{"id":6058,"date":"2015-12-06T23:00:04","date_gmt":"2015-12-06T22:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/pwipdm.uzh.ch\/wordpress\/?p=6058"},"modified":"2017-02-23T14:47:55","modified_gmt":"2017-02-23T13:47:55","slug":"die-seniorinnen-der-heimliche-souveran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/blog\/2015\/12\/06\/die-seniorinnen-der-heimliche-souveran\/","title":{"rendered":"Die SeniorInnen \u2013 der heimliche Souver\u00e4n?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcber 65-J\u00e4hrige weisen mittlerweile die mit Abstand h\u00f6chste Wahlbeteiligung auf, w\u00e4hlen im Schnitt deutlich konservativer als ihre j\u00fcngeren Mitb\u00fcrgerInnen und stellen aufgrund gestiegener Lebenserwartung und anhaltend tiefer Geburtenziffer einen immer gr\u00f6sseren Teil der Stimmberechtigten. Da stellt sich die Frage, wie die nationalen Parteist\u00e4rken in den letzten Jahren ausgefallen w\u00e4ren, h\u00e4tten die j\u00fcngeren Generationen ihre Wahlzettel auch so fleissig ausgef\u00fcllt.<\/strong><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6180 size-full\" src=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/alter-kauz.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"608\" \/><em>Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/eriwst\/3979343309\" target=\"_blank\">Eric W\u00fcstenhagen (CC BY-SA 2.0)<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass die Wahlbeteiligung mit steigendem Alter zunimmt, ist nichts Neues und neben der Schweiz auch in vielen anderen L\u00e4ndern zu beobachten<sup>1<\/sup>. Doch das Ausmass, das die Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersklassen bei den Nationalratswahlen 2011 erreicht haben, scheint rekordverd\u00e4chtig. Wie untenstehender Grafik zu entnehmen ist, gehen \u00fcber 75-J\u00e4hrige mittlerweile mehr als doppelt so oft w\u00e4hlen wie die 18- bis 25-J\u00e4hrigen. Der Vergleich mit den f\u00fcnf vorhergehenden Wahljahren zeigt, dass diese Diskrepanz tendenziell zunimmt. Die \u00c4ltesten unserer Gesellschaft waren \u00fcber die vergangenen 20 Jahre noch nie so teilnahmefreudig wie heute.<\/p><p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/plot.ly\/~slim-b\/134.embed?link=false&modebar=false\" width=\"100%\" height=\"550\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"> <\/iframe><\/p>\n<h3>\u00c4ltere B\u00fcrger, \u00e4ltere W\u00e4hler<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verdacht liegt nahe, dass dieser Anstieg in der obersten Altersklasse nicht zuletzt mit der <a href=\"http:\/\/www.politan.ch\/die-bevolkerung-der-schweiz-in-20-jahren\/\" target=\"_blank\">zunehmenden \u00dcberalterung<\/a> der Bev\u00f6lkerung zusammenh\u00e4ngt. Eine Frau in der Schweiz bringt im Schnitt <a href=\"http:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/portal\/de\/index\/themen\/01\/06\/blank\/key\/02\/05.html\" target=\"_blank\">rund 1,5 Kinder zur Welt<\/a> \u2013 zum Generationenerhalt w\u00e4ren ca. 2,1 notwendig. Die tiefe Geburtenziffer stagniert seit Mitte der Siebzigerjahre, bei Frauen mit Schweizerpass liegt sie gar noch darunter. Wie sich vor diesem Hintergrund das Durchschnittsalter der Stimmberechtigten entwickelt hat, verdeutlicht das nachstehende Diagramm<sup>I<\/sup>.<\/p><p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/plot.ly\/~slim-b\/132.embed?link=false&modebar=false\" width=\"100%\" height=\"550\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"> <\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Absenkung des Stimmrechtalters von 20 auf 18 Jahre beim ersten Anlauf 1979 gescheitert war, wurde das Begehren zw\u00f6lf Jahre sp\u00e4ter mit <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/pore\/va\/19910303\/index.html\" target=\"_blank\">deutlicher Mehrheit<\/a> angenommen. Dies verpasste dem rasanter werdenden Anstieg zwar einen kurzzeitigen D\u00e4mpfer, vermochte\u00a0 aber nat\u00fcrlich nicht, der \u00dcberalterung des Wahlvolkes l\u00e4ngerfristig etwas entgegenzusetzen: Von 1991 bis 2014 ist dessen Medianalter wieder um 5 Jahre emporgeklettert \u2013 und der Peak scheint aus heutiger Sicht noch immer in weiter Ferne zu liegen.<br \/>\nDer kleine Knick im Durchschnittsalter 2010 ist \u00fcbrigens nicht etwa auf eine pl\u00f6tzliche Einb\u00fcrgerungswelle junger Ausl\u00e4nderInnen oder \u00e4hnliches zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern schlicht einer im Rahmen der <a href=\"http:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/portal\/de\/index\/infothek\/erhebungen__quellen\/blank\/blank\/statpop\/02.html\" target=\"_blank\"> Umstellung von der klassischen Volksz\u00e4hlung auf die Registererhebung<\/a> erfolgten Korrektur geschuldet.<\/p>\n<h3>Die Alten m\u00f6gen keine Linken<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass gr\u00fcne und alternative Parteien ihre Kernw\u00e4hlerschaft nicht gerade unter den SeniorInnen wiederfinden, d\u00fcrfte wohl nicht bloss f\u00fcr WahlforscherInnen einer Binsenweisheit gleichkommen. Dass hingegen auch die \u00e4lteste noch bestehende Partei der Schweiz so viel M\u00fche hat, bei W\u00e4hlerInnen \u00fcber dem Pensionsalter zu punkten, vermag dann doch ein wenig zu erstaunen. Die Wahrscheinlichkeit, 2011 SP gew\u00e4hlt zu haben, reduziert sich von 20 % bei 55- bis 64-J\u00e4hrigen bis zur h\u00f6chsten Altersklasse auf rund die H\u00e4lfte. Wie es sich mit anderen Parteien und in anderen Wahljahren verhielt, l\u00e4sst sich anhand der folgenden Diagramme nachvollziehen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass es sich um vorausgesagte Wahrscheinlichkeiten handelt, welche aufgrund der limitierten Datenbasis immer einer gewissen Unsicherheit unterliegen<sup>II<\/sup>.<\/p><p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/plot.ly\/~slim-b\/136.embed?link=false&modebar=false\" width=\"100%\" height=\"420\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"> <\/iframe><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/plot.ly\/~slim-b\/138.embed?link=false&modebar=false\" width=\"100%\" height=\"381\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"> <\/iframe><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/plot.ly\/~slim-b\/140.embed?link=false&modebar=false\" width=\"100%\" height=\"381\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"> <\/iframe><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/plot.ly\/~slim-b\/142.embed?link=false&modebar=false\" width=\"100%\" height=\"390\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"> <\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben den b\u00fcrgerlichen Parteien BDP und FDP, welche bei den SeniorInnen beide \u00fcberdurchschnittlich gut ankommen, kann auch das schweizerische Rechtspopulismus-Erfolgsmodell der \u00fcberalternden Gesellschaft mit einem lachenden S\u00fcnneli begegnen \u2013 zumindest was das W\u00e4hlerInnenpotenzial anbelangt. An keiner anderen Altersklasse l\u00e4sst sich der Aufstieg der nationalkonservativen Volkspartei eindr\u00fccklicher ablesen als an den \u00fcber 75-J\u00e4hrigen.<\/p>\n<h3>Was w\u00e4re wenn?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgehend von diesen Befunden k\u00f6nnte man durchaus vermuten, dass die Wahlresultate in den letzten Jahren bedeutend anders ausgefallen w\u00e4ren, h\u00e4tten die j\u00fcngeren ihre Wahlzettel \u00e4hnlich fleissig ausgef\u00fcllt wie die \u00e4lteren Semester. Deshalb wage ich folgendes Experiment durchzurechnen: Wie h\u00e4tte das Wahlresultat ausgesehen, wenn alle Altersgruppen mit gleich hoher Wahrscheinlichkeit an die Urnen gegangen w\u00e4ren? Wie, wenn die Wahlbeteiligung spiegelverkehrt ausgefallen w\u00e4re?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/plot.ly\/~slim-b\/144.embed?link=false&modebar=false\" width=\"100%\" height=\"600\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"> <\/iframe>In obenstehendem Balkendiagramm finden sich die Resultate dieses Gedankenexperiments. Die dunklen Balken stehen dabei jeweils f\u00fcr das &#8222;reale&#8220;, sprich gem\u00e4ss den weiter oben aufgef\u00fchrten Wahlbeteiligungswahrscheinlichkeiten prognostizierte Wahlresultat<sup>III<\/sup>. Die mittleren Balken f\u00fcr einen hypothetischen Wahlausgang bei exakt gleicher Wahlbeteiligungswahrscheinlichkeit aller Altersgruppen. Und die hellen Balken schliesslich f\u00fcr das zweite hypothetische Szenario, das Wahlresultat bei spiegelverkehrter Wahlbeteiligung der sieben Alterskategorien<sup>IV<\/sup>.\u00a0Bei beiden fiktiven Szenarien wird von der Annahme ausgegangen, dass sich die W\u00e4hler- und die Nichtw\u00e4hlerInnen nicht wesentlich unterscheiden in ihren Parteipr\u00e4ferenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt fallen die Resultate ziemlich ern\u00fcchternd aus. Die Verschiebungen bewegen sich auf niedrigem Niveau. 2011 bei inverser Wahlteilnahme am meisten verlieren w\u00fcrde die SVP mit -1,7 Prozentpunkten, danach die BDP mit -1,2 Prozentpunkten. Die glp k\u00f6nnte demgegen\u00fcber als gr\u00f6sste Gewinnerin immerhin +1,4 Prozentpunkte zulegen, danach folgen die Gr\u00fcnen mit +1,3 Prozentpunkten.<br \/>\nIn den Jahren zuvor zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild: Die Parteien links der Mitte w\u00fcrden ein wenig zulegen, b\u00fcrgerliche und rechte Parteien dagegen ein paar Tausend Stimmen einb\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem Strich l\u00e4sst sich festhalten, dass auch eine immense Zunahme der Wahlbeteiligung j\u00fcngerer SchweizerInnen der politischen Linken bzw. der glp keinen Erdrutschsieg verschaffen und die SVP kaum mehr als eine Handvoll Sitze kosten w\u00fcrde. Dennoch d\u00fcrften sich besonders die Gr\u00fcnen und die Gr\u00fcnliberalen nach einem derartigen Szenario sehnen, h\u00e4tten sich 2011 f\u00fcr sie die Stimmengewinne im Verh\u00e4ltnis zur bestehenden W\u00e4hlerbasis doch immerhin im Bereich zwischen 15 und 23 % bewegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenngleich die Realit\u00e4t kaum Stoff f\u00fcr derartige Tr\u00e4ume liefert, so hat sich doch zumindest der Bundesrat zuletzt daf\u00fcr eingesetzt, das Thema &#8222;Stimmrechtsalter 16&#8220; <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/standard\/Stimmrechtsalter-16-nimmt-erste-Huerde\/story\/16765100\" target=\"_blank\">ernsthaft zu pr\u00fcfen<\/a>. Freilich w\u00e4re auch dessen Einf\u00fchrung kaum mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein des \u00fcberalternden Wahlvolkes.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em><br \/>\nAnmerkungen:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em><sup>I<\/sup><span style=\"padding-left: 10px;\">Das berechnete Stimmrechtsalter f\u00e4llt hier systematisch tiefer aus als das tats\u00e4chliche, weil bei der Berechnung aufgrund der unvollst\u00e4ndigen Datengrundlage alle \u00fcber 98-j\u00e4hrigen Personen zu einer Gruppe zusammengefasst wurden und die dar\u00fcber hinausgehenden Altersjahre somit keine Ber\u00fccksichtigung fanden; die Abweichung f\u00e4llt mit steigender Jahreszahl h\u00f6her aus, da immer mehr Leute das 99. Lebensjahr \u00fcberschreiten; sie f\u00e4llt allerdings insgesamt gering aus und d\u00fcrfte sich auch im Jahr 2014 noch im Bereich der 3. Nachkommastelle bewegen. Dennoch weichen die hier berechneten Werte mangels besserer Datenbasis (z. B. Stimmregisterdaten) geringf\u00fcgig von den tats\u00e4chlichen Werten ab, weil einerseits entm\u00fcndigte B\u00fcrgerInnen nicht aus der Analyse ausgeschlossen werden konnten und andererseits die AuslandschweizerInnen in der Berechnung unber\u00fccksichtigt bleiben m\u00fcssen.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em><sup>II<\/sup><span style=\"padding-left: 10px;\">Bis auf die Werte f\u00fcr das Jahr 1991 sowie die Zahlen aus dem untersten Diagramm zu den vorausgesagten W\u00e4hleranteilen nach Beteiligungsmodus bilde ich keine Werte ab, welche nicht auch Lutz (2012) bereits publizierte (wobei die von mir berechneten Werte an einigen Stellen geringf\u00fcgig abweichen). Analog zu Lutz verzichte ich auch auf die Angabe von Nachkommastellen, um nicht den Eindruck einer Pr\u00e4zision zu erwecken, welche gar nicht gegeben ist. Mit Ausnahme des letzten Diagrammes wurden alle vorausgesagten Wahrscheinlichkeiten auf Ganzzahlen gerundet. Das letzte Diagramm wurde von dieser Vorgehensweise ausgenommen, damit die Tendenz der Ergebnisse besser sichtbar wird.<br \/>\nAuf die Abbildung von Konfidenzintervallen verzichte ich, zumal diese mitunter sehr gross ausfallen (95 %-Konfidenzniveau). Hingegen wurde f\u00fcr alle Modelle ein Chi-Quadrat-Test durchgef\u00fchrt, der aussagt, ob ein statistisch signifikanter Zusammenhang (95 %-Konfidenzniveau) besteht zwischen den Alterskategorien als unabh\u00e4ngige Variablen und der Wahlbeteiligung bzw. dem Wahlentscheid als abh\u00e4ngige Variable.<br \/>\nBei der Wahlbeteiligung fielen alle Resultate positiv aus, im Falle der Wahlentscheide zeichneten die Tests hingegen ein gemischtes Bild: F\u00fcr die CVP sind die Resultate nur im Jahr 1991 signifikant, f\u00fcr die glp und die BDP lediglich im Jahre 2011 (was angesichts des Alters dieser beiden Parteien nicht weiter verwunderlich ist). F\u00fcr die FDP sind die Resultate nicht signifikant in den Jahren 2007 und 1991, f\u00fcr die SVP und die SP nicht in den Jahren 1999 und 1991, in letzterem Jahr f\u00fcr die Gr\u00fcnen auch nicht.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em><sup>III<\/sup><span style=\"padding-left: 10px;\">Dass dabei keine Rede von allzu hoher Pr\u00e4zision dieser Werte sein kann, illustriert schon alleine die Tatsache, dass die vorausgesagten W\u00e4hleranteile nach &#8222;realem&#8220; Beteiligungsmodus (d. h. basierend auf vorausgesagten Wahrscheinlichkeiten zur Wahlbeteiligung nach Altersgruppe) mehr oder weniger deutlich von den <a href=\"http:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/portal\/de\/index\/themen\/17\/02\/blank\/key\/national_rat\/parteienstaerke.html\" target=\"_blank\">tats\u00e4chlichen Wahlresultaten<\/a> abweichen. Das soll meinem Vorhaben aber keinen Abbruch tun, zumal einerseits die Abweichungen nicht allzu gross ausfallen und andererseits vor allen Dingen die Verh\u00e4ltnisse zwischen den Parteien von Interesse sind \u2013 und diese scheinen soweit stimmig.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em><sup>IV<\/sup><span style=\"padding-left: 10px;\">Soll heissen, unter der Annahme, die Wahlbeteiligungskurve aus der ersten Grafik w\u00fcrde genau umgekehrt verlaufen, sprich an der mittleren Alterskategorie der 45-54-J\u00e4hrigen gespiegelt.<br \/>\n<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>F\u00fcr alle drei Szenarien wurden die Werte immer nach folgendem Schema berechnet:<br \/>\n(<span style=\"color: #008000;\">Anzahl der Stimmberechtigten in der jeweiligen Altersklasse<span style=\"color: #000000;\"> \u00d7<\/span> Wahlbeteiligung der jeweiligen Altersklasse [real\/gleichm\u00e4ssig\/spiegelverkehrt] <span style=\"color: #000000;\">\u00d7<\/span> Wahlwahrscheinlichkeit der jeweiligen Altersklasse f\u00fcr die entsprechende Partei<\/span>) \u00f7 (<span style=\"color: #0000ff;\">Gesamtzahl der Stimmberechtigten<\/span> \u00d7 <span style=\"color: #0000ff;\">durchschnittliche Wahlbeteiligung [real\/gleichm\u00e4ssig\/spiegelverkehrt]<\/span>)<br \/>\nF\u00fcr die Anzahl der Stimmberechtigten wurde auf eigene Berechnungen (vgl. erste Grafik) basierend auf Daten des BFS (siehe Quellenangaben unten) zur\u00fcckgegriffen, da die Vertretung der Altersgruppen im Selects-Datensatz nicht repr\u00e4sentativ ist und keine Gewichtungsvariablen f\u00fcrs Alter enthalten sind.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #666699;\">Autor: Salim Br\u00fcggemann, 08-915-126, <a style=\"color: #666699;\" href=\"mailto:salim@posteo.ch\" target=\"_blank\">salim@posteo.ch<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"> Blogeintrag im Rahmen des <a style=\"color: #666699;\" href=\"http:\/\/www.vorlesungen.uzh.ch\/HS15\/lehrangebot\/fak-50000007\/sc-50383587\/cga-50383587130\/cg-50387804\/sm-50641056.modveranst.html\" target=\"_blank\">Forschungsseminars <em>Politischer Datenjournalismus<\/em><\/a> der Universit\u00e4t Z\u00fcrich<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"> Dozierende: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi, Dr. Michael Hermann, Dr. des. Bruno W\u00fcest, Dr. Sarah B\u00fctikofer<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"> Abgabedatum: 6. Dezember 2015<br \/>\nAnzahl Worte (exkl. Lead): 787 + 523 (Anmerkungen)<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"> Datenquellen: <a style=\"color: #666699;\" href=\"https:\/\/www.pxweb.bfs.admin.ch\/\" target=\"_blank\">Bundesamtes f\u00fcr Statistik<\/a> | <a style=\"color: #666699;\" href=\"http:\/\/www.selects.ch\/\" target=\"_blank\">Selects: Swiss national election studies (FORS)<br \/>\n<\/a>Datens\u00e4tze: <a style=\"color: #666699;\" href=\"http:\/\/pwiweb.uzh.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/St\u00e4ndige-CH-Wohnbev\u00f6lkerung-1971-2014.tar.gz\">St\u00e4ndige CH-Wohnbev\u00f6lkerung 1971-2014.tar.gz<\/a> |\u00a0<a style=\"color: #666699;\" href=\"https:\/\/forsbase.unil.ch\/project\/study-public-overview\/12632\/0\/\">Selects cumulative file 1971-2011 (Registrierung notwendig)<\/a> <\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"> R-Quellcode: <a style=\"color: #666699;\" href=\"https:\/\/gist.github.com\/anonymous\/e53ddbaff49f15f4bb23423785abbce6\" target=\"_blank\">SeniorInnen.R (GitHub Gist)<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #666699;\">Literatur:<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #666699;\"><sup>1<\/sup><a style=\"color: #666699;\" href=\"http:\/\/forscenter.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Selects_2011_Brochure_D.pdf\"><span style=\"padding-left: 10px;\">LUTZ, Georg (2012): Eidgen\u00f6ssische Wahlen 2011. Wahlteilnahme und Wahlentscheid.<\/span><\/a><br \/>\n<a style=\"color: #666699;\" href=\"http:\/\/forscenter.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Selects_2011_Brochure_D.pdf\"><span style=\"padding-left: 16px;\">Lausanne: Selects \u2013 FORS.<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #666699;\"><a style=\"color: #666699;\" href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D26453.php\"><span style=\"padding-left: 16px;\">Historisches Lexikon der Schweiz. Stimm- und Wahlrecht. 6. Oktober 2014.<\/span> <\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber 65-J\u00e4hrige weisen mittlerweile die mit Abstand h\u00f6chste Wahlbeteiligung auf, w\u00e4hlen im Schnitt deutlich konservativer als ihre j\u00fcngeren Mitb\u00fcrgerInnen und stellen aufgrund gestiegener Lebenserwartung und anhaltend tiefer Geburtenziffer einen immer gr\u00f6sseren Teil der Stimmberechtigten. 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