangte kein anderes politisches Thema derart viel Aufmerksamkeit wie Ecopop. Obwohl keine der grossen Parteien eine Ja-Parole herausgab, wurde das Thema am h\u00e4ufigsten diskutiert. Dies widerspiegelt auch die \u00e4usserst hohe massenmediale Beachtung, die der Initiative gewidmet wurde. Nach der knappen Annahme\u00a0der \u201eMasseneinwanderungsinitiative\u201c ein halbes Jahr zuvor geriet die Diskussion um Ecopop auf Hochtouren. Schlussendlich wurde die Vorlage am 30. November 2014 vom Volk aber deutlich abgelehnt und das Thema verschwand bald wieder aus den Tweets.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Gripen:\u00a0<\/strong>Die Abstimmung um die Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen im Mai 2014 erregte die Gem\u00fcter fast genau so stark wie Ecopop. Wie ein Blick auf die Wordclouds \u00a0der einzelnen Parteien (siehe unten) zeigt, ist die starke Pr\u00e4senz des Themas auf Twitter nicht zuletzt auch den Gripen-Gegnern zu verdanken. W\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/gripen\" target=\"_blank\"><em><strong>#gripen<\/strong><\/em><\/a> bei den Bef\u00fcrwortern (SVP, FDP, CVP) nur durchschnittlich h\u00e4ufig vertreten ist, landet er bei den Gegnern (SP, Gr\u00fcne, GLP) jeweils auf den vordersten Pl\u00e4tzen der meistverwendeten Hashtags. Dies zeigt, wie sehr die linken Parteien den Abstimmungskampf dominierten. Gleich wie bei Ecopop wurde auf Twitter vor allem im Vorfeld \u00fcber das Thema diskutiert.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Masseneinwanderungsinitiative:\u00a0<\/strong>Die starke Aufmerksamkeit, die der MEI auf Twitter gewidmet wurde, reflektiert zusammen mit Ecopop den starken Fokus auf die Zuwanderungsproblematik. \u00c4hnlich wie bei der Ecopop-Initiative liess auch das Interesse an der MEI bis zum Abstimmungssonntag kaum nach, zumal Experten auch hier einen\u00a0offenen Ausgang nahelegten. Im Gegensatz zu Ecopop f\u00fchrte die knappe und zuweilen \u00fcberraschende Annahme bei dieser Vorlage dazu, dass das Thema auch nach der Abstimmung noch lange und h\u00e4ufig diskutiert wurde.\u00a0In den Medien geh\u00f6rt die MEI zusammen mit der Abzockerinitiative vom M\u00e4rz 2013 zu den am meistbeachteten Initiativen der letzten Jahre.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Charlie Hebdo:\u00a0<\/strong>Der Anschlag, die im Januar 2015 auf die Redaktion des Satiremagazins \u201eCharlie Hebdo\u201c in Paris ver\u00fcbt wurde, l\u00f6ste auf Twitter weltweit zahllose Reaktionen aus. Mit <a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/jesuischarlie\" target=\"_blank\"><em><strong>#jesuischarlie<\/strong><\/em><\/a> bekundeten Millionen von Menschen innerhalb von Stunden Solidarit\u00e4t mit den Opfern und machten den Hashtag zu einem der meistbenutzten in der Geschichte Twitters. In der Schweiz nutzen Twitterer aller Parteien einen solchen Hashtag, lediglich Vertreter der SVP hielten sich mit dem Hashtag zur\u00fcck.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong>Einheitskasse:\u00a0<\/strong>Die von SP, Gr\u00fcnen sowie Patienten- und Konsumentenorganisationen eingereichte Initiative \u201eF\u00fcr eine \u00f6ffentliche Krankenkasse\u201c hatte von Beginn an keinen einfachen Stand: Sie wurde von Mitte- und Rechtsparteien sowie Wirtschaftsverb\u00e4nden geschlossen und vehement bek\u00e4mpft. Auf Twitter traten insbesondere Vertreter der FDP als Gegner der Vorlage auf. Auch von den Medien wurde sie \u00fcberdurchschnittlich stark beachtet. Der Initiative wurden aber schon im Vorfeld eher geringe Chancen zugerechnet und so wurde sie dann im September 2014 von fast zwei Dritteln der Bev\u00f6lkerung abgelehnt.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong>Mindestlohn:\u00a0<\/strong>Die Initiative \u201eF\u00fcr den Schutz fairer L\u00f6hne\u201c verlor den Kampf um die Aufmerksamkeit des Stimmvolks gegen die Gripen-Vorlage, \u00fcber welche am gleichen Tag abgestimmt wurde. Wie schon bei der Einheitskasse traten auf Twitter auch hier vor allem die Gegner in Erscheinung \u2013 allen voran Vertreter der FDP. Auch in den Massenmedien kam der Initiative grosse Beachtung zuteil, im Vergleich zu fr\u00fcheren Abstimmungsvorlagen zur Lohnproblematik war die Aufmerksamkeit aber relativ schwach. Da selbst das linke Lager nicht geschlossen hinter der Vorlage stand, scheiterte der Mindestlohn an der Urne schliesslich an einem 76,3\u00a0Prozent\u00a0Nein-Anteil.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong>Familieninitiative (CVP):\u00a0<\/strong>Von den 2148 Hashtags, die dem Thema Familieninitiative zugeordnet werden k\u00f6nnen, beziehen sich sch\u00e4tzungsweise 68\u00a0Prozent\u00a0auf die CVP-Familieninitiative, \u00fcber welche im M\u00e4rz 2015 abgestimmt wurde. Der Rest steht im Bezug zur SVP-Vorlage vom November 2013\u00a0mit dem Titel\u00a0\u00abFamilieninitiative: Steuerabz\u00fcge auch f\u00fcr Eltern, die ihre Kinder selber betreuen\u00bb.\u00a0Der CVP-Initiative wurden anfangs gute Chancen zugerechnet, aber je n\u00e4her der Abstimmungstermin r\u00fcckte, desto geringer wurde der R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung. Ein Blick auf die einzelnen Parteien zeigt, dass die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der <a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/familieninitiative\" target=\"_blank\"><strong><em>#familieninitiative<\/em><\/strong><\/a> von CVP-Twitterern versendet wurde. F\u00fcr die anderen Parteien war die Vorlage kein grosses Gespr\u00e4chsthema. Auch in den Medien fand die Initiative kaum Beachtung. Schlussendlich wurde die Vorlage vom Volk mit 75,4 Prozent deutlich abgelehnt.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"8\">\n<li><strong>Abschaffung der Pauschalbesteuerung:\u00a0<\/strong>Obwohl die SP und die Gr\u00fcne die Initiative der Alternativen Linke bef\u00fcrworteten, taucht das Thema bei ihnen nicht in den meistbenutzten Hashtags auf. Lediglich die FDP, welche sich klar gegen die Initiative stellte, nutzte <a href=\"http:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/forfaitsfiscaux\" target=\"_blank\"><em><strong>#forfaitsfiscaux<\/strong><\/em><\/a>, um f\u00fcr ein Nein zu werben. Medial stand die Vorlage zwar deutlich im Schatten von Ecopop, fand aber dennoch \u00fcberdurchschnittliche Beachtung. W\u00e4hrend sich zu Beginn des Abstimmungskampfes noch keine eindeutige Tendenz zeigte, zeichnete sich gegen Ende eine Niederlage f\u00fcr die Initianten ab.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"9\">\n<li><strong>Energie- statt Mehrwertsteuer:\u00a0<\/strong>Die erste Volksinitiative der Gr\u00fcnliberalen stand seit Beginn unter einem schlechten Stern: Die GLP konnte keine der grossen Parteien von der Vorlage \u00fcberzeugen. Auf Twitter widerfuhr der GLP ein \u00e4hnliches Schicksal wie der CVP zur gleichen Zeit mit der Familieninitiative: Bereits im Vorfeld als chancenlos abgestempelt und medial gr\u00f6sstenteils ignoriert, interessierte sich auch auf Twitter kaum jemand f\u00fcr die Vorlage. Die GLP versuchte verzweifelt, mit <a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/viesm\" target=\"_blank\"><em><strong>#viesm<\/strong><\/em><\/a> (<strong>V<\/strong>olks<strong>i<\/strong>nitiative <strong>E<\/strong>nergie- <strong>s<\/strong>tatt <strong>M<\/strong>ehrwertsteuer) Bef\u00fcrworter zu gewinnen. Die Vorlage erwies sich aber als zu radikal und fuhr der jungen Partei eine historische Niederlage ein.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"10\">\n<li><strong>FC Basel:<\/strong>\u00a0Der Fussballclub, auf welchen sich <a href=\"https:\/\/www.twitter.com\/hashtag\/rotblaulive\" target=\"_blank\"><em><strong>#rotblaulive<\/strong><\/em><\/a> bezieht, geniesst besonders unter den Basler Sozialdemokraten grosse Beliebtheit. Unter den Fans befindet sich auch SP-Nationalr\u00e4tin Silvia Schenker, die regelm\u00e4ssig Tweets mit dem Hashtag\u00a0kennzeichnet.<\/li>\n<\/ol><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Ecopop, MEI und Gripen bei allen Parteien ein grosses Thema<\/strong><\/p><p>Folgende Grafiken zeigen, wie h\u00e4ufig\u00a0die jeweiligen Parteien auf Twitter auf einzelne Themen verweisen: (Zum Vergr\u00f6ssern auf das Bild klicken)<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>Drei Arten von Vorlagen<\/strong><\/p><p>Die Analyse der Hashtags ergibt, dass sich Vertreter der Parteien auf Twitter gr\u00f6sstenteils\u00a0\u00fcber nationale Abstimmungsvorlagen unterhalten. Dabei kann haupts\u00e4chlich zwischen drei verschiedenen Arten von Vorlagen unterschieden werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Umstrittenen: Ecopop, Gripen und die Masseneinwanderungsinitiative erwiesen sich als Themen, die auf Twitter polarisierten. Gleichzeitig geh\u00f6ren sie bei allen Parteien zu den am h\u00e4ufigsten diskutierten Themen \u2013 egal ob die Parteien im Abstimmungskampf nun als Bef\u00fcrworter oder Gegner auftraten. Das grosse Interesse widerspiegelte auch die ausserordentliche Medienaufmerksamkeit, welche diesen Vorlagen zuteil kam.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Die Bek\u00e4mpften: Die Initiativen zur Einheitskasse, zum Mindestlohn und zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung haben gemeinsam, dass sie einerseits von den Medien \u00fcberdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit geschenkt bekamen. Andererseits wurden die Diskussionen auf Twitter eindeutig von den Gegnern der Vorlagen dominiert, w\u00e4hrend sich die Bef\u00fcrworter wenig\u00a0dazu \u00e4usserten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Die Verzweifelten: Bei den Initiativen \u201eEnergie- statt Mehrwertsteuer\u201c und \u201eFamilie st\u00e4rken\u201c handelt es sich um Vorlagen, denen bereits im Vorfeld nur geringe Chancen zugesprochen wurden. Massenmedial fanden diese Themen kaum Beachtung und auch auf Twitter kam keine Diskussion zwischen den verschiedenen Parteien zustande. Lediglich die Initianten versuchten die Vorlagen mit dem h\u00e4ufigen Gebrauch gewisser\u00a0Hashtags zu thematisieren.<\/li>\n<\/ul><p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/><p><small><br \/>\nAutor: <a href=\"mailto:pascal.burkhard@uzh.ch\">Pascal Burkhard<\/a><br \/>\nBlog im Rahmen des Forschungsseminars &#8222;Policy Analyse: Politischer Datenjournalismus&#8220; (HS15)<br \/>\nDozent: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Dr. Michael Hermann, Dr. des. Bruno W\u00fcest, Dr. Sarah B\u00fctikofer<br \/>\nDaten: Universit\u00e4t Z\u00fcrich<br \/>\nWorte: 1303<br \/>\n<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber welche Themen unterhalten sich Vertreter unserer Parteien auf Twitter am h\u00e4ufigsten? 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